Platz für 45 Suchtpatienten

NEUMARKT. "Der Neubau des Krankenhauses III in Parsberg liegt weiter voll im Plan", berichtete der Geschäftsführer der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz GmbH, Kurt Häupl, bei der Krankenhausausschußsitzung des Bezirks. Nach der Einweihung Ende Oktober beziehen ab Anfang November 2006 die ersten von 45 Suchtpatienten die beiden neuen Stationen in Parsberg.

Der Krankenhausausschuss tagte im neuen Gebäude der Bezirkshauptverwaltung an der Regensburger Ludwig-Thoma-Straße, um sich aus erster Hand über den Jahresabschluss seiner Kliniken und Heime sowie über aktuelle Projekte zu informieren.

Häupl erläuterte die Jahresabschlüsse für die Kliniken und Heime. Demnach erwirtschafteten alle Einrichtungen zusammen einen Überschuss in Höhe von 1,14 Millionen Euro. "Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Bezirkskrankenhaus Wöllershof, das mit 857.000 Euro den höchsten Beitrag zum positiven Betriebsergebnis liefert", betonte Häupl. Dieses sehr gute Ergebnis war nicht vorauszusehen und ergibt sich aus gestiegenen Einnahmen vor allem in der Ambulanz und durch Einsparungen beim Personal.

Das Bezirkskrankenhaus Parsberg schloss mit 21.000 Euro ebenfalls positiv ab.

Im Bezirksklinikum Regensburg waren 484.000 Euro zu verbuchen. Mehrerlöse ergaben sich im wesentlichen durch gestiegene Patientenzahlen in der Forensik und geringere Personalkosten. Allerdings hat der Bezirk Oberpfalz auch für eine deutliche Entlastung bei den Pensions- und Investitionskosten gesorgt.

Bezirkstagspräsident Rupert Schmid und die Fraktionsvorsitzenden von CSU, Petra Dettenhöfer, und SPD, Norbert Hartl, freuten sich über die positiven Ergebnisse und bedankten sich bei Häupl und seinen Mitarbeitern für deren Einsatz. Schmid sagte die notwendigen Investitionsmittel 2007 für Wöllershof zu.

"Im Vergleich zu anderen Bezirkskrankenhäusern stehen unsere Einrichtungen sehr gut da", so Hartl. Allerdings seien die Kassen nicht bereit, gute Leistung entsprechend zu honorieren. "In einer europaweit einmaligen Einrichtung wie unserer Klinik für Neurologische Rehabilitation müssen wir Mindererlöse in Höhe von rund einer Million Euro hinnehmen", rechnete Hartl vor.

Die Mehrerlöse in der Forensik seien zwar erfreulich, aber die Budgetierung der Forensischen Kliniken in Bayern ab 2007 könnte Probleme bringen.

Für das Jahr 2006 erwartet Häupl ein positives Betriebsergebnis für die Kliniken und Heime des Bezirks. Ab 2007 stehen die Zeichen allerdings wieder auf Sturm. "Etwa 1,5 Millionen Euro weniger Einnahmen stehen neue Tarifabschlüsse und die Mehrwertsteuererhöhung gegenüber. Allein durch die neuen Tarife für das ärztliche Personal kommen etwa 1 bis 1,5 Millionen Euro Mehrausgaben auf uns zu", warnte Häupl.
19.07.06
Neumarkt: Platz für 45 Suchtpatienten
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