„Eklatanter Personalmangel“


Die Freien Wähler waren bei der Polizei zu Gast
Bild: Müller
NEUMARKT. Von „eklatantem Personalmangel“ ist die Rede: aktuell arbeiten rund 20 Polizisten weniger in Neumarkt als es sein sollten. Die Soll-Stärke betrage über 90 Beamte; tatsächlich liegt aber der Ist-Zustand bei derzeit 73 Polizisten, hieß es von der Kreistagsfraktion der Freien Wähler.

Unter der Führung von Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann besuchte die Kreistagsfraktion die Polizeiinspektion Neumarkt zu einem Informationsgespräch.

Wie Vize-Polizeichef Jörg Degenkolb sagte, beginnen die Baumaßnahmen zur Erweiterung des Dienstgebäudes an der Woffenbacher Straße im Frühjahr 2017. Bis Ende des Jahres 2018 sollen mit dem Ausbau die Kapazitätsprobleme durch neue Büroräume, einen größeren Schulungsraum sowie der Erweiterung der Garagen- und Parkplatzsituation behoben und fertiggestellt sein.


Die FW-Kreisräte begrüßten die Planvorhaben und zeigten sich beeindruckt vom Dienstablauf und der hohen Motivation der Beamten. „Unsere Polizei in Neumarkt leistet hervorragende Arbeit und ist der Garant für unser aller Sicherheit“, so OB Thumann. Dies belege auch der Blick in die Kriminalitätsstatistik mit konstant hohen Aufklärungsquoten. Dafür sei es elementar, eine der größten Flächeninspektionen Bayerns mit dem notwendigen Equipment und der nötigen Infrastruktur auszustatten.

Unverständnis über die Zuteilungszahlen an Personal in Zeiten einer sich global rasant verändernden Sicherheitslage rief der „eklatante Personalmangel“ hervor, hieß es. So erfuhr man, dass aktuell knapp zwanzig Beamte weniger in Neumarkt vorhanden sind als sein sollten. „Der Personalstand befindet sich auf dem des Jahres 1995“, sagte Kreisrat Günter Müller.

Von Seiten der Kreisräte verwies man auf die Städte Amberg und Weiden, die sowohl von vergleichbarer Größe seien wie auch vergleichbare Belastungszahlen vorzuweisen hätten. Diese Bereiche jedoch seien zusätzlich mit Kriminalpolizeiinspektionen, Einsatzzügen und Hundeführern ausgestattet. In Neumarkt stehe man dagegen vor dem Problem, überhaupt die geforderte „Mindeststärke“ aufrecht erhalten zu können.

Es könne nicht akzeptiert werden, dass die Polizeibeamten mit Massen an Überstunden den Personalmangel auffangen müssten und entspräche auch nicht dem Sicherheitsaspekt für die Bevölkerung. Hier seien Landespolitik und Präsidium gefordert, um eine „faire Verteilung der Ressourcen“ zu schaffen. Von Seiten der Freien Wähler sicherte man zu, an die verantwortlichen FW-Landtagsabgeordneten heranzutreten. um dieses Thema an „höchster Stelle auf die Agenda zu setzen“.
12.12.16
Neumarkt: „Eklatanter Personalmangel“

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