Sechster Bauabschnitt startet


Die Arbeiten zum sechsten Bauabschnitt am Klinikum Neumarkt haben begonnen

NEUMARKT. Nach mehreren Monaten Planungszeit haben die Bauarbeiten für den sechsten Bauabschnitt am Klinikum Neumarkt offiziell begonnen.

Das Architekturbüro Sander-Hofrichter aus Ludwigshafen mit Martin Rieger als verantwortlichen Architekten hat im Rahmen eines Planungswettbewerbs den Auftrag für dieses Projekt erhalten. Der sechste Bauabschnitt umfasst zwei neue Baukörper. In Richtung Holzheim wird in einem zweigeschossigen Anbau eine Aufnahmestation mit 16 Betten an die Notaufnahme angeschlossen. Später wird diese Station eine Organisationseinheit mit der Notaufnahme bilden und für eine strukturierte Verlegung der stationären Patienten auf die Normalpflegestationen sorgen. Im Untergeschoss dieses Baukörpers werden die EDV-Abteilung und die Technik untergebracht.

Der zweite Baukörper bewegt sich von dem im Jahr 2000 in Betrieb genommenen Kopfbau im Norden Richtung Kanal. Der Wirtschaftshof wird bis über die bestehende Heizzentrale überspannt. Ein "Standfuss" im Wirtschaftshof sorgt für die notwendige statische Versteifung.

Im 1. Obergeschoss wird eine neue Intensivstation mit 22 Betten und die Etablierung einer Intermediate-Care-Station (IMC) mit 20 Betten umgesetzt. Eine IMC ist ein Bindeglied zwischen der Intensiv- und Normalpflege. Sie ist für Patienten konzipiert, deren Erkrankung einen hohen Überwachungs- und Betreuungsaufwand verursacht, die jedoch nicht im eigentlichen Sinne intensivpflichtig sind, beispielsweise keine künstliche Beatmung benötigen.

Mit Inbetriebnahme wird die Intensivstation den weiter westlich gelegenen neuen Baukörper beziehen und die IMC im Wesentlichen im Bestand der jetzigen Intensivstation untergebracht. Lichthöfe zwischen dem Gebäudebestand und dem Neubau schaffen zusätzliche belichtete Räume.

Nicht auf die gesamte Länge wie im ersten Stock werden in den Etagen 2, 3 und 4 die A-Stationen erweitert und direkt an den Bestand angeschlossen. Hier werden verschiedene Büro-, Funktions- und Untersuchungsräume untergebracht, deren Bedarf sich in den letzten Jahren durch die Ausweitung des medizinischen Leistungsspektrums ergeben hat.

Nach Inbetriebnahme der beiden Baukörper kann der Abbruch des Altbaus von 1837 erfolgen. Das Konzept sieht eine Verlagerung der Liegendkrankenzufahrt von der Ost- auf die Westseite der Notaufnahme vor. Nach dem späteren Abbruch ist dann eine direkte Zufahrt für die Rettungsfahrzeuge von der Nürnberger Straße aus möglich, ein deutlicher Zeitgewinn und eine wichtige Entlastung des Wohngebiets im Norden.

Der Architekt Hans-Jürgen Distler ist für die Bauüberwachung zuständig und erläuterte den Bauablauf. Der sechste Bauabschnitt wird in insgesamt fünf Abschnitten umgesetzt. Derzeit laufen mit dem Abbruch der alten Krankenpflegeschule und der Errichtung der neuen Liegendzufahrt die beiden ersten. Ab Juli wird mit dem zweigeschossigen Anbau Richtung Holzheim begonnen und ein Jahr später in Betrieb genommen. Die Hauptmaßnahme mit der Überspannung des Wirtschaftshofs beginnt im Frühjahr 2015 und wird insgesamt zwei Jahre in Anspruch nehmen. Erst dann kann nach dem Abriss des Altbaus die Anbindung an die Nürnberger Straße hergestellt werden. Insgesamt wird der sechste Bauabschnitt im Jahr 2017 beendet sein.

Das Projektsteuerungsbüro SPM aus München bezeichnet den sechsten Bauabschnitt als technisch sehr komplexe Maßnahme. Zudem stellt er mit Gesamtkosten von etwa 25 Millionen Euro den bislang umfangreichsten Bauabschnitt dar.

Landrat Albert Löhner und Vorstand Peter Weymayr waren sehr froh, dass nach insgesamt drei Jahren Planungs- und Vorlaufzeit jetzt mit den Maßnahmen begonnen werden konnte. "Der sechste Bauabschnitt wird für eine deutliche Qualitätsverbesserung in der stationären Gesundheitsversorgung sorgen und die bestehenden räumlichen Kapazitätsengpässe wesentlich lindern", so Weymayr.

Landrat Löhner zeigte sich sehr erfreut, dass trotz Verpflichtung zu europaweiten Ausschreibungen ein Großteil der Investitionsmittel bei Baufirmen im Landkreis verbleibt. Beispielsweise bei der mit den Baumeisterarbeiten beauftragten Firma aus Berg und der Abbruchfirma aus Berching-Pollanten, die derzeit die Fundamente für die neue Liegendzufahrt errichten und die alte Schule abreißen. Damit werde nicht nur die Gesundheitsversorgung, sondern auch die heimische Baubranche nachhaltig gestärkt.


Der Landrat überzeugte sich vor Ort vom Start der Maßnahme
26.02.14
Neumarkt: Sechster Bauabschnitt startet
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