"Grünes Licht" für Klinikum


Die Erweiterungsbaukörper von Norden aus gesehen.


Der Lageplan wurde am Mittwoch vorgestellt
NEUMARKT. Die Bayerische Staatsregierung hat die Aufnahme des 6. Bauabschnittes am Neumarkter Klinikum in das Jahreskrankenhaus-Bauprogramm des Freistaates Bayern beschlossen. Damit ist diese Großinvestition mit über 20 Million finanziell abgesichert. neumarktonline berichtete schon am Morgen mit einer Kurz-Meldung.

Der 6. Bauabschnitt umfasst zwei neue Baukörper. In Richtung Holzheim wird in einem zweigeschossigen Anbau an die Notaufnahme eine Aufnahmestation mit 16 Betten platziert. Später wird diese Station eine Organisationseinheit mit der Notaufnahme bilden und für eine strukturierte Verlegung der stationären Patienten auf die Normalpflegestationen sorgen. Im Untergeschoss dieses Baukörpers werden die EDV-Abteilung und der Technische Dienst untergebracht.

Der zweite Baukörper geht von dem im Jahr 2000 in Betrieb genommenen Kopfbau im Norden Richtung Kanal. Der Wirtschaftshof wird bis über die bestehende Heizzentrale überspannt. Ein "Standfuss" im Wirtschaftshof sorgt für die notwendige statische Versteifung.

Im 1. Obergeschoss wird eine neue Intensivstation mit 22 Betten und die Etablierung einer Intermediate-Care-Station (IMC) mit 20 Betten umgesetzt. Eine IMC ist ein Bindeglied zwischen der Intensiv- und Normalpflege. Die IMC ist für Patienten konzipiert, deren Erkrankung einen hohen Überwachungs- und Betreuungsaufwand verursacht, die jedoch nicht im eigentlichen Sinne intensivpflichtig sind, beispielsweise keine künstliche Beatmung benötigen.

Mit Inbetriebnahme wird die Intensivstation den weiter westlich gelegenen neuen Baukörper beziehen und die IMC im Wesentlichen im Bestand der jetzigen Intensivstation untergebracht. Lichthöfe zwischen dem Gebäudebestand und dem Neubau schaffen zusätzliche belichtete Räume.

Nicht auf die gesamte Länge wie im 1. OG werden in den Etagen 2, 3 und 4 die A-Stationen erweitert und direkt an den Bestand angeschlossen. Hier werden verschiedene Büro-, Funktions- und Untersuchungsräume untergebracht, deren Bedarf sich in den letzten Jahren durch die Ausweitung des medizinischen Leistungsspektrums ergeben hat.

Nach Inbetriebnahme der beiden Baukörper kann der Abbruch des Altbaus von 1837 erfolgen. Das Konzept sieht eine Verlagerung der Liegendkrankenzufahrt von der Ost- auf die Westseite der Notaufnahme vor. Nach dem späteren Abbruch ist dann eine direkte Zufahrt für die Rettungsfahrzeuge von der Nürnberger Straße aus möglich, ein deutlicher Zeitgewinn und Entlastung des Wohngebiets im Norden, hieß es.

Landrat Albert Löhner und Vorstand Peter Weymayr zeigten sich begeistert über die frohe Kunde aus München: "Der 6. Bauabschnitt wird für eine deutliche Qualitätsverbesserung in der stationären Gesundheitsversorgung sorgen und die bereits bestehenden räumlichen Kapazitätsengpässe wesentlich lindern". Sie dankten den Verantwortlichen in den zuständigen Behörden sowie den Mitgliedern im Krankenhausplanungsausschuss, nicht zuletzt auch MdL Albert Füracker.

Bis es soweit ist, wird allerdings noch viel Zeit vergehen. Es sind jetzt noch zwei weitere Genehmigungsschritte (Fachliche Billigung durch die Regierung der Oberpfalz und Baugenehmigung durch die Stadt Neumarkt) notwendig, bis mit dem Bau begonnen werden darf. Geplant ist ein Baubeginn im Frühjahr 2013. Hier sind zunächst vorbereitende Maßnahmen notwendig, um das zukünftige Baufeld frei zu bekommen.

Der zweigeschossige Anbau Richtung Holzheim beginnt im Herbst 2013, die Erweiterung Richtung Westen im Sommer 2014. Abgeschlossen wird die Maßnahme voraussichtlich im Sommer 2016. Die Gesamtkosten belaufen sich auf deutlich über 20 Millionen Euro. Im Jahreskrankenhausbauprogramm ist eine Summe von 21,5 Millionen Euro eingeplant, die endgültige Summe wird jedoch erst mit der Fachlichen Billigung festgelegt.
25.07.12
Neumarkt: "Grünes Licht" für Klinikum
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