"Mitunter Konflikte"


Die SPD will weiteren Ausbau der regenerativen Energien im
Landkreis - hier der Windpark Bischberg
NEUMARKT. Auch wenn der Weg schwierig und mitunter auch konflikthaltig ist - die SPD-Kreistagsfraktion hat sich bei ihrer letzten Sitzung klar für den weiteren stetigen Ausbau der erneuerbaren Energien ausgesprochen.

Es dürfe keine Rückkehr zur "unverantwortlichen Atomwirtschaft" geben, hieß es. Die Interessenvertreter der Atomindustrie stünden angesichts der Probleme bei der sogenannten Energiewende längst wieder in den Startlöchern.

Erwin Jung, Josef Mayer und Carolin Braun berichteten vom weitgehenden Konsens in ihren kommunalen Gremien, während Barbara Schierl und Erna Späth auf die Beeinträchtigungen für die Bürger in unmittelbarer Nähe der Anlagen hinwiesen. Bürgermeister Helmut Himmler sprach davon, dass in Berg die Akzeptanz für die neue Generation der 200 Meter hohen Anlagen nicht mehr hinreichend gegeben und die kritische Arbeit der Bürgerinitiativen gegen den massiven Ausbau der Windkraft durchaus wichtig sei.

Nach Aussagen von Himmler beinhaltet das Energiekonzept "Energie innovativ" der Bayerischen Staatsregierung das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von derzeit 22 Prozent in Bayern bis zum Jahr 2021 auf rund 50 Prozent auszuweiten. Demgegenüber liege der Anteil des EEG-Stroms im Landkreis Neumarkt bereits bei 51 Prozent und jeden Monat steige dieser Anteil stetig an.

Der entsprechende Oberpfalz-Wert liege bei 26 Prozent und in ganz Deutschland habe man einen EEG-Strom-Anteil von lediglich 21 Prozent erreicht.

In Neumarkt sei der Anteil der Windkraft am EEG-Stromaufkommen sehr hoch. Es gebe 35 errichtete, 42 genehmigte und darüber hinaus 75 laufende Verfahren für Windkraftanlagen. Angesichts dieser Zahlen müsse man aber auch die massiven Eingriffe ins Landschaftsbild sehen bis hin zur zunehmenden Kritik aus der Bevölkerung in den betroffenen Dörfern.

Der Regionalplan zur Steuerung der Windkraftnutzung - so der Fraktionsvorsitzende - sei weit fortgeschritten und werde voraussichtlich für jeden Windkraftstandort einen Abstand von 1000 Meter zu den Wohnbebauungen festschreiben. Neben der Region Hof gebe es in ganz Bayern keinen Landkreis mit ähnlich intensiver Nutzung der Windkraft wie im Landkreis Neumarkt mit all den damit verbundenen Belastungen. Daher seien jetzt andere Regionen gefordert, ihre Beiträge zum zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien zu leisten.

Die SPD-Kreistagsfraktion setzt sich zur Weiterentwicklung des Klinikums für den Neubau des dringend sanierungsbedürftigen Schwesternwohnheims, der boomenden Kindertagesstätte und die Lösung der unbefriedigenden Parksituation ein. All das könne - so die Information bei der letzten Besprechung der Fraktionsvorsitzenden beim Landrat - durch eine einfache und naheliegende Variante gelöst werden. Am Großparkplatz könnte ein Parkhaus errichtet werden und dadurch sei der erforderliche Platz für das Wohnheim sowie das Kinderhaus vorhanden.
30.05.13
Neumarkt: "Mitunter Konflikte"
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