"Neue Mitte" gesegnet


Der "Platz der Katharina von Pommern" wurde in Unterölsbach eröffnet und gesegnet

NEUMARKT. Mit einem Festakt in der Mitte des Gemeindeteils Unterölsbach wurde am Sonntagnachmittag die Dorferneuerung Gnadenberg-Unterölsbach- Oberölsbach abgeschlossen. Zugleich segnete Pfarrer Johann Reicherzer die "neue Mitte" von Unterölsbach.

Viele Bürger und geladene Gäste waren in das Schwarzachdorf gekommen, um an der Zeremonie teilzunehmen, die von den Schwarzachtaler Sängern und den Mittelalterfreunden aus Neumarkt mitsamt Darstellern der Katharina und Pfalzgraf Johann in historischer Kluft umrahmt wurde. Gemeinderätin Anita Vogel moderierte die Feier..

Im Rahmen der Dorferneuerungsmaßnahmen Oberölsbach-Gnadenberg-Unterölsbach - so Bürgermeister Helmut Himmler in seinen Erläuterungen - sei mit einem Kostenvolumen von 500.000 Euro in den letzten Monaten in der Mitte von Unterölsbach der "Platz der Katharina von Pommern" gestaltet worden und in den letzten Jahren habe die Gemeinde Berg einige Millionen in die Modernisierung der technischen Infrastruktur von Unterölsbach investiert. "Dadurch bleiben die Dörfer für die einheimische Bevölkerung und auch für potentielle Neubürger ein attraktiver Ort des Lebens, an dem man sich gut aufgehoben fühlt", so Himmler.

Die Maßnahme sei nahezu abgeschlossen. Im November werde die Bepflanzung des Platzes durchgeführt.

Ziel der Planungen sei von Anfang an gewesen, der Person Katharina von Pommern – ohne die das Birgittenkloster Gnadenberg wohl nie entstanden wäre – ein angemessenes Gedenken mit entsprechender Repräsentanz unweit des Klosterstandorts zu verschaffen.

Die Gemeinde Berg hat im letzten Winter einen Ideenwettbewerb für ein angemessenes Kunstwerk durchgeführt. Ergebnis des Verfahrens war, dass der Entwurf von Joseph Wurmer aus Nürnberg von einem Auswahlgremium im April einstimmig angenommen wurde . Die Skulptur "Ein Haus für Katharina" beruht auf der Idee, der Klosterstifterin eine "metaphorische Grundsteinlegung" zu widmen, da sie die Ausstellung der Gnadenberger Stiftungsurkunde nur um wenige Wochen überlebte.

Das Objekt aus Cordenstahl mit einer Höhe von 3,60 Metern und einen Umfang von 50 Mal 50 Zentimetern wurde den Besuchern vom Künstler Joseph Wurmer erläutert.

Die um 1390 geborene Katharina von Pommern-Stolp wurde 1407 mit dem jungen Pfalzgraf Johann verheiratet. Im Ehevertrag wurden der Braut Neumarkt und andere Orte als "Leibgeding" zugesagt und sie brachte 40.000 Gulden Mitgift in die Ehe ein. Auf Bitten und Drängen seiner Ehefrau stiftete Johann das Kloster Gnadenberg am sogenannten Eichelberg, was für das kleine Fürstentum Johanns eine gewaltige Aufgabe bedeutete. Im Jahr 1420 genehmigte Papst Martin die Errichtung des Klosters gemäß den Regeln der heiligen Birgitta.

Katharina hatte mit Johann sechs Kinder, von denen aber nur der 1416 in Neumarkt geborene Christoph das Erwachsenenalter erreichte. Die Pfalzgräfin starb am 12. März 1426 und wurde im Kloster Gnadenberg beigesetzt, während ihr Ehemann Johann in Neunburg seine letzte Ruhe finden wollte.

Präsident Thomas Gollwitzer vom Amt für ländliche Entwicklung in Regensburg und der Stellvertreter des Landrats, Bürgermeister Willibald Gailler aus Freystadt, beglückwünschten die Gemeinde Berg und die von der Dorferneuerung begünstigten Orte zu den gelungenen Baumaßnahmen, durch welche die Dörfer erheblich an Lebensqualität gewonnen hätten. Das Amt für ländliche Entwicklung fördert die Dorferneuerung mit 250.000 Euro.
10.10.10
Neumarkt: "Neue Mitte" gesegnet

Telefon Redaktion


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