Gefahr für Rehe


Im Herbst muß man wieder mit Wildunfällen rechnen
Foto:Polizei
NEUMARKT. Der Herbst ist da und damit auch die Gefahr von Wildunfällen: Im Landkreis Neumarkt sind vor allem Rehe die Opfer.

Meist überqueren die Tiere die Fahrbahn in Waldabschnitten und an Feldrändern. Um derartige Unfälle zu vermeiden sind angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren der beste Schutz, heißt es vom ADAC.

Nach Angaben der Jäger gab es alleine in Bayern 2018/19 rund 57.000 Wildunfälle. Während das Zusammentreffen von Autos und Wildtieren für die Menschen meist glimpflicht ausgeht, endet es für die Vierbeiner öft tödlich. Nach Rehen sind Wildschweinen am häufigsten betroffen.

„Bereits eine Geschwindigkeitsreduktion von 100 auf 80 Stundenkilometer verkürzt den Bremsweg um etwa 24 Meter und kann so dazu beitragen, einen Aufprall zu vermeiden,“ sagte Wolfgang Lieberth, der Verkehrsexperte beim ADAC Nordbayern. Die größte Gefahr für einen Wildunfall droht in der Morgen- und Abenddämmerung sowie bei Nacht und Nebel.


Entdeckt man ein Tier am Fahrbahnrand ist es wichtig, abzubremsen, das Fernlicht auszuschalten und gegebenenfalls zu hupen. Zudem gilt: Tiere kommen selten allein und Autofahrer müssen mit Nachzüglern rechnen. „Ist ein Unfall unvermeidlich sollte man nicht versuchen auszuweichen, sondern voll bremsen und die Spur halten. Unkontrolliertes Ausweichen könnte mit einer Kollision gegen einen Baum oder mit dem Gegenverkehr tödlich enden“, sagte Wolfgang Lieberth.

Nach einem Unfall sollte man zunächst die Warnblinkanlage einschalten, eine Warnweste anziehen und die Unfallstelle absichern. Generell gilt: Tote Tiere aufgrund von Infektionsgefahren niemals ohne Handschuhe anfassen, verletzte Tiere gar nicht berühren.

Anschließend muß man die Polizei benachrichtigen und den Standort mitteilen, damit die Beamten den Jäger kontaktieren können. Für die Versicherung sollte man sich eine Wildschadenbescheinigung aushändigen lassen. Der Schaden am Fahrzeug kann anschließend über die Teilkaskoversicherung reguliert werden.

Übrigens: angefahrene Tiere mitzunehmen ist ein absolutes Tabu. Man macht sich so der Wilderei strafbar.
04.10.20
Neumarkt: Gefahr für Rehe
Telefon Redaktion



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