„Digitallabor“ geplant


Jetzt wurde der Vertrag zwischen Stadt und Hochschule unterzeichnet
Foto: Wiesel
NEUMARKT. Die Stadt Neumarkt ging eine weitere Kooperation mit einer Hochschule ein: es soll ein „Digitallabor“ eingerichtet werden.

Oberbürgermeister Thomas Thumann hat mit der Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden Prof. Dr. Andrea Klug einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der den Auf- und Ausbau eines digitalen Innovationslabors in der Stadt Neumarkt vorsieht.

Thumann erinnerte dabei daran, dass der Stadtrat im Mai letzten Jahres „Grünes Licht“ für diese Zusammenarbeit gegeben habe. In Abstimmung mit der OTH Amberg-Weiden sei danach der Kooperationsvertrag vorbereitet und zuletzt im November 2020 vom Stadtrat abgesegnet worden. Nachdem inzwischen auch die Hochschulgremien damit befasst waren, konnten Oberbürgermeister Thumann und Präsidentin Dr. Klug die Vereinbarung nun unterzeichnen.

Vorgesehen ist eine Konzept- und Pilotphase, die zunächst in Interimsräumen stattfinden soll. Nach entsprechenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen soll der künftige Sitz der Einrichtung am Residenzplatz in dem Gebäude sein, das früher den Kinderhort beherbergt hatte.


Mit der Technischen Hochschule Nürnberg besteht schon seit vielen Jahren eine Kooperation, aus der zunächst das Umweltinstitut und danach der Studiengang „Management in der Biobranche“ entstanden sind. Der läuft seit 2016 in Neumarkt, derzeit noch übergangsweise in Räumen beim Haus St. Marien. Bekanntlich errichtet die Stadt Neumarkt am Residenzplatz ein eigenes Hochschulgebäude, in das der Studiengang nach Fertigstellung umziehen soll. Daneben wird dann auch im ehemaligen Kinderhortgebäude das Digitallabor angesiedelt sein.

Das geplante Digitallabor soll eine Kombination aus Lehre und Studium darstellen, bei dem Aspekte der Weiterbildung und die Unterstützung von Existenzgründern eine wichtige Rolle spielen, sagte Dr. Andrea Klug. Ziel sei es, an den Bedarf der Unternehmen und der Wirtschaft angepasst einen Wissens- und Technologietransfer in die Firmen, aber auch Verbände und Behörden hinein zu ermöglichen. Dazu sollen entsprechende Formate in Lehre, Studium und Weiterbildung geschaffen werden, die sich an Studieninteressierte und Studenten genauso wie an Mitarbeiter aus regionalen, kleinen und mittleren Unternehmen wenden und Angebote aus dem weiten Bereich der Digitalisierung bieten sollen.

Man gehe damit „den nächsten Schritt unserer Bemühungen in diesem Bildungssektor“, sagte Oberbürgermeister Thumann. Es sei ein weiterer Baustein, um Neumarkt als Standort wichtiger Hochschuleinrichtungen zu etablieren. Dass das Thema Digitalisierung durch die Corona-Pandemie einen so deutlichen Schub erhalten werde, sei zu Beginn der Gespräche noch nicht absehbar gewesen.

Die Stadt wird sich im Rahmen der Kooperation auch finanziell und durch die Bereitstellung der Räume beteiligen. Die Hochschule bringt ihr Wissenschaftspotential mit ein und sorgt für eine Verstetigung des Angebots.
18.02.21
Neumarkt: „Digitallabor“ geplant
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