Skulptur aufgestellt


Bürgermeister Himmler und der Künstler vor der Skulptur
NEUMARKT. In Unterölsbach wurde jetzt in Erinnerung an Katharina von Pommern die Skulptur "Ein Haus für Katharina" aufgestellt.

Im Rahmen der Dorferneuerungsmaßnahmen Oberölsbach-Gnadenberg-Unterölsbach mit einem Kostenvolumen von 500 000 Euro wurde in den letzten Monaten in der Mitte von Unterölsbach der "Platz der Katharina von Pommern" gestaltet.

Die Maßnahme ist nahezu abgeschlossen. Im September wird die Bepflanzung des Platzes durchgeführt und das Buswartehaus ist noch zu verkleiden.

Ziel der Planungen war von Anfang an, der Person Katharina von Pommern – ohne die das Birgittenkloster Gnadenberg wohl nie entstanden wäre – ein angemessenes Gedenken mit entsprechender Repräsentanz unweit des Klosterstandorts zu verschaffen. Die historische Bedeutung Katharinas werde bisher weder in Neumarkt noch in Berg adäquat gewürdigt, hieß es.

Die Gemeinde Berg hat im letzten Winter einen Ideenwettbewerb für ein angemessenes Kunstwerk durchgeführt. Ergebnis des Verfahrens war, dass der Entwurf von Joseph Wurmer aus Nürnberg von einem Auswahlgremium im April einstimmig angenommen wurde (wir berichteten). Die Skulptur "Ein Haus für Katharina" beruht auf der Idee, der Klosterstifterin eine "metaphorische Grundsteinlegung" zu widmen, da sie die Ausstellung der Gnadenberger Stiftungsurkunde nur um wenige Wochen überlebte.

Das Objekt aus Cordenstahl mit einer Höhe von 3,60 Meter und einen Umfang von 50 Mal 50 Zentimetern wurde jetzt vom Künstler im Beisein von Bürgermeister Helmut Himmler aufgestellt.. Die Stele ist quadratisch und im oberen Bereich sind die Stahlflächen durchbrochen. Die bereits fertige Informationstafel wird kommende Woche angebracht.

Die um 1390 geborene Katharina von Pommern - Stolp wurde 1407 mit dem jungen Pfalzgraf Johann verheiratet. Im Ehevertrag wurden der Braut Neumarkt und andere Orte als "Leibgeding" zugesagt und sie brachte 40.000 Gulden Mitgift in die Ehe ein. Auf Bitten und Drängen seiner Ehefrau stiftete Johann das Kloster Gnadenberg am sogenannten Eichelberg, was für das kleine Fürstentum Johanns eine gewaltige Aufgabe bedeutete. Im Jahr 1420 genehmigte Papst Martin die Errichtung des Klosters gemäß den Regeln der heiligen Birgitta.

Katharina hatte mit Johann sechs Kinder, von denen aber nur der 1416 in Neumarkt geborene Christoph das Erwachsenenalter erreichte. Die Pfalzgräfin starb am 12. März 1426 und wurde im Kloster Gnadenberg beigesetzt, während ihr Ehemann Johann in Neunburg seine letzte Ruhe finden wollte.

Nach dem Birgittenplatz in Gnadenberg will die Gemeinde Berg mit dem "Platz der Katharina von Pommern" in Unterölsbach die lokale Geschichte markant präsentieren. Naherholung suchende Bürger und Kultur- sowie Kunsttouristen finden dann mit der historischen Klosterruine, dem Birgittenplatz, dem Museum Klostermühle, dem Industriedenkmal Ludwigskanal, dem Kunstprojekt "Kunst am Kanal", den Kirchen in Gnadenberg und Unterölsbach sowie dem neuen Katharinenplatz in der Altgemeinde Oberölsbach im Überlappungsbereich Oberpfalz-Mittelfranken lohnende Ziele, hieß es.

Der Platz der Katharina von Pommern wird am Sonntag, 10. Oktober, um 14 Uhr gesegnet und vom Bürgermeister offiziell seiner Bestimmung übergeben. Zugleich findet am 9. und 10. Oktober im Museum Klostermühle eine Ausstellung von Objekten Wurmers statt. Dabei werden zwei Kunstwerke zu Gunsten des Vereins "Kunst am Kanal" versteigert. Die Ausstellung wird am 9. Oktober um 18 Uhr eröffnet.
11.08.10
Neumarkt: Skulptur aufgestellt

Telefon Redaktion


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