Neumarkter Arbeitsplätze sichern


Die vielen Besucher aus Neumarkt nahmen auf den Plätzen der Business-Lounge Platz und testeten
den Ausblick auf das Spielfeld.

NEUMARKT. Auf sehr großes Interesse stieß eine Informationsfahrt im Rahmen der „Politischen Wochen“ der Neumarkter CSU nach München. Dort wurden Baumaßnahmen der Firma Max Bögl besucht.

CSU-Stadtverbandesvorsitzender Helmut Jawurek hatte in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung von Max Bögl drei interessante Projekte ausgewählt: die fertig gestellte Allianz-Arena, die

Am Spielereingang in den Katakomben der neuen Allianz-Are-
na versammelten sich die Neumarkter Stadträte Karl Hofbauer,
Gisela Burger und Helmut Jawurek, die Max-Bögl-Mitarbeiter
Josef Iberl und Manfred Zäuner sowie Stadtrat Ludwig Segerer.
Lärmschutzmaßnahmen an der A9 Zwischen Fröttmaning und Schwabing sowie die Tunnelbohrungen für die U-Bahn unter dem Rathaus am Marienplatz.

Helmut Jawurek, der als Abteilungsleiter beim Bayerischen Bauindustrieverband die Firma Max Bögl beim Auslandgeschäft unterstützt, berichtete, dass bei der Vergabe des neuen Fußballstadions die Firma Max Bögl mit ihrem Architekturentwurf nicht den Zuschlag erhalten, im Wettbewerb aber den beachtlichen zweiten Platz erreicht hatte.

„Es war eine Entscheidung zwischen zwei Entwürfen: die so genannten Dornenkorne von Max Bögl und dem Reifenschlauch von Alpine Bau. Die Verantwortlichen der beiden Münchener Fußballclubs und die Fanclubs haben sich letztlich für die verschieden beleuchtbare Konzeption der Schweizer Architekten Herzog und de Meuron entschieden“, so Jawurek.

Dennoch erhielt die Firma Bögl den Auftrag, die gesamte aufwendige Stahlkonstruktion für das Dach zu

Die Neumarkter CSU live dabei: Tunnelvortrieb durch Max Bögl
mit anschließender Ausschalung direkt unter dem Münchner
Rathaus.
erstellen. Rund 22.000 Tonnen Stahl wurden im Stadion verbaut. Zahlreiche Betonfertigteile für die Tribünen wurden von der Firma Klebl erstellt. Projektleiter Manfred Zäuner erläuterte die besonderen technischen und logistischen Herausforderungen die riesigen Stahlkonstruktionen mit übergroßem Spezialgerät während und nach der Fertigstellung des Rohbaus zu errichten.

Ein Besuch in den VIP-Berichen, den Business-Lounges und in den Umkleidekabinen des FC Bayern zeigte den Besuchern aus Neumarkt Eindrucksvolles vom Inneren des neuen Stadions.

Der Ausbau der Autobahn von den Ausfahrten Fröttmaning bis Frankfurter Ring um weitere Fahrspuren macht dort auch umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Da hochgeschoßige Wohn- und Gewerbebebauung von Lärm schützt werden soll, müssen große gewölbte Lämschutzwände errichtet werden. Max Bögl will dieses umfangreiche Projekt bis November 2005 fertig stellen. Auch an diesem Projekt hängen viele Arbeitsplätze in Neumarkt.

Als ausführende Firma für den Rohrbau errichtet Max Bögl unter dem Münchner Rathaus zwei Entlastungstunnel als Bahnsteigerweiterung am U-Bahnhof Marienplatz. Dadurch werden die Bahnsteige auf die doppelte Fläche vergrößert und die Fahrgastströme entflechtet.

Ab Herbst 2005 werden bis zu 32 400 Menschen pro Stunde diese U-Bahnstation nutzen. Projektleiter Gunnar Wolf berichtete von den Herausforderungen der Bahnsteigerweiterung und des Tunnelvortriebs während des laufenden U-Bahnbetriebes.

Die Arbeiten direkt unter dem Rathaus zählen zu den aufwendigsten in der Geschichte des Münchner U-Bahn-Baus. Damit das Rathaus beim Tunnelvortrieb nicht absackt wurde das Rathaus von unten künstlich vereist. So konnte sichergestellt werden, dass der Tunnelbau das Rathaus nicht beschädigt. Die Arbeiten sollen bis zur Fußball WM 2006 abgeschlossen sein, damit der zusätzliche Besucheransturm mit Öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt werden kann.

Tief beeindruckt von den hohen technischen Bauleistungen aus Neumarkt machte sich die Delegation der CSU auf den Rückweg nach Neumarkt. Mit hoher Ingenieur- und Handwerkskunst der heimischen Bauwirtschaft und durch große und sehr anspruchsvolle Aufträge auch in der Landeshauptstadt würden viele Arbeitsplätze in Neumarkt gesichert , hieß es.
19.07.05
Neumarkt: Neumarkter Arbeitsplätze sichern
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