Über 2100 Betreuungsverfahren


Im Landratsamt wurde jetzt ein langjähriger ehrenamtliche Betreuer ausgezeichnet
Foto: R. Pirkl
NEUMARKT. Wenn Erwachsene ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können müssen Angehörige oder ehrenamtliche Betreuer einspringen.

Beim Neumarkter Amtsgericht sind derzeit mehr als 2100 Betreuungsverfahren anhängig. Im Landratsamt wurde jetzt ein langjähriger Betreuer geehrt.

„Seit 30 Jahren sind Sie als „Würdebewahrer“ unterwegs im Landkreis Neumarkt, sagte Landrat Willibald Gailler am Montag zu Vitus Rupp, der seit drei Jahrzehnten als ehrenamtlicher Betreuer im Landkreis arbeitet. Er sorge dafür, dass Menschen, die Betreuung brauchen, ihr Leben nach eigenen Wünschen gestalten können, und gebe Hilfestellung in allen rechtlichen und finanziellen Bereichen, sagte Gailler.


Das Betreuungsrecht dient dem Schutz und der Unterstützung erwachsener Menschen, die wegen einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können und deshalb auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Eine rechtliche Betreuung ist in der Regel nicht erforderlich, wenn der Betroffene einer Person seines Vertrauens eine Vorsorgevollmacht erteilt hat. Gegen den freien Willen des Betroffenen darf eine Betreuung nicht angeordnet werden.

Meist kümmern sich Familienangehörige um Menschen, die wegen einer Krankheit oder Behinderung ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen können. Die Zahl der Familienangehörigen, die ehrenamtliche eine rechtliche Betreuung übernehmen, sei aber leider rückläufig, hieß es. Deshalb würden immer mehr fremde ehrenamtliche rechtliche Betreuer gesucht.

Ehrenamtlich rechtliche Betreuer - sowohl Familienangehörige wie auch fremde Betreuer - erhalten Unterstützung vom Arbeitskreis „Gemeinsames Betreuen“. Dieser Zusammenschluss besteht aus den Betreuungsvereinen Die Brücke und der Caritas-Kreisstelle sowie der Betreuungsstelle im Landratsamt.

Bei der Ehrung bedankte sich Landrat Willibald Gailler auch bei den Mitarbeitern dieser Stellen. Sie würden für das unverzichtbare Netz sorgen, ohne dem ehrenamtliche Betreuung nicht gedeihen könne.

Die Betreuungsstelle hat inzwischen wegen der demographischen Entwicklung auch im Landkreis Neumarkt einen wachsenden Bedarf an ehrenamtlichen Betreuern, die hilfebedürftige Menschen in rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten unterstützen.

Einer der wichtigsten Aspekte dieser Aufgabe ist die Pflege des persönlichen Kontakts zu den Betreuten. Ihre Aufgabe ist es aber auch, Hilfen für den Betreuten zu organisieren. Wer Interesse hat kann sich unter Telefon 09181/470-281 näher informieren.
04.11.19
Neumarkt: Über 2100 Betreuungsverfahren
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