EMAS-Zertifikat verliehen


Lammsbräu-Chef Dr. Franz Ehrnsperger (links) und Landrat Albert Löhner übergaben die EMAS-Zertifikate an die Umweltbeauftragte des Klosters, Sieglinde Herrler (4. von links) und an die Bergasthof-Sammüller-Inhaber Katja und Josef Sammüller (2. und 3. von links). Mit den Geehrten freuen sich der Verwaltungsleiter des Klosters St. Josef, Gundekar Fürsich und Oberbürgermeister Thomas Thumann.
Fotos: Erich Zwick

Die "Band" des Klosters umrahmte die Feierstunde im Tagungs-
haus musikalisch.
NEUMARKT. Für ihre Anstrengungen im Umweltmanagement wurden das Tagungshaus und das Alten- und Pflegeheim im Kloster St. Josef sowie der Berggasthof Sammüller mit dem EMAS-Zertifikat der Europäischen Union ausgezeichnet.

EMAS steht für Eco-Management und Audit-Scheme und ist ein auf europäischer Ebene entwickeltes und anerkanntes Verfahren aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung mit dem Ziel des nachhaltigen und umweltbewussten Wirtschaftens. Sowohl die Mitarbeiter des Klosters St. Josef wie auch die des Berggasthofs Sammüller haben mit großem Einsatz den aufwendigen Zertifizierungsprozess gemeistert, hieß es. Kloster und Gasthof sind die ersten Gastronomiebetriebe in Neumarkt, die die Auszeichnung erhalten. Landrat Albert Löhner und Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu – der mit seinem Betrieb selbst EMAS-zertifiziert ist - überreichten die Urkunden im Kloster St. Josef an die geprüften Betriebe.

Ziel der EMAS-Zertifizierung ist es, die Umweltbilanz eines Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Jeder Unternehmensbereich steht auf dem Prüfstand: von der Verwendung der Putzmitteln, über den Einsatz von Schmierstoffen und –ölen bis hin zur Müllvermeidung und Mülltrennung. An EMAS teilnehmende Organisationen geben jährlich eine Umwelterklärung ab, in der sie über ihre direkte oder indirekte Wirkung auf die Umwelt informieren und über ihre Umweltleistungen und Umweltziele berichten. Die Umwelterklärung wird von einem unabhängigen Umweltgutachter, der einer staatlichen Überwachung unterliegt, auf die Richtigkeit hin überprüft. Alle drei Jahre muss das Unternehmen erneut den Zertifizierungsprozess durchlaufen.

Das Kloster St. Josef wie auch der Berggasthof Sammüller haben durch das EMAS-Zertifizierungsverfahren ihre Umweltbilanz nachdrücklich verbessern können. So rechnet die Umweltbeauftragte des Klosters St. Josef, Sieglinde Herrler, damit, dass der Gas- und Stromverbrauch zukünftig deutlich sinken wird. Bei der Müllmenge ist eine Einsparung von mindestens fünf Prozent geplant.

Katja Sammüller, Inhaberin des gleichnamigen Berggasthofes, vermeidet inzwischen Umverpackungen und hat auch den Einsatz von Putzmitteln radikal umgestellt. "Wir verwenden nur noch umweltfreundliche, milde aber wirksame Produkte, bei denen man keine Handschuhe mehr tragen muss". Ihren 24 Mitarbeitern will sie das Umweltbewusstsein konsequent vorleben: "Wir müssen die Einstellung in den Köpfen ändern", ist sie sich sicher. Ein Hotelneubau ist als energiesparendes Passivhaus bereits in der Planung.

Im Kloster St. Josef folgt man mit dem EMAS-Zertifikat dem eigenen Leitbild. "Wir arbeiten umweltbewusst" heißt es in der Selbstverpflichtung. Als Haus im Eigentum der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) bekenne man sich dazu, Gottes Schöpfung bewahren und für nachfolgende Generation erhalten zu wollen, so Verwaltungsleiter Gundekar Fürsich. "Nachhaltiges Wirtschaften steht für uns an erster Stelle", betont er und sieht darin auch für die Mitarbeiter nur Vorteile: "Unsere Angestellten erleben in der täglichen Arbeit, dass Umweltschutz auch Arbeitsschutz ist. Arbeitsabläufe werden strukturiert und verbessert, unsere Mitarbeiter werden sehr genau geschult und wir haben die Sicherheit, alle gesetzlichen Auflagen zu erfüllen."

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel beglückwünschte beide Betriebe in einem Schreiben zur erfolgreichen Zertifizierung.


Beifall für die munteren Musikantinnen zollen Verwaltungsleiter Gundekar Fürsich, der Geschäftsführer der Trägergesellschaft der Niederbronner Schwestern, Dr. Tobias Böcker, Lammsbräu-Chef Dr. Franz Ehrnsperger, Oberbürgermeister Thomas Thumann, Landrat Albert Löhner, der Geistliche der Nachbarkirche Heilig-Kreuz, Pfarrer Josef Albrecht und Josef und Katja Sammüller (von links).
13.01.09
Neumarkt: <i>EMAS</i>-Zertifikat verliehen
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