Minister drückte Startknopf


Am Montag wurde der Startknopf gedrückt (v.l.): Prof. Hofbeck, OB Thomas Thumann, Minister Dr. Marcel Huber, MdL Albert Füracker und Bürgermeisterin Ruth Dorner

NEUMARKT. 700.000 Kilowattstunden Strom hat die Anlage schon geliefert - jetzt wurde die Photovoltaik-Anlage an der Bahnlinie bei Pölling eingeweiht. Umweltminister Dr. Marcel Huber war dazu am Montag-Vormittag persönlich nach Neumarkt gekommen.

Im Jahr 2012 hat die Stadt Neumarkt entlang der Bahnlinie Nürnberg-Regensburg am vorhandenen Lärmschutzwall zum Baugebiet Pölling-Bühl II auf einer etwa 750 langen Strecke die Photovoltaikanlage für rund 4,2 Millionen Euro errichtet. Dieses Projekt ist in seiner Art deutschlandweit einzigartig und erfüllt als Lärmschutz und Solarfläche eine Doppelfunktion, hieß es.

Die Stadt Neumarkt gehe seit Jahren bereits den Weg, "sich verstärkt nachhaltig auszurichten und aufzustellen", sagte Oberbürgermeister bei der Einweihungsfeier. Klimaschutz und Energieeinsparung seien in Neumarkt zu wichtigen Inhalten der Kommunalpolitik geworden.

Thumann erinnerte an das Stadtleitbild oder an die Einrichtung eines Amtes für Nachhaltigkeitsförderung. Aber auch zahlreiche und vielfältige Projekte seien umgesetzt worden.

Der Oberbürgermeister nannte die Nutzung des gereinigten Abwasser der Kläranlage in der Stadtgärtnerei, die große PV-Anlage auf dem Bauhof, die Errichtung des neuen Verwaltungsgebäudes für die Stadtwerke als Netto-Plus-Gebäude, die Gebäudeleittechnik für städtische Liegenschaften oder die Förderung der Elektromobilität: immerhin wurden zwei Stromzapfsäulen in der Stadt installiert haben, die kostenlos genutzt werden können, und die Stadt hat drei Elektromobile angeschafft - von denen er selber eines als Dienstfahrzeug benutze.

Natürlich wies der Oberbürgermeister vor dem Umweltminister auch darauf hin, daß die Stadt für ihr Umwelt-Engangement bereits auf verschiedenen Ebenen gewürdigt und vielfach ausgezeichnet wurde, so unter anderem als Erste Fair-Trade-Stadt Bayerns, als Kommune des Jahres 2010 von der Oskar-Patzelt-Stiftung, bereits zum vierten Mal als „Stadt der Weltdekade“. Dazu sei man in das Modellprojekt „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ als eine von 19 Kommunen in Deutschland aufgenommen worden und habe im letzten Jahr den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten.

Die am Montag offiziell eingeweihte PV-Anlage stehe "als Leuchtturmprojekte in einer Reihe zahlloser Maßnahmen, um Nachhaltigkeit und Klimaschutz voranzutreiben".

Mit dem, was die Anlage entlang der Bahnlinie liefert, können rund 300 Vierpersonenhaushalte ein Jahr mit Strom versorgt werden – "übrigens ist dies die Menge, die das hinter der Wall liegende gesamte Baugebiet Pölling in einem Jahr benötigt", sagte Thumann dem Besucher.

Eklat unter den Augen des Ministers

Für einen kleinen Eklat sorgte in seiner Rede Professor Dr.Klaus Hofbeck von der planenden Firma: er mahnte an, daß man für das Projekt noch kein Geld gesehen habe.

Wie Oberbürgermeister Thomas Thumann später auf Nachfrage mitteilte, gebe es derzeit noch unterschiedliche Ansichten über die Höhe des Honorars. Hier sei auch das kommunalePrüfungsverband eingeschaltet.


Strom vom Bahndamm: die PV-Anlage in Pölling wurde eingeweiht
Foto:Archiv
29.04.13
Neumarkt: Minister drückte Startknopf
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