Zuschuß für Rufbus

NEUMARKT. Ein probeweise für drei Jahres im Landkreis Neumarkt laufendes Anrufbussystem wurde von der Regierung der Oberpfalz gefördert.

Ein Betrag in Höhe von zusammen 466.000 Euro ging an die Landkreis Neumarkt und Tirschenreuth, hieß es am Dienstag von der Regierung. Damit will man eine bedarfsorientierte Bedienformen des ÖPNV im ländlichen Raum fördern. Im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans Demografischer Wandel wurde das neue Anrufbussystem – der Bus bedient die Haltestelle dabei nur bei vorher angemeldetem Fahrtwunsch - zunächst für drei Jahre auf Probe mit der Zielsetzung der Überführung in einen Dauerbetrieb im Landkreis Neumarkt und flächendeckend im Landkreis Tirschenreuth eingerichtet.


Die Regierung hat die Aufrechterhaltung, den Ausbau und die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Oberpfalz im Jahr 2016 mit insgesamt 31,4 Millionen Euro unterstützt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Mittel werden vom Bayerischen Landtag bereitgestellt und vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr, an die Regierungen weiterverteilt. Die Regierungen bearbeiten die Fördervorgänge und bewilligen die Zuwendungen.

„Ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr ist wichtig für die weiterhin positive Entwicklung der Oberpfalz. Vor allem für Schüler, Auszubildende, Studenten und auch Senioren, die selbst über kein eigenes Auto verfügen, noch keinen Führerschein haben oder aus Altersgründen nicht mehr fahren können, ist ein funktionierender öffentlichen Personennahverkehrs ein bedeutender Standortfaktor. Darüber hinaus ist jeder mit dem Bus oder der Bahn zurückgelegter Kilometer auch ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“, sagte Regierungspräsident Axel Bartelt.

Rund 22,2 Millionen Euro erhielten die oberpfälzer privaten und kommunalen Verkehrsunternehmen zum Ausgleich von Einnahmeverlusten durch den Verkauf von vergünstigten Zeitfahrausweisen an Schüler, Auszubildende und Studenten. Nach dem Personenbeförderungsgesetz sind die Verkehrsbetriebe gesetzlich verpflichtet, für diese Nutzergruppe ermäßigte Tarife anzubieten und haben deswegen einen Anspruch auf den Ausgleich der Mindereinnahmen.

Die ÖPNV-Zuweisungen sind in Bayern eine wichtige Finanzierungsquelle der Verkehrsleistungen im allgemeinen ÖPNV und werden in erster Linie für den Linienbetrieb mit Omnibussen eingesetzt, hieß es. Die Fördermittel des Freistaates, deren Umfang sich nach dem jeweiligen Kfz-Steueraufkommen bemisst, werden an die Landkreise und kreisfreien Städte als Aufgabenträger des allgemeinen ÖPNV verteilt.

Der öffentliche Personennahverkehr vor Ort werde durch diese Finanzzuweisungen mitfinanziert, verbessert und optimiert. Die oberpfälzischen Landkreise und kreisfreien Städte erhielten zur Aufrechterhaltung, Sicherung und Verbesserung des allgemeinen öffentlichen Personennahverkehrs pauschale Finanzzuweisungen in Höhe von insgesamt 4.549.000 Euro. Davon entfällt der Betrag in Höhe von 466.000 Euro auf die Förderung bedarfsorientierter Bedienformen des ÖPNV in den Landkreisen Neumarkt und Tirschenreuth.

Ein weiterer Betrag in Höhe von 1,85 Millionen Euro wurde für die Förderung von ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Damit wurden zum Beispiel der Bau von Park&Ride-Anlagen, zentralen Omnibushaltestellen, Omnibusbetriebshöfen, rechnergesteuerten Betriebsleitsystemen, Fahrgastinformationsanlagen, Buswartehäuschen und Vorhaben der Deutschen Bahn AG gefördert.

Mit einer Zuwendung von 2,8 Millionen Euro wurde die Anschaffung von 41 neuen Bussen gefördert. Die Busförderung leiste einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV in der Oberpfalz, hieß es. So wird bei der Auswahl der zu fördernden Busse besonderes Augenmerk auf Fahrzeuge mit Niederflurausrüstung und auf Einstiegshilfen für mobilitätsbeeinträchtigte Fahrgäste gelegt. Dem Umweltschutz wird dadurch Rechnung getragen, dass dieselbetriebene Fahrzeuge der Euro VI – Norm entsprechen müssen. Auch „Emil“, ein neuer, kleiner Elektrobus für die Altstadt von Regensburg, wurde mit diesen Mitteln bezuschusst.
03.01.17
Neumarkt: Zuschuß für Rufbus
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