Ein "Pfüat Gott" und ein "Welcome"


Regierungspräsident Dr. Wilhelm Weidinger (Mitte) blättert in
der Info-Mappe über den Landkreis Neumarkt, die ihm Albert Löh-
ner als Orientierungshilfe für seine Freizeit-Aktivitäten überreichte.
Michael Gottschalk (links) empfahl dem Ruheständler in spe den
"Schlachtschüsselführer".                                   Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. Der eine kam zum Abschiedsbesuch, der andere zur Antrittsvisite.

Am Ende seiner fünfeinhalbjährigen Amtszeit als Regierungspräsident der Oberpfalz sagte Dr. Wilhelm Weidinger Landrat Albert Löhner stellvertretend für alle Neumarkter "Pfüat Gott".

Ein "Welcome" schlug kurz darauf dem "Direktor of Government Relation aus Grafenwöhr, James P. Federline, der auch für die Standorte Hohenfels und Vilseck der "100th Area Support Group" der amerikanischen Streitkräfte zuständig ist, entgegen.

Als "wichtigen Helfer und Freund" bezeichnete Landrat Albert Löhner den in gelöster Atmosphäre zur gemütlichen Kaffeestunde nach Neumarkt gekommenen Regierungspräsidenten. Beide erinnerten sie an die gemeinsam gelösten Aufgaben der Vergangenheit, wobei der "Beinahe-Pensionär" der Kreisverwaltung überschwängliches Lob zollte, da der Landkreis Neumarkt der mit der zweitniedrigsten Verschuldung in ganz Bayern sei. "Neumarkt ist in vielen Punkten gut aufgestellt", hob der Regensburger Gast hervor, wobei er die Agenda-Bewegung "Spitze" nannte.

Obendrein komme dem Kreis Neumarkt seine Schlüsselstellung zwischen den bayerischen Großstädten Nürnberg und Regensburg zugute. Während die Wirtschaft in Nürnberg kranke, was an der hohen Arbeitslosenzahl abzulesen sei, könnte jetzt Regensburg mit seinen Pfunden wuchern - und Neumarkt sich dorthin orientieren, wo gerade die Sonne scheint.

Nachdem das Vertrauen der Bevölkerung in die große Politik an einem Tiefpunkt angelangt sei, müssten jetzt die Kommunen und Landkreise die Dinge von unten her in die Hand nehmen. Damit meinte der Kreischef aber nicht die Broschüren über den Landkreis Neumarkt - der Leiter der Abteilung Kreisentwicklung, Michael Gottschalk, empfahl da besonders den "Schlachtschüsselführer" -, die er Regierungspräsident Weidinger zusammen mit einem persönlichen Erinnerungsgeschenk in die Hand drückte, sondern das Aufbrechen der Verdrossenheit vieler enttäuschter Bürger.


Landrat Albert Löhner heißt Director James P. Federline als Ver-
bindungsmann für Hohenfels im Landkreis willkommen.
Foto: Erich Zwick
Mut machte da schon gleich der nächste Besucher der "Landrats-Audienz", der Verbindungsmann der US-Armee der "Garnison Hohenfels", wie sich der militärische Teil der Gemeinde ab Mitte 2005 nennen wird, Director James P. Federline, der Verbindungsmann zwischen US-Armee und deutscher Zivilbevölkerung. Seine Botschaft: "Kein deutscher Mitarbeiter wird seinen Arbeitsplatz verlieren, allenfalls ist er von einer Umstrukturierung betroffen."

Durch die Neuorganisation der militärischen Präsenz der USA in Europa wird - laut Director Federline - Grafenwöhr, Hohenfels und Vilseck zum größten US-Stützpunkt auf dem Kontinent ausgebaut.

So nahm Federlein die Anregung von Landrat Albert Löhner, ein engeres Zusammenrücken der Amerikaner mit der einheimischen Bevölkerung zu praktizieren, gerne entgegen. Beide wollen ein erstes Experiment mit Schüler-/Lehreraustausch wagen. Und "REGINA"-Regionalmanager Gero Wieschollek bat den Gast, bei der Suche nach Arbeitskräften auch benachteiligte Arbeitslose zu berücksichtigen - und sei es nur als "Statisten" bei militärischen Übungen.
Erich Zwick


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