Spätberufene geweiht


Markus Müller wurde zum Priester geweiht
Foto:pde
NEUMARKT. Bischof Gregor Maria Hanke hat den in Velburg sein Praktikum ableistenden Markus Müller aus Mörnsheim zusammen mit zwei anderen Spätberufenen zum Priester geweiht.

Nachprimiz ist am 28. April um 10 Uhr am Kirchenvorplatz in Velburg.

"Einheit wächst aus leeren Händen, die im Dienst der größeren Liebe des Herrn stehen", sagte der Bischof in seiner Predigt bei dem Weihegottesdienst im Eichstätter Dom. Sichtbar werde dies in der Haltung der Besitzlosigkeit, der Ehelosigkeit und Machtlosigkeit. Damit viel von Christus und wenig vom eigenen Ego und von Abhängigkeiten anderen gegenüber wirksam wird, brauche es das "Apostolat der leeren Hände".

Gefordert sei im priesterlichen Dienst auch die Haltung des Gehorsams - "bei der Verkündigung, die nicht eigenen Anliegen und Thesen, sondern dem Auftrag und Geist der Kirche zu dienen hat", bei der würdigen Feier der Liturgie, in der Ernsthaftigkeit des geistlichen Lebens. Ungehorsam oder Aufruf zum Ungehorsam in der Kirche hieße die Antwort auf die Frage des Herrn zu verweigern: Liebst du mich mehr als diese.

Alle drei Neupriester sind Spätberufene, die erst über eine anderen Beruf zum priesterlichen Dienst gefunden haben, stellte Bischof Hanke in seiner Predigt fest. Jeder habe seinen ganz eigenen Weg zum Priestertum aufzuweisen. Dies spiegle auch die Situation in den Ortskirchen mit einer großen Bandbreite spiritueller Ausrichtung wider. Dabei die Einheit zu wahren könne nicht bedeuten, den kleinsten gemeinsamen Nenner oder die Haltung der Mehrheit als Maßstab zu nehmen: "Vielfalt kann zum Reichtum füreinander werden, wenn sie um Christus zentriert ist".

Aus der Begegnung mit dem auferstandenen Christus sein Leben zu gestalten heiße auch, ihn immer wieder neu ihn in der Liturgie, im Mitmenschen, im Alltag zu suchen und zu entdecken. Dabei empfehle sich auch der Blick auf den schlichten Glauben des Volkes Gottes und die Wertschätzung der Volksfrömmigkeit. An alle Gläubigen appellierte der Bischof: "Einheit braucht die Liebe aus der Begegnung mit Christus. Gehen wir den Weg der Begegnung mit dem Auferstandenen Tag für Tag".

Bei dem Pontifikalgottesdienst am Samstag im Eichstätter Dom empfingen neben Markus Müller (Heimatpfarrei St. Anna, Mörnsheim) auch Karsten Junk (Heimatpfarrei St. Michael, Tübingen), Florian Leppert (Heimatpfarrei St. Hedwig, Bayreuth) das Weihesakrament.
pde
20.04.13
Neumarkt: Spätberufene geweiht
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