Keine Kürzungen

NEUMARKT. 2013 soll es im Kulturetat des Bezirks Oberpfalz keine Kürzungen geben. Über 1,1 Millionen Euro wird der Bezirk allein für die Sanierung denkmalgeschützter Maßnahmen in der Oberpfalz bereitstellen.

Dies empfahl am Donnerstag der Kulturausschuss unter Vorsitz von Bezirkstagspräsident Franz Löffler dem Bezirkstag der Oberpfalz, der am 13. Dezember den Haushalt 2013 abschließend beraten und entscheiden wird. Die größten Ausgabeposten der Denkmalpflege sind nach wie vor die Sanierung der Steinernen Brücke in Regensburg sowie die Sanierungen der Benediktinerabtei Plankstetten und der Praemonstratenserabtei Speinshart.

Eigener Denkmalpreis

NEUMARKT. Der Bezirk Oberpfalz vergibt ab 2013 alljährlich einen eigenen Denkmalpreis und will damit herausragendes Engagement bei der Bewahrung alter Oberpfälzer Bausubstanz auszeichnen.

Diesen Grundsatzbeschluss fasste der Kulturausschuss des Bezirkstags der Oberpfalz am Donnerstag unter Vorsitz von Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Ausgangspunkt für einen eigenen Denkmalpreis war die Vielzahl gut sanierter Gebäude in der Region, die bisher nur mit der Verleihung des Kulturpreises in der Kategorie Denkmalpflege gewürdigt werden konnten.

"Bei der Vergabe des Kulturpreises blieben viele preiswürdige Maßnahmen unberücksichtigt. Mit einem eigenen Preis wollen wir das denkmalpflegerische Wirken vieler Menschen entsprechend anerkennen", so Löffler. Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl geht nun an die Ausgestaltung der genauen Formalitäten des neuen Denkmalpreises.

Daneben legten die Bezirksräte bereits die Kategorien des Kulturpreises 2013 fest. Diese gelten der Bildhauerei, der Literatur und der Orchestermusik. Kulturelle Projekte und Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen werden auch im nächsten Jahr mit dem Jugend-Kulturförderpreis des Bezirks Oberpfalz prämiert. Die Ausschreibung für den Kultur- und den Jugend-Kulturförderpreis erfolgt Anfang nächsten Jahres.
Auch die Jugendförderung wird beim Bezirk Oberpfalz groß geschrieben: Rund 400.000 Euro sollen der Bezirksjugendring Oberpfalz und die Jugendbildungsstätte Waldmünchen für ihre Aufgaben in der Jugendarbeit erhalten. Mit 116.500 Euro fördert der Bezirk außerdem den Sport in der Oberpfalz.

Wie stark der Bezirk das kulturelle Leben in der Oberpfalz unterstützt, sollen die zahlreichen Zuschüsse zeigen, die die Bezirksräte bereits für das nächste Jahr bewilligten. Rund 58.000 Euro fließen in die Region. Darunter sind die Jahreszuschüsse für das Schullandheimwerk Niederbayern-Oberpfalz (5.000 Euro), für den Bayerischen Landesverein für Heimatpflege (1.500 Euro), für den Nordbayerischen Musikbund (10.000 Euro), für den Verband für Orts- und Flurnamenforschung in Bayern (1.500 Euro) sowie für den Nordbayerischen Musikbund (10.000 Euro).

Für die Zusammenarbeit zwischen Nordbayerischem Musikbund und der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz in Sulzbach-Rosenberg stellen die Bezirksräte wie in den Vorjahren maximal 25.000 Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld werden Fortbildungsveranstaltungen für jugendliche und erwachsene Musiker aus der gesamten Oberpfalz, wie Leistungsabzeichen, Bläserwochen oder spezielle Workshops, finanziert.

Ferner erhalten die Regionalausschüsse Oberpfalz Mitte/Nord und Oberpfalz Süd für den nächstjährigen "Jugend musiziert"-Wettbewerb 300 beziehungsweise 400 Euro. 2.500 Euro sind für das Mädchenmusikprojekt OHURA der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen vorgesehen, und das Landes-Jugendjazzorchester kann mit einem Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro rechnen.

Ebenfalls unterstützt wird das Regensburger Figurentheater im Stadtpark mit einem Betriebskostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Und ab 2013 erhält der Bayerische Jugendring jährlich 1.000 Euro für das Bayerische Jugendfilmfestival "JuFinale".

Noch in diesem Jahr werden das "Theater auf Zeit" des Jungen Landestheaters Bayern im ehemaligen Kino "Cinema" in Roding mit 3500 Euro bezuschusst, Dr. Ludmila Kvapilová bekommt 530 Euro für die Herausgabe der Publikation "Die Steinskulptur um 1400 in der Oberpfalz", Johannes Sander erhält 800 Euro für die Publikation "Kirchenbau im Umbruch. Sakralarchitektur in Bayern unter Max I. Joseph und Ludwig I." und Dr. German Penzholz erhält 500 Euro für die Dissertation "Die bayerischen Landräte im Dritten Reich".

Im Rahmen der Festspielförderung gehen 1250 Euro an den Verein "Ring der Eisenzeit" in Bodenwöhr für die Aufführung des Stückes "Eisenzeit" und 1.500 Euro an den Theater- und Festspielverein Nittenau für "Die Geisterwanderung".
29.11.12
Neumarkt: Keine Kürzungen
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