neumarktonline Dokumentation

Weihnachtsgrüße 2004

von Oberbürgermeister Alois K a r l

Liebe Neumarkterinnen und Neumarkter!

Weihnachten ist das Fest der Liebe, des Friedens und der Familie, und es stellt gerade bei uns in Deutschland das herausragende Fest im Jahreskreis dar.

Nicht nur die Kinder freuen sich auf den festlich geschmückten Tannenbaum und die Weihnachtskrippe, auf die Geschenke und das Festessen an den Feiertagen. Auch wir Erwachsenen verspüren diesen besonderen Zauber von Weihnachten, um den auch eine Vielzahl von guten Bräuchen und Traditionen angesiedelt ist.

Schon der Advent mit Adventskranz und Adventskalender sowie der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt, der Plätzchen- und Lebkuchenduft, der Nikolaustag und die vielen Kerzen und Lichter sollen uns einstimmen auf das kommende Weihnachtsfest. Und der Heilige Abend selber ist ein Tag der Freude, einer besonderen Freude, die wir durch das Beschenken unserer Lieben zum Ausdruck bringen.

Der französische Schriftsteller Jean de La Bruyère hat dies wunderbar formuliert: "Es ist schön in die Augen des anderen zu sehen, wenn man ihm etwas geschenkt hat."

Die Freude ist sicherlich der bedeutsame Kern von Weihnachten. Anderen Freude schenken sollten wir jedoch nicht nur zur Weihnachtszeit, auch wenn das Weihnachtsfest ein guter Anlass ist, sich dieser menschlich so wichtigen Eigenschaft bewusst zu werden.

Ich freue mich daher, dass es auch das ganze Jahr über Menschen gibt, die gerade in ihrem ehrenamtlichen Engagement, etwa im sozialen Bereich, in Vereinen, Verbänden, bei der Feuerwehr, beim Technischen Hilfswerk, beim Roten Kreuz oder bei den vielen karitativen und kirchlichen Vereinigungen - für andere da sind und ihnen dadurch Freude schenken. Den zahlreichen Helfern danke ich an dieser Stelle recht herzlich für ihren Einsatz im vergangenen Jahr.

Ich hoffe, dass sich noch viel mehr Menschen für andere engagieren. Wir als Stadt haben mit der Einrichtung des Bürgerhauses und der dort installierten Freiwilligenagentur in diesem Jahr eine Anlaufstelle geschaffen, wo Interessierte an einem Ehrenamt einfach und unbürokratisch entsprechende Angebote finden können.

Darüber hinaus können wir in der Stadt Neumarkt auch sonst dankbar und auch ein wenig stolz auf das Geleistete im Jahr 2004 zurückblicken. Wir haben heuer die stolze Summe von über 40 Mio. ausgegeben und so viel investiert, wie noch nie vorher in einem Jahr. Mit jeweils 18 Mio. haben wir dabei im Hoch- und im Tiefbau Maßnahmen in Gang gesetzt, die unsere Stadt deutlich vorwärts gebracht haben.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang zum Beispiel an die Neugestaltung des Stadtparks mit dem freigelegten Leitgraben, der schönen Wasserlandschaft und den neuen Wegen, wo wir eine so deutliche Aufwertung, ja ein völlig neues Gesicht für Neumarkt erreicht haben. Wir haben hierbei ein Gesamtkonzept mit dem Museum Lothar Fischer, dem neuen Wasserspielplatz und dem Parkcafé realisiert, dessen Erfolg heute für jeden ersichtlich ist und das geradezu von allen gelobt wird. Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass das Museum Lothar Fischer von den Besuchern so gut angenommen wird und große Beachtung in ganz Deutschland findet.

Auch im Schulhausbau haben wir unsere seit den 90er Jahren laufende Offensive fortgesetzt und in diesem Jahr die Hauptschule Weinbergerstraße für 7,3 Mio. umgebaut, erweitert und saniert. Wir sind schon ein wenig stolz darauf, dass die Weinberger-Schule eine Vorzeigeschule für ganz Bayern ist und sich dort neben der Teilnahme am Modus-21-Projekt so unterschiedliche Angebote wie die Ganztagesklassen und die Ganztagesbetreuung, die M-Klassen und die Praxisklasse finden.

Unser Engagement im Schulhausbau zeigt, dass wir die Bemühungen für unsere Schulen, und damit für die Zukunft unserer Kinder als ganz wichtige Aufgabe ansehen. Immerhin haben wir in den letzten zwölf Jahren dafür die doch sehr hohe Summe von 37 Mio. ausgegeben, das sind immerhin zwölf Prozent unserer gesamten Investitionsausgaben in diesem Zeitraum.

Ganz besonders freue ich mich, dass wir in Pölling ein regelrechtes Jahrhundertwerk vollendet haben. Für rund 15 Mio. haben wir dort die neue Umgehungsstraße gebaut und die Pöllingerinnen und Pöllinger von den Belastungen durch die über 15.000 Fahrzeuge täglich befreit.

Es erfüllt uns ein wenig mit Stolz, dass wir heuer, 76 Jahre nach der ersten Planung diese für Pölling so bedeutsame Maßnahme umsetzen und so zügig abschließen konnten. Hierfür waren überaus schwierige Vorarbeiten notwendig, alleine die langwierigen Verhandlungen mit den 39 Grundstückseigentümern für den Erwerb der benötigten 64 Grundstücke mit mehr als 200.000 qm erforderten viel Einsatz, Geduld, Zeitaufwand und Nerven. Den tüchtigen Bauarbeitern der Firma Max Bögl danke ich noch einmal dafür, dass sie den Bau der Umgehung in solch kurzer Zeit bewerkstelligt haben.

Ähnlich intensiv und zügig haben wir für die Ansiedlung oder den Verbleib von Firmen, und damit für die Arbeitsplätze in der Stadt gearbeitet. Innerhalb von neun Wochen ist es uns zum Beispiel gelungen, die Baureife für das neue Autohaus Fischer an der Nürnberger Straße herzustellen, wobei wir durch unsere vorausschauende Grundstückspolitik dafür bereits beste Voraussetzungen geschaffen hatten. Dadurch sind viele Arbeitsplätze in Neumarkt erhalten und neu geschaffen worden, der Wirtschaftsstandort Neumarkt wurde deutlich gefestigt.

Nach vielen harten Verhandlungstagen ist es uns zudem gelungen, die Fa. Tchibo in Neumarkt zu verfestigen und mit dem neuen, riesigen Logistikzentrum an der Habersmühle zu einer außergewöhnlichen Erweiterung zu veranlassen. Wir haben das Bauleitplanverfahren und die Baugenehmigung, ebenso die gesamte Erschließung des Gebietes Habersmühle in einer Rekordzeit abschließen können, haben für 1,5 Mio. innerhalb weniger Wochen die gesamten Straßen, Wasser-, Gas-, Strom- und Abwasseranschlüsse erstellt. Wir freuen uns sehr darüber, dass durch unsere Tätigkeit nicht nur die ca. 65 Arbeitsplätze in Neumarkt erhalten bleiben, sondern mehr als 100 neue hinzukommen werden.

Auch bei dieser großen Ansiedlung konnten wir dadurch entscheidend mithelfen, dass wir alle Grundstücke, nämlich mehr als 50.000 qm zur Verfügung stellen konnten.

Nach mehrmonatigen, intensiven Kontakten zu den Verantwortlichen der Fa. Delphi haben wir uns sehr darüber gefreut, die Arbeitsplätze dieses Unternehmens in Neumarkt durch die Verlängerung des Erbbaurechtsvertrages für das Werk an der "Langen Gasse" im Süden Neumarkts sichern zu können. Wir sind mit den Beschäftigten der Fa. Delphi sehr froh darüber, dieses schwierige Unterfangen in sehr guter Kooperation mit allen Beteiligten zu einem guten Ende geführt zu haben.

Auch im Bereich der Altstadtsanierung haben wir unsere Bemühungen erfolgreich fortgesetzt und für rund 1,6 Mio. das Stadtmuseum saniert, für weitere 1,1 Mio. das "Alte Spital" auf einen modernen Stand mit jetzt 10 komfortablen Wohnungen gebracht. Derzeit läuft die Sanierung des Schreiberhauses und schon demnächst wird der neue "Wohnpark Johannesviertel" fertig gestellt sein. Erstmals haben wir dabei für 4,7 Mio. ein ganzes Viertel saniert und dort 26 Wohneinheiten in sechs Stadthäusern und drei Mehrfamilienhäusern geschaffen.

Wir - die Bürgermeister, der Stadtrat, die Stadtverwaltung und ich - sehen auch dem neuen Jahr 2005 mit Optimismus entgegen. Ich bin mir sicher, dass wir die auf uns zukommenden Aufgaben auch weiterhin zur Zufriedenheit unserer Bürgerinnen und Bürger bewältigen werden.

Ich wünsche Ihnen, liebe Neumarkterinnen und Neumarkter, gesegnete, friedliche und ruhige Weihnachtsfesttage sowie ein gesundes und in jeder Hinsicht glückliches Jahr 2005.

Ihr

(A. K a r l)
Oberbürgermeister

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