Ein Plus im nächsten Jahr

NEUMARKT. Das Bezirkskrankenhaus Parsberg wird heuer mit einem geringen Defizit abschließen. Für 2005 wird sogar ein Plus von 11 000 Euro erwartet.

Der strikte Sparkurs in den Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz war erfolgreich, hieß es bei der Sitzung des Bezirks-Krankenhausausschusses . Das Defizit für das Jahr 2004 wird im Bezirksklinikum Regensburg rund 300.000 bis 400.000 Euro betragen anstatt der am Jahresanfang ausgewiesenen 3,8 Millionen Euro. Die Bezirkskrankenhäuser Parsberg und Wöllershof werden das Jahr 2004 mit einem äußerst geringen Defizit abschließen können.

Kurt Häupl, Geschäftsführer der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz, stellte dieses gute Ergebnis dem Krankenhausausschuss des Bezirks Oberpfalz in seiner Sitzung vor. „Dieses Ergebnis kommt jedoch nicht von ungefähr, es ist das Resultat der Personalbewirtschaftung“, so Häupl. Im Bezirksklinikum Regensburg seien in den vergangenen zwei bis drei Jahren über 100 Vollzeitstellen abgebaut worden. Mit dem Abbau von Stellen sei nun allerdings ein Limit erreicht. „An der Personalschraube können wir nicht mehr drehen“, stellte Häupl fest.

Für das Jahr 2005 erwartet das Bezirksklinikum Regensburg ein Defizit von 1,6 Millionen Euro. Dieses ergibt sich aus der Einnahmensteigerung im Bereich der Lohnsummen um 0,38%, der eine voraussichtliche Personalkostensteigerung von 3,2% entgegensteht. Im Bezirkskrankenhaus Parsberg wird 2005 ein Plus von 11.000 Euro erwartet, in Wöllershof ein Defizit von 100.000 Euro.

Bezirkstagspräsident Rupert Schmid kündigte die Umwandlung des Eigenbetriebs der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz in eine juristische Privatperson an. „Es wird jedoch keinesfalls an der Trägerschaft des Bezirks gerüttelt“, so Schmid. Ein Verkauf stehe nicht zur Debatte. Zwei Erschwernisse gebe es aber für die Umwandlung in eine andere Rechtsform, das seien zum einen die bestehenden Pensionslasten und zum anderen die Zinsen für Darlehen, die zur Mitfinanzierung baulicher Maßnahmen aufgenommen wurden.

In der Krankenhausausschusssitzung wurde auch der Stand des Neubaus eines psychiatrisch-forensischen Krankenhauses in Parsberg vorgestellt. Am 8. November wurden die Aufträge an die entsprechenden Baufirmen erteilt, am Mittwoch begann der Oberflächenabtrag. Der Rohbau des neuen Hauses wird voraussichtlich im September 2005 fertiggestellt, der Bezug soll im August 2006 erfolgen. Susanne Weckmann

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