"Ungerechte Verteilung"

NEUMARKT. In den anderen Neumarkter Stadtteilen grummelt es nach der Stadtrats-Entscheidung, in Pölling ein "Gemeinschaftshaus" zu finanzieren.

Nachdem neumarktonline noch während der laufenden Stadtratssitzung über die Entscheidung berichtet hatte, kursierten schon bald Briefe zum Beispiel von Woffenbacher Vereinen an Neumarkter Stadträte - allerdings ausdrücklich "nicht zur Veröffentlichung bestimmt". Jetzt wagten sich mehrere Holzheimer Vereine mit ihrer Kritik an der Pöllinger Extra-Wurst aus der Deckung.


Wir veröffentlichen die Stellungnahme von vier Holzheimer Vereinen im Wortlaut:

Es ist eine gute Sache der Stadt Neumarkt, dass sie sich an Errichtungen von Bürger-Gebäuden in den Stadtteilen beteiligt. So haben auch wir Holzheimer uns gefreut, dass wir einen Zuschuss von der Stadt Neumarkt zum Um- und Anbau unseres von den Holzheimer Vereinen genutzten Schützenhauses erhalten haben.
Den größten Teil jedoch haben wir Vereinsmitglieder selbst gestemmt. Sei es vom Schützenverein, vom OGV, vom SRK oder der Feuerwehr.

Wir waren im letzten Jahr mächtig stolz auf unsere Dorfgemeinschaft, dass wir es gemeinsam mit 7250 Arbeitsstunden Eigenleistung geschafft haben, das bestehende Schützenhaus umzubauen und auch zu erweitern, um den Veranstaltungen und Aktionen all unserer Vereine eine angemessene Räumlichkeit bieten zu können.

Es freut uns, dass es auch in anderen Stadtteilen möglich gemacht wird, eine solche Begegnungsstätte zu errichten, da es für einen Dorfzusammenhalt und auch für die Jugend sehr wichtig ist.

Was uns aber nicht freut, ist die ungerechte Verteilung der Lasten eines solchen Vorhabens.
In Holzheim müssen zusätzliche Aktionen abgehalten werden, um die finanziellen Einschränkungen durch die Schuldentilgung und der laufenden Unterhaltskosten abzufedern, so z.B. Altkleidersammlung usw.

Wenn wir dann aus der Zeitung erfahren, dass in einem anderen Stadtteil ähnlicher Größe ein Bürgerhaus mit eigentlich dem gleichen Nutzungsspektrum komplett von der Stadt Neumarkt mit 2 Millionen Euro voll finanziert wird - dies ohne jegliche Eigenleistung der Bürger und mit nur geringen Unterhaltsverpflichtungen für den Träger-, dann macht uns das schon sauer (so sehr, dass wir sogar gemeinsam einen Leserbrief/Pressemitteilung verfassen).

Die gewählten Verantwortlichen sollten sich darüber Gedanken machen, dass es eigentlich mehr als ungerecht ist, Bürger einerStadt so unterschiedlich zu behandeln.

Für den Holzheimer Schützenverein: Willy Weixelbaum, Schützenmeister
Für die Holzheimer Feuerwehr: Wolfgang Krysa, 1. Vorstand
Für den OGV Holzheim: Else Sommer, 1. Vorstand
Für die SRK Holzheim: Dieter Fersch, 1. Vorstand

29.11.16
Neumarkt: "Ungerechte Verteilung"
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