Es blitzte 24 Stunden lang


24 Stunden lang warteten jede Menge Radarfallen auf die Raser
Foto:Polizei

Zehn Raser

NEUMARKT. Im Bereich der Neumarkter Polizei wurden im Rahmen des "Blitzmarathons zehn Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt.

Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Anfrage von neumarktonline.

Der schnellste Raser wurde auf der B299 in Mühlhausen kontrolliert. Er hatte die erlaubte Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer um 23 Stundenkilometer überschritten.

Im Rahmen der Kontrollen konnten auch sechs andere Verkehrsverstöße geahndet werden.
NEUMARKT. Bis Donnerstag-Morgen blitzte es an allen Ecken und Enden: inzwischen legte die Polizei eine Bilanz des landesweiten "Blitzmarathons" vor.

Der Landkreis Neumarkt spielte dabei heuer keine unrühmliche Rolle: die negativen Spitzenreiter unter den Rasern wurden bei Regensburg und im Landkreis Cham erwischt.

161 Polizeibeamte überwachten anlässlich des fünften landesweiten Blitzmarathons in Bayern die Verkehrswege quer durch die Oberpfalz. In der Zeit von Mittwochmorgen um 6 Uhr bis Donnerstagmorgen, 6 Uhr, stand die Verkehrssicherheitsarbeit im besonderen Fokus der Polizei.

neumarktonline hatte die Standorte veröffentlicht, an denen die Polizei in diesen 24 Stunden im Landkreis Neumarkt Radarfallen aufbauen wollte.


Gemäß eines der Ziele aus dem Verkehrssicherheitsprogramm "Bayern mobil - sicher ans Ziel", galt es die Verkehrsteilnehmer für das Thema Geschwindigkeit im Straßenverkehr zu sensibilisieren, hieß es am Donnerstag von der Polizei. Wichtig sei bei dem Thema auch, dass nicht nur die Geschwindigkeitsbeschränkungen sondern auch örtliche oder situative Gegebenheiten und Fähigkeiten der Verkehrsteilnehmer Einfluss auf die Wahl der eigenen Geschwindigkeit haben soll.

In Bayern, aber auch in der Oberpfalz und im Landkreis Neumarkt war im Jahr 2016 die nicht angepasste Geschwindigkeit erneut die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle. Daher gelte es, diese Tatsache den Verkehrsteilnehmern immer wieder vor Augen zu führen. Mit immer wiederkehrenden, auch öffentlichkeitswirksamen Aktionen, erhofft man sich dabei auf Seiten der Polizei eine dauerhafte Verhaltens- und Einstellungsänderung.

Im Jahr 2016 mussten im Regierungsbezirk Oberpfalz insgesamt 943 Verkehrsunfälle registriert werden, bei denen die Geschwindigkeit die Ursache war. Im Vergleich zu 2015 sank diese Zahl um 57 Unfälle. Trotz dieses leichten Rückgangs der Unfallzahlen, stieg die Anzahl derer, die bei geschwindigkeitsbedingten Verkehrsunfällen ihr Leben verloren haben. So waren im Jahr 2016 insgesamt 25 Personen ums Leben gekommen, während im Jahr 2015 insgesamt 13 Todesfälle bei geschwindigkeitsbedingten Verkehrsunfällen in der Oberpfalz zu beklagen waren (+92,3 Prozent). Dagegen minderte sich die Anzahl der Personen die bei solchen Unfällen verletzt wurden von 687 (2015) auf 566 (2016), was einem Minus von 17,6 Prozent entspricht.

Bilanziert man die gesamten 24 Einsatzstunden, so bedeutet dies für den Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz, dass 427 Fahrer von Einseitensensor, Laser-Messgerät und Multanova Radargerät erfasst, gemessen und beanstandet wurden oder eine Ahndung zu erwarten haben. Dies bei einem Gesamtdurchlauf von über 9689 gemessenen Fahrzeugen. Auf die Verkehrsteilnehmer kamen oder kommen, je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung gestaffelt, Verwarnungsgelder oder Anzeigen mit Punkten und gegebenenfalls Fahrverboten zu.

Der Rekordhalter für den Bereich Oberpfalz ist ein Mercedes mit österreichischer Zulassung, der auf der Bundesautobahn A3 in Höhe Sinzing, bei erlaubten 100 mit 178 Stundenkilometern gemessen wurde. Nach Abzug der gesetzlich vorgeschriebenen Toleranz von 6 verbleiben immer noch 72 Stundenkilometer, die dem Fahrer nun vorgeworfen werden. Der Rennfahrer hat nun mit einem Bußgeld von 600 Euro und drei Monaten Fahrverbot in Deutschland zu rechnen.

Für einen Monat muss auch eine 32jährige Pflegekraft auf ihre Fahrerlaubnis verzichten. Bei der Probefahrt mit einem Wagen aus einem Autohaus wurde sie bei erlaubten 60 mit 120 Stundenkilometern auf der Kreisstraße von Furth im Wald in Richtung Daberg gemessen.

Auch andere wichtige Themen der Verkehrssicherheit verloren die Beamten nicht aus den Augen. So sahen sich die Verkehrsteilnehmer teils auch mit Ahndungen wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte oder benutzten Mobiltelefonen während der Fahrt konfrontiert.

Darüber hinaus gab es eine Beanstandung hinsichtlich des Fahrpersonalgesetzes. Der Fahrer eines polnischen Kleintransporters hatte seine Aufzeichnungen nicht ordnungsgemäß geführt.
20.04.17
Neumarkt: Es blitzte 24 Stunden lang

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