Lockerungen angekündigt


Für Besucher gelten derzeit noch die vergleichweise strengen Besucherregelungen
Foto: Schwindl
NEUMARKT. Das Neumarkter Klinikum wird die grundsätzlich seit Montag geltenden Erleichterungen bei Patienten-Besuchen erst in einigen Tagen umsetzen.

Man hoffe, daß die vergleichsweise strenge Besucher-Regelung bis Mitte oder Ende der Woche erleichtert werden kann, sagte ein Klinikums-Sprecher. Eine erfreuliche Nachricht gab es auch: auf der Intensiv-Station befindet sich kein Corona-Patient mehr.

Die von der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml bei einem Pressetermin in Lauf an der Pegnitz angesprochene Lockerung der Besuchsregelungen konnten im Neumarkter Klinikum kurzfristig noch nicht umgesetzt werden, sagte Klinikum-Sprecher Olver Schwindl auf Fragen von neumarktonline. Man hoffe, bereits in wenigen Tagen Angehörigen und Freunden den Besuch von Patienten wieder zu erleichtern.


Bis dahin gelte aber weiter wie seit Mitte Mai, daß jeder Patient eine feste (mindestens 16 Jahre alte) Person benennen kann, die einmal am Tag zu Besuch kommen darf. Diese Person wird vorab erfasst und in einer Liste aufgeführt. Die Person kann während des Aufenthaltes nicht abgeändert werden. Für sie ist dann ein Besuch einmal pro Tag zwischen 13 und 17 Uhr möglich. Die Besuchsdauer beträgt maximal 30 Minuten pro Tag.

Ministerin Huml wies darauf hin, daß bayernweit auch bei gelockerten Regelungen die Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen und der Mindestabstand von 1,5 Metern nach Möglichkeit durchgängig eingehalten werden soll. "Zusätzlich gelten für Besuche die Regelungen der jeweiligen Einrichtung. Klar ist: Der Schutz der Bewohner und Patienten hat oberste Priorität", sagte Huml.

Im Neumarkter Klinikum werde derzeit daran gearbeitet, das umfangreiches Hygiene-, Schutz-, Personal- und Organisationskonzept mit der Erleichterung der Besuchsregelung abzustimmen.

Nachdem am Freitag und am Wochenende drei Neu-Infektionen - darunter von zwei kleinen Kindern - in Sengental für Beunruhigung in der Bevölkerung sorgten (wir berichteten mehrfach), gab es aus dem Klinikum auch eine erfreuliche Nachricht. Nach dem bundesweiten „DIVI-Intensivregister“ ist die Intensiv-Station des Neumarkter Klinikums zwar gut belegt, allerdings gibt es dort keinen einzigen Corona-Patienten mehr.

"Ich bin mir bewusst, dass das bisherige Besuchsverbot in den Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen sehr belastend für die kranken und pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen war. Wir mussten Wege finden, die dem Infektionsschutz dienen und gleichzeitig Vereinsamung verhindern", sagte Ministerin Huml bei ihrem Pressetermin in Lauf. Durch die Maßnahmen der Staatsregierung konnte das Ausbruchsgeschehen in diesen Einrichtungen deutlich zurückgedrängt werden.
29.06.20
Neumarkt: Lockerungen angekündigt

Telefon Redaktion


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