S3: nagelneue Triebwagen


Die Neumarkter S-Bahn soll diese nagelneuen Triebwagen erhalten
Foto: Deutsche Bahn AG
NEUMARKT. Die S-Bahn Neumarkt-Nürnberg bleibt in deutscher Hand: jetzt erhielt die DB Regio Bayern den endgültigen Zuschlag für den weiteren Betrieb.

Das britische Verkehrsunternehmen National Express, das sich um die Strecke beworben und ursprünglich den Zuschlag erhielt (wir berichteten mehrfach), hat nach mehreren Prozessen das Nachsehen.

Die S-Bahn zwischen Neumarkt und Nürnberg soll jetzt sogar Neufahrzeuge des Typs Coradia Continental des Herstellers Alstom aus Salzgitter erhalten, teilte die Bahn am Mittwoch mit.


DB Regio Bayern werde auch über den Dezember 2018 hinaus "für einen zuverlässigen Betrieb" des S-Bahnsystems rund um Nürnberg verantwortlich sein, klopfte sich die Bahn am Mittwoch in einer Pressemitteilung selbst auf die Schultern - und erwähnte die ursprüngliche Schlappe gegen die britischen Konkurrenten mit keinem Wort mehr.

Den Zuschlag für beide Lose hat DB Regio Bayern am Mittwoch endgültig erhalten. Die künftige S-Bahn Nürnberg hat ein Leistungsvolumen von 7,3 Millionen Zugkilometern pro Jahr und umfasst die heutigen S-Bahnlinien S 1 bis S 4 - also auch die Neumarkter S3 - sowie die neue S-Bahnlinie S 5 nach Allersberg.

Im Los 1 – S-Bahn Linien S1 und S2 - kommen die "bewährten" Triebwagen vom Typ Talent 2 zum Einsatz. Für Los 2 – S-Bahn Linien S3 bis S5 - wird DB Regio Bayern 27 Neufahrzeuge des Typs Coradia Continental des Herstellers Alstom aus Salzgitter beschaffen. Die vierteiligen Fahrzeuge bieten 230 Sitzplätze in der 2. Klasse und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer. Die Baureihe 1440 ist vom Eisenbahnbundesamt zugelassen und bereits auf verschiedenen Strecken in Deutschland unterwegs.

Alle Fahrzeuge werden über eine Toilette und Videoüberwachung der Fahrgasträume verfügen. Die Fahrzeuge besitzen an jeder Tür eine automatisch ausfahrbare Spaltüberbrückung zur Reduzierung des Spaltes zwischen Fahrzeugtür und Bahnsteigkante. Zudem bieten die Fahrzeuge eine rollstuhlgerechte Einstiegshilfe.

Die Wartung der Fahrzeuge erfolgt standortnah in der modernen Regio-Werkstatt in Nürnberg-Gostenhof.

Insgesamt werden rund 40 Mitarbeiter für die Sicherheit in den Zügen sorgen. Damit setze DB Regio Bayern rund 50 Prozent mehr Sicherheitskräfte in den S-Bahnen ein als in der Ausschreibung gefordert.

„Wir freuen uns den endgültigen Zuschlag bekommen zu haben. Durch den Gewinn beider Lose können wir rund 450 Mitarbeitern eine langfristige Arbeitsplatzsicherheit im Großraum Nürnberg bieten“, sagte Hilmar Laug, Projektleiter der Ausschreibung S-Bahn Nürnberg, zu der Entscheidung.
04.01.17
Neumarkt: S3: nagelneue Triebwagen
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