Kein „Home-Office“ für Bauarbeiter


Bauarbeiter packen auch in Corona-Zeiten zu – und sind damit eine zentrale Stütze der heimischen Wirtschaft, heißt es von der Gewerkschaft
Foto: IG Bau
NEUMARKT. Krise hin oder her: für die meisten der rund 4300 Beschäftigten in der Baubranche im Landkreis Neumarkt gibt es kein „Home-Office“.

Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter.

Aber natürlich trifft Corona auch den Bau hart, hieß es von der Gewerkschaft.

Das Abstandhalten macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss. Trotzdem zeigt sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen, sagte Christian Lang von der IG Bau Oberpfalz.


Damit würden die Beschäftigten einen entscheidenden Beitrag zur Stützung der regionalen Wirtschaft leisten. Gemeint seien „die Maurer und Zimmerleute, die Landschaftsgärtner, die Dachdecker und Straßenbauer und vor allem auch die, die für den Nachschub auf dem Bau sorgen: die Beschäftigten der Baustoff-Industrie“. Sie alle hielten nach Meinung der Gewerkschaft einen zentralen Wirtschaftszweig am Laufen. Denn wer auch in der Krise für mehr Wohnraum und funktionierende Straßen sorge, der baue mit seinem Job „ein Stück an der Zukunft“. Damit würden Bauleute einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaftleisten, sagte Lang.

Zugleich appelliert der Gewerkschafter an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. Große Frühstücksrunden im Baucontainer seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt im vollbesetzten Bulli zur Baustelle. Jede Baufirma müsse hier ihren eigenen Pandemie-Plan erstellen.

„Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss unbedingt eingehalten werden – besser ist eine ganze Zollstocklänge: also zwei Meter“. Sollte das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, muss der Chef spätestens dann auch Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen.

All das heiße, dass sich Gewohnheiten ändern müßten. Es dürfe nicht alles „08/15“ weiterlaufen. Viele Handgriffe, viele Sachen, die „schon immer so“ waren, gingen jetzt nicht mehr. Der Schutz der Beschäftigten habe oberste Priorität. Missachte der Chef das, müßten sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen. Dabei helfe die Gewerkschaft, sagte Lang.
29.04.20
Neumarkt: Kein „Home-Office“ für Bauarbeiter

Telefon Redaktion


Telefon Redaktion


neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
19. Jahrgang
Zur Titelseite neumarktonline
ISSN 1614-2853
19. Jahrgang
neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
18. Jahrgang
Akzeptieren

neumarktonline verwendet selbst keine Cookies; allerdings setzen Anzeigenkunden Cookies ein. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren