Chemietransporter in Flammen: A3 gesperrt

Wörth. Beim Brand eines Chemietransporter auf der Autobahn bei Wörth wurden am Mittwoch zwei Menschen verletzt. Die Autobahn mußte stundenlang komplett gesperrt werden.

Bei dem Brand auf einem Parkplatz wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften aufgeboten. Der Gefahrgut-Lkw war aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten, der Fahrer hatte gerade noch den Parkplatz ansteuern können.

Die Feuerwehren mussten aus Sicherheitsgründen das Fahrzeug kontrolliert ausbrennen lassen, ein Annähern an den Gefahrguttransporter war längere Zeit nicht mehr möglich. Ein Ablöschen des Fahrzeugs mit herkömmlichen Löschmitteln war wegen der chemischen Reaktion nicht möglich. Experten von BASF wurden von einem Hubschrauber eingeflogen, die Werksfeuerwehr von Wacker-Burghausen unterstützte mit Fachwissen. Der Fahrer des Lkw wurde verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, eine weitere Autofahrer, der durch den Qualm gefahren war, erlitt nach bisherigen Erkenntnissen Atemwegsreizungen.

Die Entstehungsursache für die Entzündung des auf dem Lkw geladenen Gutes, Natriumdithionit - ein weißes Pulver in kristalliner Form - , ist bislang noch nicht geklärt. Der Stoff neigt zur Selbstentzündung bei Kontakt mit feuchter Luft. Er verbrennt unter Bildung giftiger Gase, es entsteht Schwefeldioxid. Reizung von Augen und Atemwege sind die Folge. Vergiftungssymptome können auch erst nach Stunden auftreten, wenn die Aufnahme in konzentrierter Form erfolgt. Lkw und Anhänger hatten insgesamt 17 Behälter mit je 950 Kilo des Stoffes geladen.

Der Fahrer des Lkw bemerkte wohl schon während der Fahrt Rauch aus der Ladefläche und steuerte deshalb sofort den Parkplatz an. Hier konnte er gerade noch den Anhänger abkoppeln und das Zugfahrzeug einige Meter weit weg fahren. Dann konnte der Mann aufgrund der extrem starken Rauchentwicklung nicht mehr an das Fahrzeug herantreten. Der Lkw war als Gefahrgutfahrzeug entsprechend gekennzeichnet. An dem Fahrzeug entstand nach ersten Schätzungen ein Sach- und Ladungsschaden in Höhe von 80.000 Euro.

Zunächst gingen die Einsatzkräfte der Feuerwehren noch an den Lkw heran und versuchten, den Brand einzudämmen. Aufgrund einer latenten Explosionsgefahr entschloss man sich allerdings dann, auch alle Einsatzkräfte vom Parkplatz zu evakuieren. Frühzeitig wurde auch mit Fachleuten von BASF und Wacker Burghausen Kontakt aufgenommen.

Im Zuge des Einsatzes wurden durch die Polizei auch Warndurchsagen in den benachbarten Orten Tiefenthal und Hofdorf durchgeführt, die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und wurde durch Einsatzkräfte betreut. Die Rauchwolke zog in nordöstliche Richtung. Schadstoffmessungen durch die Feuerwehr in den betroffenen Orten ergaben aber glücklicherweise nur Belastungswerte, die etwa 50 Prozent unter einer Gefahrengrenze lagen. Die Werksfeuerwehr von Wacker Burghausen unterstützte die zahlreich am Einsatzort befindlichen Feuerwehren aus den Landkreisen Regensburg und Straubing-Bogen bei ihren Maßnahmen. Experten von BASF wurden mit einem Hubschrauber direkt aus Ludwigshafen eingeflogen.

Wegen des kontrollierten Abbrennens der Ladung musste die Autobahn fast fünf Stunden lang komplett gesperrt werden. Dadurch kam es auf den gesamten Umleitungsstrecken zu teilweise erheblichen Behinderungen und Staus. Die Rückstaus auf der Autobahn waren zum Teil bis zu 15 Kilomter lang.
23.11.06
neumarktonline: Chemietransporter in Flammen: A3 gesperrt

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