Eigene Anlaufstelle

NEUMARKT. Dem Landkreis Neumarkt wurde eine Förderung für ein "Koordinationszentrum Bürgerschaftliches Engagement" vom Bayerischen Sozialministerium bewilligt.

Für die Projektlaufzeit von drei Jahren stellt der Freistaat Bayern insgesamt 36.000 Euro zur Verfügung, die in gleicher Höhe vom Landkreis co-finanziert werden.

Seit einigen Jahren sind der Landkreis Neumarkt und die Regina GmbH in sozialen Themen besonders aktiv: Im Jahr 2005 wurde das Seniorenleitbild erarbeitet, das Familiennetz wurde 2006 ins Leben gerufen und in vielen Gemeinden des Land-kreises sind Nachbarschaftshilfen entstanden oder in Gründung.

In Abstimmung mit dem Bürgerhaus hat die Regina GmbH ein Konzept für eine regionale Anlaufstelle entwickelt und sich für die Förderung beworben. In dem vom Sozialministerium durchgeführten Wettbewerb wurden bayernweit insgesamt 18 Landkreise und zwei kreisfreie Städte ausgewählt.

In der Region gibt es viele ehrenamtliche Einrichtungen und noch mehr Ehrenamtliche, die in etlichen Vereinen und Initiativen aktiv sind. Schier unübersichtlich seien die vielen Angebote. Auf der anderen Seite fehle eine Stelle, die die vorhandenen Angebote verknüpft, die ehrenamtliche Initiativen unterstützt und auch den Gemeinden als Ratgeber zur Seite steht. Diese Aufgaben soll nun das Koordinierungszentrum übernehmen.

Auch im Seniorenleitbild das Landkreises Neumarkt, das der Kreistag bereits 2005 einstimmig verabschiedet hat, ist eine solche Stelle vorgesehen. Dabei geht es aber nicht ausschließlich um Senioren, sondern um die dauerhafte Stärkung des Ehrenamtes.

Diese Aufgaben will das Koordinierungszentrumangehen: "Das Koordinationszentrum stellt keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Vereinen, Gruppen oder Initiativen dar, die bereits vielfältig in den ländlichen Gemeinden des Landkreises Neumarkt und auch in der Stadt Neumarkt vorhanden sind," betonen Landrat Albert Löhner und Uwe Krappitz, Geschäftsführer der Regina GmbH, bei der die Stelle angesiedelt sein wird. "Im Gegenteil: Wir wollen bestehende Initiativen unterstützen und das Ehrenamt in der Region gemeinsam stärken. Das kann eine solche Stelle nicht alleine, sondern sie ist auf eine enge Zusammenarbeit mit bestehenden Strukturen angewiesen", so Krappitz weiter.

Das Koordinationszentrum soll vielmehr eine politisch und konfessionell neutrale Schnittstelle für Ehrenamtliche, Fachstellen, Politik und Verwaltung des Landkreises Neumarkt werden.

Für die Besetzung dieser Stelle konnte Karin Larsen-Lion gewonnen werden. Sie ist seit vielen Jahren Markt- und Seniorenbeirätin des Marktes Pyrbaum und hat eine langjährige Erfahrung als Leiterin der Nachbarschaftshilfe Pyrbaum, die im Jahre 2008 als "beste Nachbarschaftliche Initiative Bayerns" vom Bayerischen Rundfunk ausgezeichnet worden war.
29.04.10
Neumarkt: Eigene Anlaufstelle
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