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Leserbriefe

„Abschied vom Größenwahn“

Zum Bericht „Eigenen Entwurf vorgestelltneumarktonline vom 4.2.2021

Mehrmals die Woche kreuzen oder tangieren wir den Stadtpark. Sicher, er könnte mehr bieten. Aber neu erfunden werden muss er nicht. Welchen Anspruch haben wir Bürger denn an unseren Park? Wir wünschen uns einen Ort, wo wir Ruhe und Entschleunigung finden, oder der uns zum Verweilen anregt, auf gemütlichen Bänken, an naturnahen Wiesen, unter alten Bäumen, der allen Generationen die Möglichkeit der Begegnung, der Freude und der Erfahrung bietet. Ein naturnaher Park ist gut für Körper, Geist und Seele und unterstützt vor allem unsere Bemühungen, dem Klimawandel entgegen zu treten. Unser Bürgerentscheid mit über 70 Prozent Zustimmung für bestehende Bäume, Grün und Wiesen hat dies zum Ausdruck gebracht.

Keine Frage, der dem Bürgermeister und dem Stadtrat vorliegende Vorschlag des renommierten Planungsbüros Lex-Kerfers ist sicher ein durchdachtes Konzept, aber entsprechend der Vita der Firma sehen wir darin ein modernes Vorzeigeprojet, mit einer vereinfachten Form der Spanischen Treppe in Rom, ergänzt mit umfangreichen Pflaster- und Steinarbeiten, sowie Versiegelungen von Bodenflächen. Ein schattenloser Spielplatz ist am Rand des Parks, nahe der Straße, vorgesehen. Für uns ist diese Planung ein Widerspruch zum Bürgerentscheid und wohl auch nicht konform zum Berliner Förderprogramm, welches eine „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ vorgibt.

Nun veröffentlichte der Freundeskreis Stadtpark e. V. eine Parkgestaltung, die unserem Anspruch viel, viel näherkommt und auch den über 12.000 Zustimmungen des Bürgerentscheids gerechter wird. Wir erkennen in dem Plan einen Ort mit Licht, aber auch mit viel Schatten, Freiflächen für Begegnungen, einen Sand- und echten Matschspielplatz für Kinder, Plätze und Bänke zum Ausruhen. Der Leitgraben, als Blickfang gestaltet, und mit Grün angelegten Sitzterrassen, für Schüler und Studenten, für uns alle, die es lieben, im Freien und in der Natur zu verweilen. In dem geplanten Feuchtufer mit Bepflanzung können wir sicher schon bald Libellen und andere Insekten beobachten.

Und gerade eine Zeit wie diese hat uns doch auch erkennen und erfahren lassen, dass wir allein durch einen Spaziergang oder einem Innehalten in der Natur Gelassenheit, Freude und Wohlbefinden wiedererlangen.

Sollten uns nicht diese Erkenntnisse dazu bewegen Abschied vom Größenwahn zu nehmen? Wie heißt es so schön: weniger ist oft mehr!

Wir wünschen uns sehr, dass die Verantwortlichen der Stadt sich für eine Parkgestaltung entscheiden, welche die Natur und das Klima in den Vordergrund stellt. Eine solche Entscheidung wäre dann nachweislich ein Schulterschluss mit der großen Mehrheit der Neumarkter Bürger.

Ute und Günter Richlowski, Großeltern for Future, 6.2.2021
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