Weihnachtsgruß des Landrats

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2008 war in Bayern von den Kommunal- und Landtagswahlen geprägt sowie durch die Finanzkrise, die die Wirtschaft und auch die Anleger verunsicherte. Sie ist Auslöser für die einsetzende wirtschaftliche Abwärtsentwicklung.

Neben den menschlichen Schicksalen waren auch wieder einige Naturkatastrophen, wie die Wirbelstürme in Amerika und Kuba und das schwere Erdbeben in China zu beklagen. In sportlicher Hinsicht dürfen die Olympischen Spiele in China nicht unerwähnt bleiben.

Im Landkreis Neumarkt konnte ein langer und erfolgreicher Weg der Erweiterung und Sanierung unseres Klinikums abgeschlossen werden. In 5 Etappen, oder technisch auch Bauabschnitte genannt, sind wir nun nach 13 Jahren Bauzeit am langersehnten Ziel angekommen. Beginnend 1995 mit der Erweiterung konnten wir im Juli 2008 stolz und glücklich in einem rundum sanierten Gebäude den Festakt der Fertigstellung feiern. Ein Jahrzehnt lang wurden die höchsten Investitionen des Landkreises am Klinikum Neumarkt getätigt.

Durch die großzügige Stiftung, die das Ehepaar Leokadia und Johann Donauer getätigt hat, konnte am Klinikum Neumarkt nach 13. Monaten Bauzeit ein Neubau mit über 3.000 Quadratmetern Fläche in Betrieb genommen werden. Elf Betten stehen auf der Neumarkt Palliativstation nun zur Verfügung. Dabei handelt es sich um die Behandlung Schwerstkranker, vor allem von Tumorpatienten, die bereits austherapiert sind, aber eine Linderung ihrer Leiden sowie prophylaktisch eine Vermeidung von krankheitsbedingten Symptomen erhalten sollen. Die Stifter übernahmen hier nicht nur die Baukosten, sondern finanzierten auch die Ausstattung und das medizinische Equipment.

Seit November ist ein ambulantes OP-Zentrum mit zwei Eingriffsräumen und Überwachungseinheit eingerichtet. In das Erdgeschoss des Stiftungsgebäudes ist eine internistisch-onkologische Praxis eingezogen. Das Untergeschoss beherbergt die Tagesklinik für Schmerztherapie sowie die Hebammenpraxis der Beleghebammen. In der Tagesklinik für Schmerztherapie, die im Sommer 2007 in einem Provisorium ihren Betrieb aufnahm, wird Hilfe für chronisch Schmerzkranke (zum Beispiel Kopf-, Nerven- und Rückenschmerzen, Schmerzen des Bewegungsapparates) angeboten, für die eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

neben dem Klinikum standen auch für unsere Schulen große Investitionen an. Hierbei möchte ich nur näher auf das Ostendorfer Gymnasium, die Knabenrealschule, die Maxmilian-Kolbe-Fachoberschule Neumarkt und Staatliche Berufsoberschule und die Erwin-Lesch-Schule eingehen.

Die im Zeitraum 2008 bis 2010 geplante Generalsanierung des Ostendorfer Gymnasiums umfasst im Wesentlichen 19 Klassenzimmer, verschiedene Fachräume, den Verwaltungsbereich, die große Pausenhalle und zwei Einfachsporthallen. Die Baumaßnahme besteht zum größten Teil aus umfangreichen Sanierungsarbeiten, speziell in den Bereichen Wärme- und Brandschutz. Zudem bieten sich auch einige Umbauten und der Einbau eines nicht vorhandenen Personenaufzuges an. Diese Maßnahmen werden zu einer deutlichen Verbesserung der schulischen Verhältnisse führen und können im Rahmen der Generalsanierung auch in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen realisiert werden.

In den großen Ferien wurde mit Hochdruck am Erweiterungsbau der Knabenrealschule gearbeitet. Dieser umfasst die Errichtung weiterer 6 Klassenräume und eines Pausenraumes in Form eines vierstöckigen, teilweise aufgeständerten Neubaus im östlichen Pausenhof der Schule. Einen Schwerpunkt bilden beim Neubau energetische Maßnahmen, insbesondere hohe Außenwand- und Dachdämmerungen und eine Glasfassade mit 3-fach Verglasung. Erweitert wird derzeit auch die Fachoberschule mit Berufsoberschule um 3 Klassenräume.

Dank der umfangreichen finanziellen Unterstützung des Landkreises konnte im vergangenen Jahr an der Erwin-Lesch-Schule erstmals eine Stütz- und Förderklasse eingerichtet werden. In dieser ganztägigen Klasse werden maximal 8 Grundschüler mit gravierenden Schwierigkeiten im Sozialverhalten von zwei eigens hierfür bereitgestellten Lehrkräften und einer Sozialpädagogin des bfz betreut.

Meine geehrten Damen und Herren,

in der Gemeinschaft von Landkreis, Klinikum und Sparkasse Neumarkt mit der Leitung der Georg-Simon-Ohm (GSO) Hochschule Nürnberg sowie dem Vorstand der Bionorica AG ist es gelungen, die Einrichtung eines Studienzentrums am Klinikum Neumarkt zu Wege zu bringen. Hier hat zum Wintersemester 2008/2009 ein innovativer Studienschwerpunkt begonnen, der das Betriebswirtschaftsstudium mit der Gesundheitsökonomie verbindet. Die Lehrveranstaltungen der in die Betriebswirtschaft integrierten Gesundheitsökonomie finden unmittelbar im Zentrum des Geschehens am Klinikum Neumarkt statt und verbinden so Praxis und Theorie in idealer Weise.

Um jungen Menschen der Region eine Hochschulausbildung im Bereich Musik zu bieten und um ihre Bindung an die Region zu erhalten, fördern die Sponsoren die Errichtung eines Studienzentrums in Neumarkt. Die Hochschule für Musik Nürnberg, der Landkreis, die Stadt und die Sponsoren konnten deshalb im Oktober im Kloster St. Josef die Kooperationsvereinbarung unterzeichnen. Neumarkt verfügt mit den beiden Klöstern St. Josef und St. Marien über hervorragende Tagungs- und Übemöglichkeiten.

Meine geehrten Damen und Herren,

wir nehmen unser Ziel und unseren Auftrag eines wirtschaftlich, sparsam und effektiv arbeitenden Dienstleistungszentrums Landratsamt sehr ernst. Die konsumtiven Ausgaben steigen trotz wachsender Aufgaben nur leicht an. Diesen Weg - mehr Service bei gleichzeitig niedrigen Kosten - wollen wir auch 2009 konsequent weitergehen. Das hilft uns, unsere solide finanzielle Grundlage bei gleichzeitig sehr niedriger Kreisumlage zu erhalten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir können also voll Stolz auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Auf eine Zeit, in der wir die Infrastruktur, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in unserem Landkreis wesentlich verbessern konnten. Unser Kreis hat sich zu einer wachstumsstarken und sehr attraktiven Modellregion entwickelt und ist dennoch lebens- und liebenswerte Heimat für uns alle geblieben, ein Landkreis mit Chancen und hoher Lebensqualität.

Für Ihr Engagement und Ihre Mitarbeit an dieser guten Entwicklung sage ich Ihnen allen ein herzliches Vergelt's Gott.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für die bevorstehenden Feiertage wünsche ich Ihnen und Ihren Familien, eine besinnliche, erholsame Zeit und im Neuen Jahr alles Gute, vor allem Gesundheit, Erfolg und viel Glück.

Mit den besten Wünschen

Ihr

Albert Löhner
Landrat
28.12.08
Neumarkt: Weihnachtsgruß des Landrats

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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang
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