Lob vom Innenminister


Bei der Pressekonferenz auf dem Wolfstein: Landtagsabgeordne-
ter Herbert Fischer, CSU-Kreisvorsitzender Albert Füracker, Innen-
minister Dr. Günther Beckstein, Oberbürgermeister Alois Karl, 2.
Bürgermeister Erich Bärtl und ein Pressevertreter.
NEUMARKT. Wenn er nicht gekommen wäre, hätte es ihm keiner verübelt; denn Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein war im oberbayerischen Hochwassergebiet und inspizierte dort mit seinem Kollegen im Bund, Otto Schily, die vom entfesselten Element verursachten Schäden.

Aber er hielt Wort und stieß zwar mit einiger Verspätung, doch erleichtert zu den im Gasthof Sammüller zusammengekommenen Sicherheitskräften aus Neumarkt, Parsberg, Altdorf und sogar aus Nürnberg (der schon legendäre Bodygard Peter Althof, Bewacher der schönen Gsell-Witwe, war auch darunter).

CSU-Kreisvorsitzendem Albert Füracker war es gelungen, einen der wichtigsten Köpfe aus Angela Merkels Kompetenzteam für einen Spätnachmittag zu gewinnen und dem CSU-Kreisvorstand in einer Fragestunde Rede und Antwort zu stehen.


Vorausschauend mal für Berlin geübt:
"MdB" Alois Karl schenkt dem "Bundesmi-
nister des Innern", Dr. Günther Beckstein,
schon mal eine (Tasse Kaffee) ein.
Fotos: Erich Zwick
Dazu hatte eigens auch Oberbürgermeister und Bundestagskandidat Alois Karl seinen Kurzurlaub in Tirol unterbrochen und war nach Hause geeilt. Bei seiner Rückfahrt nach Österreich am Donnerstag kommt er in München mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber zusammen. „Ich habe Alois Karl zunächst nicht verstanden, dass er seinen Posten an der Stadtspitze aufgibt, um sich in gleichberechtigte Partner einzureihen“, wunderte sich Beckstein, der aber gleich nachlegte: „In Berlin gibt es sicherlich manch reizvolle Aufgabe, bei der ein erfahrener und erfolgreicher Kommunalpolitiker gefragt ist.“

„Die Oberpfälzer sind halt brave Menschen“, fuhr der Innenminister fort, wobei er nicht nur das Stadtoberhaupt meinte, sondern die gesamte Bevölkerung. Liegt Bayern ohnehin am Ende der Kriminalitätsstatistik, so stechen die Leute im Landkreis Neumarkt dadurch hervor, dass sie nur halb so viele Straftaten begehen wie woanders im Freistaat. Und wenn sie mal über die Stränge schlagen, dann klärt ihre Polizei zwei Drittel der Straftaten auf, was wiederum eine vortreffliche Quote sei.


Über die aktuelle Lage im oberbayerischen Hochwassergebiet
berichtet Dr. Günther Beckstein dem Team von IN-TV. Links
CSU-Kreisvorsitzender Albert Füracker im Gespräch mit Oberbür-
germeister Alois Karl.
Zur Umorganisation der Polizei zerstreute Beckstein Bedenken, dass Beamte aus dem flachen Land abgezogen werden könnten. Die Neumarkter Inspektion hat gegenwärtig eine Soll-Stärke von 76 Ordnungshütern, von denen allerdings nur 64 verfügbar seien, während die „Ist-Stärke“ bei 72 liegt.

Die Reform beträfe die mittlere Führungsebene: in Zukunft sei das Präsidium in Regensburg nur noch für die Oberpfalz und nicht mehr auch für Niederbayern zuständig. Dadurch würden die Inspektionen vor Ort gestärkt: Diese könnten mehr Beamte hinter den Schreibtischen hervorholen und zum Bürger auf die Straße schicken.

„Wenn man gut ist, darf man sich nicht selbstgefälllig zurücklehnen, sonst verliert man den Vorsprung“, philosophierte der Minister. Das Ziel müsse sein, noch besser zu werden.
Erich Zwick
24.08.05
Neumarkt: Lob vom Innenminister
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