„Verständliche Emotionen“


Das Neumarkter Klinikum

NEUMARKT. Der Landkreis Neumarkt soll nach Ansicht von stellvertretendem Landrat Helmut Himmler zur „Gesundheitsregion-Plus“ werden.

Damit würde man zu den besten Gesundheitsstrukturen in allen 19 Kommunen kommen, erklärte der SPD-Politiker und Berger Bürgermeister.

Der aktuelle Konflikt um die Schließung des Krankenhauses in Parsberg ist seiner Meinung nach durchaus verständlich. Man sollte auch außerhalb von Parsberg „versuchen zu verstehen und auch die mitunter von Emotionen getragenen Reaktionen respektieren“. Das Krankenhaus habe immer zur Identität der Stadt gehört, viele Menschen seien dort als Patienten gewesen oder hätten dort gearbeitet und all das sei jetzt rasch zu Ende gegangen.


Die aktuelle Diskussion müsse aber auf den gesamten Landkreis ausgeweitet werden mit der Fragestellung, welche Gesundheitsstrukturen denn in den 19 Kommunen in Zukunft benötigt werden. In dieser Hinsicht – so Himmler bei den derzeitigen Bürgerversammlungen in seiner Gemeinde – sei die Landkreispolitik nicht auf der Höhe der Zeit.

Mit dem Konzept „Gesundheitsregionen-Plus“ will das Bayerisches Gesundheits-Ministerium die medizinische Versorgung, die Prävention und die pflegerische Versorgung im Freistaat durch regionale Netzwerke weiter verbessern. Bayernweit gebe es derzeit 50 solche Regionen, die 62 von insgesamt 96 Landkreisen und kreisfreien Städten umfassten.

Die regionalen Netzwerke sollen auf kommunaler Ebene einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung beitragen. Das Ministerium unterstützt die Gesundheitsregionenplus durch Beratung und Fördermittel. Im Netzwerk sollen alle Akteure, die an der Gesundheitsförderung und Prävention und der Gesundheitsversorgung und der Pflege vor Ort beteiligt sind, sowie Kommunalpolitiker vertreten sein. Den Vorsitz des Netzwerks hat in der Regel der Landrat oder der Oberbürgermeister inne.

Das Ministerium fördert die Einrichtung und den Betrieb einer Geschäftsstelle mit jährlich maximal 50.000 Euro für bis zu fünf Jahre. Die Zuwendungsempfänger sollen in der Regel bare Eigenmittel von mindestens zehn Prozent einbringen.
04.02.20
Neumarkt: „Verständliche Emotionen“

Telefon Redaktion


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