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Leserbriefe

„Fast populistisch“

Zum Bericht „Autobahnkreuz entlasten ?“, neumarktonline vom 2.6.2020

Seit Jahren schon ist bekannt, dass mittelfristig die Stadtumgehung einer Fernstraße entsprechend ausgebaut werden soll, um den Verkehr dort zu beschleunigen und sicherer zu machen.

Eine neue Bürgerinitiative lässt nichts unversucht, um den Ausbau der B299 zu verhindern. Das Erschreckende dabei sind die fast schon populistischen Methoden zur Stimmungsmache, derer man sich hier bedient. Die Dimensionen des Projekts werden ins Extreme verzerrt, von einem "autobahnähnlichen Ausbau" ist die Rede: das ist aber etwas völlig anderes, etwa die B15n von Regensburg nach Landshut oder die B2 bei Roth. Das neueste Argument ist jetzt der internationale Schwerlastverkehr, der angeblich von der A9 nach Neumarkt geleitet wird. Vor kurzem hieß es noch, der Ausbau sei sinnlos, da die Strecke dadurch überhaupt nicht attraktiver werde und man nur 3 Minuten Zeit gewinne. Jetzt sollen auf einmal Horden von LKWs kommen, weil es trotz Umweg schneller gehen werde als auf der A9?

Klar, solche Aussagen verschrecken die Leute natürlich mehr, als wenn man nur über den Anbau einer zweiten Fahrspur (sog. 2+1 Verfahren) zur Schaffung sicherer Überholmöglichkeiten und die Abschaffung von Kreuzungen (sog. höhenfreier Ausbau) diskutieren würde. Daneben wird auch noch ein bisschen verallgemeinert und man hört immer wieder, dass auch der Ausbau bei Sengenthal und Mühlhausen von "niemandem" gewollt wurde und weit und breit nur Entsetzen ausgelöst habe. Viele Einwohner in Mühlhausen dürften das anders sehen, ebenso Verkehrsteilnehmer, die dort täglich unterwegs sind.

Die Gedanken von Fachleuten wie etwa im Staatlichen Bauamt, die bei einem solchen Ausbau die Notwendigkeit mit wissenschaftlichen Methoden abwägen und dann sorgfältig planen, werden konsequent angezweifelt oder gleich ignoriert - nur die eigenen Beobachtungen zählen?

Zugegeben, Details zum Vorhaben findet man nur schwer - hier wäre mehr Transparenz wünschenswert, so dass man sich selber leicht einen Eindruck verschaffen könnte. Aber auch die Alternativplanungen der Bürgerinitiative werden nur angedeutet und nicht etwa im Internet zur Diskussion gestellt. Schade!

Matthias Platzek, Neumarkt, 3.6.2020
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