"Windige Zeiten" gewünscht


Bei einem "Tag der offenen Tür" konnten sich alle Interessierte umschauen

NEUMARKT. Der neue "Windpark Bischberg" wurde offiziell eröffnet und mit einem "Tag der offenen Tür" der Öffentlichkeit vorgestellt.

Vor einem Jahr begannen die Bauarbeiten an den Kraftwerken auf den Bischberger Höhen in der Gemeinde Berg, vor einem halben Jahr gingen die Anlagen in Betrieb.

Pfarrer Johann Reicherzer erteilte den kirchlichen Segen und stellvertretender Landrat Willi Gailler wünschte den Eigentümern – Georg Krumpholz aus Berg, Richard Sachs aus Freystadt sowie der Firma Bögl - stets "windige Zeiten" beim Betrieb der Windkraftanlagen.

Geschäftsführer Georg Krumpholz, der die Kosten des Windparks mit 18 Millionen Euro bezifferte, würdigte die Bauausführung mitsamt den in Bischberg erprobten Innovationen. Mit 9 MW installierter Leistung könne in Bischberg eine Leistung von 24 Millionen kWh umweltfreundlichem Strom erzeugt werden. Das sei der Verbrauch von 6200 Haushalten während eines Jahres. Der Windpark habe bereits in den ersten sechs Monaten den Strom produziert, der zur Herstellung der Anlagen mit allen technischen Komponenten erforderlich gewesen sei.

Nach den Worten von Georg Krumpholz entlasten die "grünen Kraftwerke" bei Bischberg die Umwelt durch Einsparung von 27.000 Tonnen Braunkohle oder 108 Kilo hochradioaktivem Atommüll.

Bürgermeister Helmut Himmler plädierte für den weiteren, konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien, bei dem man im Landkreis Neumarkt sehr gut liege. Bei jeder Windkraftanlage, jeder großen PV-Anlage oder den Biogasanlagen müsse man immer wieder den weitgehenden Konsens mit den Bürgern in den Dörfern herstellen. Himmler würdigte auch das "wichtige Engagement" der "Bürgeriniative Gegenwind", denn die BI habe durchaus gute und bedenkenswerte Argumente, die im Entscheidungsprozess abzuwägen seien. In Bischberg sei eine weitere und damit letzte WKA genehmigt, die auch zeitnah gebaut werden sollte.

Ingenieur Guido Menzel erläuterte den Aufbau der Türme sowie verschiedene technische Daten. Die Firma Bögl habe – so Menzl - beim Wegebau nach Abschluss der Bauarbeiten mit finanzieller Beteiligung der Gemeinde Berg und ausgezeichneter Kooperation mit der Kommune die Wege vorbildlich ausgebaut und dabei mehr getan, als sie eigentlich hätte tun müssen. Auch habe man während der Bauphase versucht, die Belastungen für die Bürger in Bischberg möglichst gering zu halten.

Viele Besucher nutzten während des Tages die Möglichkeit, mit dem Aufzug im Turm der Anlage hochzufahren und wurden mit einem weiten Blick in die herbstliche Landschaft belohnt.
21.10.12
Neumarkt: "Windige Zeiten" gewünscht
Telefon Redaktion


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