Datenautobahn kommt

NEUMARKT. Der Ausbau des schnellen Breitbandnetzes in Berg wird jetzt angegangen.

Die technische Detailplanung ist nach einem Gespräch zwischen Helmut Kobras von der Deutschen Telekom sowie Bürgermeister Helmut Himmler und Ingenieur Bernhard Birgmeier, dem Leiter der technischen Bauabteilung der Gemeinde Berg, jetzt klar, hieß es.

Um die Breitbandversorgung in Berg nachhaltig zu verbessern, werden zu den vorhandenen sechs Kabelverzweigern Glasfaserkabeln verlegt und mit aktiver T-DSL-Technik erweitert. Von der T-DSL-Technik im Kabelverzweiger werden die Breitbandverbindungen über kurze Kupferleitungen zum Hausanschluss geführt, so dass T-DSL-Verbindungen mit bis zu 16.000 Kbit/s realisierbar sind. Das ganze Gebiet von Berg mit Riebling kann dann mit mindestens 6000 Kbit/s versorgt werden.

In vorhandene Leerrohre müssen 5600 Meter Glasfaserkabel eingezogen werden und zusätzlich in der Rosenbergstraße und Neumarkter Strasse zwischen der Einmündung Schwarzachweg und Raiffeisengebäude 650 Meter Glasfaserkabel im Gehweg neu verlegt werden. Die Bauarbeiten sollen im Juli beginnen und bis Ende des Jahres 2010 bietet die Telekom in Berg leistungsfähige DSL - Verbindungen an.

Mit der "DLS-Glasfaser-Outdoor-Lösung" habe man – so Bürgermeister Helmut Himmler – die Möglichkeit einer zukünftigen Erweiterung mit höheren Bandbreiten von 25 bis 50 Mbit/s. Insofern sei der hohe Kostenzuschuss der Gemeinde für die Zukunft gut investiert und verantwortbar.

Die gesamte Maßnahme in Berg wird einschließlich der umfangreichen Tiefbaumaßnahmen 348.000 Euro kosten, wobei die Telekom eine Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 253.000 Euro – die von der Gemeinde Berg zu finanzieren ist – errechnet. Von der Regierung der Oberpfalz erwartet die Gemeinde einen Zuschuss von 100.000 Euro.

Ende 2008 hatte die Gemeinde bereits ein Angebot der Telekom mit einer Deckungslücke für die Kommune von damals 368.900 Euro und einem staatlichen Zuschuss von lediglich 50.000 Euro.

Himmler hatte das damalige Angebot der Telekom wegen der nicht vertretbaren Deckungslücke abgelehnt und sieht sich jetzt im Nachgang zum erneut durchgeführten Auswahlverfahren 2009 in seinem Vorgehen bestätigt. Für die Gemeinde komme jetzt ein wesentlich besseres wirtschaftliches Ergebnis zustande.
14.05.10
Neumarkt: Datenautobahn kommt
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