„Erfahrungen bündeln“


Die Neumarkter Jura-Werkstätten sind jetzt Teil eines „Zentrums
berufliche Bildung und Arbeit“
Foto: Sabine Kopp
NEUMARKT. Die Neumarkter Jura-Werkstätten gründeten mit neun Werkstätten in Mittel- und Oberfranken ein „Zentrum berufliche Bildung und Arbeit“.

Der Zusammenschluß von zehn nordbayerischen Lebenshilfe Werkstättensoll die Zusammenarbeit fördern. Aus Mittelfranken sind Ansbach, Weißenburg, Fürth, Herzogenaurach, Schwabach-Roth, Lauf, Nürnberg und Erlangen vertreten. Aus Oberfranken sind die Forchheimer Werkstätten Teil des Zehnergespanns, die Jura-Werkstätten aus Neumarkt komplettieren den Kreis der Beteiligten.

Das Projekt ist nach Änderungen im Bundeteilhabegesetz entstanden. Außerdem wollen sich die Werkstätten zukunftsorientierter ausrichten und die Inklusion weiter vorantreiben.


Durch das neue Gesetz können die Beschäftigten in den Werkstätten wählen, bei wem sie sich weiterqualifizieren können. Bisher konnten die Beschäftigten nur in den jeweiligen Werkstätten ihre Kenntnisse verbessern. Ab sofort können auch sogenannte „andere Anbieter“ für die Weiterbildung gewählt werden.

Da liege es nahe, das Knowhow und die Erfahrung der Werkstätten zu bündeln, hieß es. Im ersten Schritt wurde zum Januar an einem zentralen Ort in Nürnberg ein externer Berufsbildungsbereich eingeführt. Er steht den Beschäftigten der Werkstätten und (Förder-)Schulabgängern offen, die sich nicht unbedingt in einer Werkstatt sehen.

Die Beschulung in diesem externen Berufsbildungsbereich wird bis August 2020 an drei Tagen die Woche erfolgen. An zwei der drei Tagen werden Inhalte aus den Bereichen Betreuung, Montage, Garten und Gastronomie vermittelt. Der dritte Tag der Woche widmet sich Arbeitsbegleitenden Maßnahmen, sozialen Kompetenzen und Alltagspraxis. An den restlichen beiden Tage sind die Beschäftigten auf Außenpraktikastellen, die idealerweise wohnortnah sind. Die Begleitung der Außenpraktika übernimmt die jeweilige Werkstatt der Beschäftigten.

Im September geht das „Zentrum berufliche Bildung und Arbeit“ einen Schritt weiter und startet ein reguläres Berufsbildungsjahr mit Eingangsverfahren. Der Unterricht wird voraussichtlich modular aufgebaut werden. So können sich die Beschäftigten nach dem Eingangsverfahren die Berufsbereiche wählen, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend.

Der externe Berufsbildungsbereich und die Außenpraktika können den Beschäftigten den Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern, hieß es. Außerdem kann so eine Alternative zu einer Beschäftigung im regulären Werkstattbetrieb gegeben werden.
25.02.20
Neumarkt: „Erfahrungen bündeln“
Telefon Redaktion


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