100.000 Euro Schaden


An eine Seen-Landschaft erinnerte die Berger Ortsmitte.


Die Feuerwehr hatte während der Überschwemmungen keine
Verschnaufspause.


Gewaltige Überschwemmungen gab es im Raum Berg
NEUMARKT. Die gewaltigen Niederschläge am Sonntagnachmittag haben nach Aussagen von Bürgermeister Helmut Himmler im Bereich Berg, Hausheim, Kadenzhofen sowie im Waller Tal beträchtliche Sachschäden angerichtet.

neumarktonline berichtete bereits am frühen Sonntagabend (Bericht hier)

Bei Regenmengen von rund 90 Liter pro Stunde war die Ortsmitte von Hausheim ein einziger See und in Berg hatte die Feuerwehr mehr als 30 Einsätze zu bewältigen.

Ober- und Unterwall waren durch die aufgelaufenen Wassermassen an der Autobahnunterführung der Gemeindeverbindungsstraße Berg - Unterwall nicht zu erreichen, so dass die Feuerwehr Litzlohe dort im Einsatz war. Dieser Einsatz wurde von der Bevölkerung im Waller Tal dankbar angenommen.

Auch die Feuerwehren aus Neumarkt, Freystadt, Sindlbach, Loderbach, Oberölsbach und Stöckelsberg waren nach Berg gerufen worden, um den Berger und Hausheimer Einsatzkräften zu Hilfe zu kommen und die voll gelaufenen Keller vom Oberflächenwasser und dem mitgeführten Schlamm zu befreien.

In Hausheim wurde am Wehr des Kaltenbachs die Straße unterspült und zerstört. Mit den neu zu erstellenden Durchlässen wird dort mit einem Kostenaufwand von rund 50.000 Euro der größte Schaden zu reparieren sein. Das ergab eine erste Schadenbewertung am Montag durch den Bürgermeister und Bernhard Birgmeier, dem Leiter der technischen Bauabteilung der Gemeinde Berg.

An vielen Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen wurden die Bankette großflächig abgeschwemmt und der auf die Fahrbahnen gespülte Schotter muss vom Bauhof der Gemeinde derzeit und in den kommenden Tagen von den Straßen entfernt werden.

Bis in die späten Abendstunden waren von den Mitarbeitern der Wasserversorgung sowie der Abwasserentsorgung viele Störungen der technischen Systeme zu bearbeiten, um den Betrieb der Ver- und Entsorgungseinrichtungen gewährleisten zu können.

Bürgermeister Himmler geht von einem Schadensvolumen in Höhe von rund 100.000 Euro aus und erklärte, dass der Sonntag "wieder einmal der Tag der Feuerwehren" gewesen sei. Er sprach ihnen für den raschen und engagierten Einsatz großes Lob und Anerkennung aus. Auch die Alarmierung über die neue Leitstelle habe sich bewährt.

Ursache der Schäden sei neben den riesigen Niederschlägen während eines kurzen Zeitraums auch der Umstand gewesen, dass wegen des Dauerregens der vorangegangenen Tage die Böden in den Gärten und der Flur nicht mehr aufnahmefähig gewesen seien und somit die Kanal- und Grabensysteme die Wassermassen nicht mehr gefahrlos ableiten konnten.

Berg sei in den letzten 15 Jahren mit Unwettern ziemlich verschont geblieben und jetzt habe es binnen drei Wochen zwei gewaltige Ereignisse gegeben.

Bei allem Ärger der betroffenen Bürger - so der Bürgermeister - könne man am Montag aber auch feststellen, dass es in Berg "keineswegs eine Katastrophe" gegeben habe, sondern allenfalls beträchtlichen Sachschaden. Dieser könne in den kommenden Wochen Schritt für Schritt bewältigt werden.
09.08.10
Neumarkt: 100.000 Euro Schaden
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