In „Strohbauweise“ geplant


Bürgermeister Ludwig Eisenreich (l.) und Abt Beda M. Sonnenberg (3.v.l.) an der Baustelle für das „europaweite Referenzprojekt im Bereich klimaschonendes Bauen“
Foto: König
NEUMARKT. Ein neues Mehrzweckgebäude im Kloster Plankstetten soll in Deutschland und Europa ein Vorbild für Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen werden.

Am 11. Juli, dem Hochfest des Heiligen Benedikt, dem Patron Europas und Gründer des Benediktinerordens, wird in der Benediktinerabtei der Grundstein für den Neubau „Haus St. Wunibald“ gefeiert. Es wird in „Strohbauweise“ errichtet.

Zum Festakt sind neben der Staatsministerin Kerstin Schreyer, die Vertreter der Fördergeber und der beteiligten Behörden, die Planer und Baufirmen eingeladen.

Das Hochfest des Heiligen Benedikt wird mit einem Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Klosterkirche begangen. Anschließend wird nach der Begrüßung durch Abt Dr. Beda M. Sonnenberg, der Festansprache und Grußworten der Grundstein im Eingangsbereich des neuen Mehrzweckgebäudes gelegt.


„Die Bauleute und Projektbeteiligten sind in besonderer Weise zu würdigen, da sie – ganz im Sinne unserer Ausrichtung auf den Erhalt der Schöpfung - einen großen Beitrag dazu leisten, dass hier ein Beispiel für klimaschonendes Bauen entsteht, von dem wir hoffen, dass es viele Nachahmer findet“, sagte der Abt.

Beim anschließenden Mittagessen soll es Gelegenheit geben, sich im Gespräch mit den Bauverantwortlichen und Strohbauexperten über das Projekt und die Bauweise zu informieren. Die Vorfertigung der tatsächlichen Wandelemente für das Haus St. Wunibald findet derzeit in einer Zimmerei in Freihausen statt.

Zum Abschluss des offiziellen Teils sind die Gäste eingeladen, sich in den Werkhallen der Zimmerei die Produktion der Wandmodule persönlich anzusehen.

Die Benediktinerabtei Plankstetten ist Partnerin im Projekt „Up Straw“, mit dem die EU das Bauen mit Stroh fördert. Ziel ist es, gerade im öffentlichen Bauwesen die Nutzung dieses nachwachsenden Rohstoffs zu steigern und so die hohen CO2-Emissionen im Baubereich zu verringern. Strohballenbau trage wie kaum eine andere Bauweise dazu bei, das Klima zu schonen, weil Stroh im Wachstum CO2 binde, in der Herstellung kaum Energie benötige und durch hervorragende Wärmedämmung CO2-Emissionen durch reduzierten Heizbedarf vermeidet, hieß es.
05.07.20
Neumarkt: In „Strohbauweise“ geplant

Telefon Redaktion


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