Weniger Grund- und Mittelschüler


Die Zahl der ABC-Schützen im Landkreis Neumarkt ist heuer stabil
Foto:Archiv
NEUMARKT. Der bayernweite Rückgang der Schülerzahlen geht auch an der Oberpfalz und am Landkreis Neumarkt nicht vorüber.

Im Landkreis Neumarkt beträgt der Rückgang rund zwei Prozent, teilte das Neumarkter Schulamt mit. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass 164 Schüler weniger die Grund- und Mittelschulen des Landkreises besuchen. Die Zahl der Schulanfänger ist mit 1100 stabil.

Auch die Zahl der Schüler, die den Mittlere-Reife-Zug der Mittelschulen besuchen, liegt mit 654 fast gleichauf mit dem Vorjahr. Insgesamt werden voraussichtlich 7118 Schüler im Schuljahr 2013/14 die Grund- und Mittelschulen des Landkreises besuchen.

Mit dem Rückgang der Schülerzahlen geht natürlich eine Abnahme der Klassenzahlen einher: sie sinkt von 348 auf 341.

Das bedeutet leicht sinkende Schülerzahlen in den verbleibenden Klassen auf durchschnittlich 20,87 - gegenüber 20,97 im Vorjahr. Diese Durchschnittszahl liest sich zwar recht angenehm und wäre eine aus pädagogischer Sicht höchst willkommene Klassenstärke im Unterrichtsalltag, erklärte Schulamtsdirektor Dieter Lang. Hinter ihr verbergen sich freilich neben Klassenstärken ab 13 Schülern auch solche mit 30 – "wenn auch nur noch eine Handvoll". Beide Extreme seien nicht gewollt und würden auch erfreulich weniger, haben aber ihre Ursache im Schüleraufkommen des jeweiligen Schulsprengels. Mehr als 280 Klassen bewegen sich aber bei Schülerzahlen von 16 bis 25. Lang: "Damit sind wir sehr zufrieden".

Die vor Jahren im Rahmen eines Schulversuchs eingerichtete kombinierte Jahrgangsstufe 1/2 an der Theo-Betz-Schule erfreut sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Es sind stets mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden, hieß es.

Weitere kombinierte Jahrgangsstufen bestehen an den Grundschulen in Pilsach (1/2 und 2/3), Berngau (3/4), Lauterhofen (1/2 und 3/4), Hohenfels (3/4) und Sengenthal (1/2 und 3/4). Ebenfalls in kombinierten Klassen werden Schüler der Jura-Montessori-Schule unterrichtet. Bestens bewährt hat sich der Schulversuch "FleGS" – flexible Grundschule an der Grundschule Woffenbach: Dort werden alle Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 in jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet.

Auch bei der Inklusion, beim gemeinsamen Unterricht und Schulalltag von jungen Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarf, kommt der Freistaat im Schuljahr 2013/2014 weiter voran. So kann zum Beispiel die Anzahl der Schulen mit dem Schulprofil Inklusion von bisher 86 auf nun 125 Schulen gesteigert werden. Vorwiegend für diese Schulen werden allein im Schuljahr 2013/2014 zusätzlich 100 Lehrerplanstellen bereitgestellt.

Ab dem Schuljahr 2013/2014 werden in Abstimmung mit den Kommunen an rund 20 Standorten Experten zur Beratung von Eltern und Lehrkräften eingesetzt. Auch in der Stadt Neumarkt wird eine Beratungsstelle eingerichtet.

Bereits im dritten Jahr ist an der Grundschule Neumarkt-Holzheim eine Partnerklasse der Schule Höhenberg angesiedelt. An der Schule wird versucht, möglichst viele Stunden gemeinsam zu unterrichten, um für Kinder mit Behinderung ein möglichst "normales" Lernumfeld zu gestalten. Im Gegenzug können die Kinder der Partnerklasse lernen, mit Behinderungen in ihrem Umfeld umzugehen.

Erfolgreich war die Bewerbung der Mittelschule Deining als Schule mit dem Schulprofil Inklusion. Im Schulamtsbereich Neumarkt besitzen nunmehr die Grundschule Deining und die Mittelschule Deining dieses Schulprofil. Es handelt sich dabei um Regelschulen, die sich besonders der Inklusion von Menschen mit Behinderung verpflichten und zu Motoren für ein neues Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung werden sollen.

Für das neue Schuljahr ist es auch gelungen, die Ausstattung der gebundenen Ganztagsklassen an den Grundschulen deutlich zu verbessern. Alle gebundenen Ganztagsklassen erhalten jeweils zwölf Lehrerwochenstunden und 6000 Euro im Jahr. Für jede gebundene Ganztagsklasse in der 1. Jahrgangsstufe wurde das Budget noch um zusätzlich 4500 Euro und für jede gebundene Ganztagsklasse der 2. Jahrgangsstufe um zusätzlich 3000 Euro pro Jahr erhöht. Damit können zusätzliche pädagogische Kräfte eingestellt werden, hieß es.

Ein offenes Ganztagesangebot halten die Mittelschulen Berching (1), Berg (2), Deining (1), Neumarkt Weinbergerstraße (2), Neumarkt Woffenbacher Straße (2), Parsberg (1), Velburg (1) und Freystadt(1) für die Schüler bereit (in Klammern die Anzahl der Gruppen).

Gebundene Ganztagesangebote (in Klammern die Jahrgangsstufe) gibt es an den Mittelschulen in Neumarkt-Weinbergerstraße (5 – 9), Berching (5 – 9), Postbauer-Heng (5 – 9), Parsberg (5 – 8), Freystadt (5 – 7) und Velburg (6 – 7).
Auch Grundschulen bieten den "gebundenen Ganztag" (in Klammern die Jahrgangsstufe) an: Velburg (4), Seubersdorf (4), Neumarkt Theo-Betz (1 – 4; zweizügig), Berg (3 – 4), Postbauer-Heng (1 – 4). An der Grundschule Bräugasse wird im Schuljahr 2013/14 ein neuer Ganztagszug eingerichtet. Die gebundene Ganztagsschule beginnt an der Bräugasse mit der 3. Jahrgangsstufe.

Insgesamt unterrichten im neuen Schuljahr an den 43 staatlichen Schulen etwa 570 Lehrkräfte. Sehr erfreulich sei dabei die Zuversetzung zweier weiterer Förderlehrer, denn hier herrsche im Landkreis noch immer großer Bedarf, hieß es aus dem Schulamt In dieser Zahl enthalten sind 37 mobile Reserven, die zur Sicherung des Unterrichts bei Ausfällen zur Verfügung stehen.
09.09.13
Neumarkt: Weniger Grund- und Mittelschüler
Telefon Redaktion


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