Preise stiegen um 2,3 Prozent

NEUMARKT. Die Inflationsrate in Bayern betrug im Juli 2,3 Prozent. Billiger wurden Computer, teurer wurden Heizöl und Tabak.

Mit ursächlich für den Anstieg des Preisniveaus im Vormonatsvergleich waren vor allem die kräftigen saisonbedingten Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (+ 10,3 Prozent). Aber auch Heizöl (+ 4,5 Prozent) und Kraftstoffe (+ 4,4 Prozent) waren spürbar teurer als im Vormonat. Preisnachlässe ergaben sich demgegenüber vor allem bei Obst (- 2,6 Prozent) und Gemüse (- 7,3 Prozent). Die Preissteigerungsrate gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat lag im Juli 2005 bei 2,3 Prozent; im Juni 2005 hatte sie 2,2 Prozent betragen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat sich der Preisauftrieb im Vergleich zum Vorjahr weiter leicht verstärkt. So betrug die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Juli 2,3 Prozent; im Juni hatte sie 2,2 Prozent betragen.

Im Vorjahresvergleich war bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken insgesamt ein Preisanstieg von 0,8 Prozent zu verzeichnen. Überdurchschnittliche Verteuerungen gab es insbesondere bei Kaffee (+ 14,8 Prozent), Rindfleisch (+ 3,4 Prozent) und Obst (+ 2,1 Prozent), während sich u. a. Eier (- 3,5 Prozent) sowie Butter (- 4,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr verbilligten. Die Preise für Bier verteuerten sich um 6,5 Prozent. Noch stärker sind die Preise für Tabakwaren (+ 10,7 Prozent) gestiegen. Zu diesem Anstieg hat ganz wesentlich die letzte Erhöhung der Tabaksteuer zum 1. Dezember des vergangenen Jahres beigetragen.

Im Energiesektor stiegen die Preise für Heizöl (+ 44,4 Prozent) bei weitem am stärksten. Aber auch die Preise für Gas (+ 11,4 Prozent), Strom (+ 3,0 Prozent), feste Brennstoffe (+ 2,4 Prozent) und Kraftstoffe (+ 10,4 Prozent) lagen deutlich über dem Vorjahresniveau. Ohne Heizöl und ohne Kraftstoffe wäre der Verbraucherpreisindex im Juli gegenüber dem Vorjahr nur um 1,7 Prozent gestiegen.

Die Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten) legten im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent zu. Bei den Wohnungsnebenkosten (u. a. für Müllabfuhr, Frisch- und Abwasser) betrug der Anstieg 0,6 Prozent.

Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Juli weiterhin die Preise für Personalcomputer und Zubehör (- 10,6 Prozent) sowie für Fernseh- und Rundfunkgeräte (- 6,8 Prozent). Erheblich teurer als im Vorjahr waren hingegen die Verkehrsdienstleistungen (+ 4,8 Prozent) für die Personenbeförderung, wobei sich die Tarife im Luftverkehr (+ 13,4 Prozent) besonders stark erhöhten.

Im Vormonatsvergleich, d. h. von Mitte Juni bis Mitte Juli 2005, haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 0,5 Prozent erhöht. Zu diesem vergleichsweise kräftigen kurzfristigen Anstieg trugen vor allem die saisonbedingten spürbaren Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (+ 10,3 Prozent) bei. Aber auch Heizöl (+ 4,5 Prozent) und Kraftstoffe (+ 4,4 Prozent) waren im Juli 2005 deutlich teurer als im Vormonat. Die Preise für Gemüse (- 7,3 Prozent) und Obst (- 2,6 Prozent) gingen hingegen spürbar zurück. Bei den Gemüsesorten verringerten sich die Preise für Fruchtgemüse (- 18,5 Prozent), Kartoffeln (- 13,5 Prozent) sowie Blatt- und Stielgemüse (- 12,0 Prozent) besonders stark. Beim Obst lagen die Preise für Bananen (- 8,7 Prozent) sowie für Beeren und Weintrauben (- 6,6 Prozent) im Juli 2005 deutlich niedriger als im Vormonat.
25.07.05
Neumarkt: Preise stiegen um 2,3 Prozent
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