neumarktonline Dokumentation

Jahresabschluss und Ausblick 2009

Weihnachtssitzung des Stadtrates

Von Oberbürgermeister Thomas Thumann

Liebe Bürgermeisterkollegin Ruth Dorner
lieber Bürgermeisterkollege Franz Düring,
liebe Stadträtinnen und Stadträte,
sehr geehrte Gäste!

Heute in einer Woche ist Heilig Abend und damit beginnen festliche und ganz besondere Tage im Jahr.

Das Weihnachtsfest ragt aus dem Festkalender jeden Jahres hervor und schenkt uns eine Art Auszeit im jährlichen Alltag und es führt auf den Abschluss des Jahres hin.

Das ist auch die Zeit des Rückblicks und des Bilanzziehens.

Für das Jahr 2008 können wir an dieser Stelle festhalten: Wir haben Neumarkt in diesem Jahr gut vorangebracht. Am 2. März 2008 wurden in der Kommunalwahl 40 Stadträte neu oder wieder in dieses Gremium gewählt, und im Mai hat der Stadtrat mit der Konstituierenden Sitzung seine Arbeit aufgenommen.

Ich danke in diesem Zusammenhang allen, die sich für dieses Amt zur Verfügung gestellt haben ganz herzlich für ihre Bereitschaft und ihr Engagement, zum Wohle unserer Stadt und ihrer Bürger zu wirken.

Wir - sie als Stadträte und die Bürgermeister zusammen mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung - haben auch in diesem Jahr dafür gesorgt, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt zuhause und wohl fühlen können.

Und wie eine Untersuchung belegt hat, die im Rahmen des Umweltclusters beim Landkreis vorgestellt worden ist, tun dies unserer Bürgerinnen und Bürger in dem hohem Maße von 82 Prozent und damit mehr als dies insgesamt im Landkreis der Fall ist.

Dies ist eine tolle Bestätigung für unser aller Bestreben und es ist uns zugleich Auftrag und Ansporn für die Zukunft.

Auch 2008 haben wir verbessernd gewirkt, wir haben Vieles auf den Weg gebracht und sehr viel umgesetzt.

Dies zeigt sich alleine schon an der stolzen Summe, die wir im Baubereich heuer ins Werk gesetzt haben.

Wenn sie sich vor Augen führen, dass wir nur bezogen auf den Hoch- und Tiefbau Maßnahmen von insgesamt rund 20 Millionen Euro abgeschlossen oder begonnen haben, dann wird deutlich, dass etwas und wie viel in Neumarkt geschehen ist.

Zeitweise hatten wir als Stadt 30 Baustellen gleichzeitig am Laufen. Aber nicht nur hier gilt, dass unsere Mitarbeiter Vieles zu planen, zu betreuen, zu organisieren und zu leisten hatten.

Ich möchte daher allen unseren Mitarbeitern, von den Abteilungsleitern über die Amtsleiter und Sachbearbeiter bis hin zu den Bearbeitern, Technikern, den Mitarbeitern in allen Ämtern und Sachgebieten, in den Außenstellen, im Bauhof und bei den Stadtwerken an dieser Stelle meinen und unseren herzlichen Dank für ein Jahr des fleißigen und tüchtigen Mitarbeitens am Projekt Neumarkt sagen.

Und ich möchte betonen: Wir können zufrieden und stolz auf so leistungsbereite und engagierte Mitarbeiter sein.

Das Projekt Neumarkt hat durch ihren Einsatz, durch die Entscheidungen des Stadtrates und unsere vielen Investitionen auch 2008 dazu gewonnen. Nehmen sie als Beispiel den Schulbereich.

Mit der Schule Hasenheide haben wir eine weitere Sanierung einer städtischen Schule in Angriff genommen und mit dem Neubau der Mehrzweckhalle diese Einrichtung auch deutlich für die Zukunft positioniert.

Jeder, der die Schule Hasenheide kennt, wird meine Ansicht bestätigen, dass wir der Schule ein völlig neues Gesicht gegeben haben und die Schüler, die Lehrer und die Eltern eine nahezu neue Schule vorfinden.

Gerade die Betreuung unserer Kinder ist ein großes Anliegen und eine vornehme Aufgabe, die wir alle im Stadtrat sehr ernst nehmen.

So haben wir in diesem Jahr Räume für die 3. Gruppe beim Kinderhort Pfarrer- Ludwig-Heigl fertig gestellt und auch für die Kinderkrippe Woffenbach Räume für die 3. Gruppe eingerichtet.

Dies hat zu einer Ausweitung der Betreuungsplätze in unserer Stadt geführt. Dankenswerter Weise hat die Familie Donauer, wie wir ja bereits gerade gehört haben, mit der Stiftung eines Kinderhortes am bestehenden Donauer-Kindergarten zu eine zusätzliche Ausweitung des Betreuungsangebotes in unserer Stadt beigetragen.

Auch im Bereich der Kinderspielplätze haben wir in diesem Jahr kräftig investiert und das Angebot dadurch qualitativ und quantitativ ausgeweitet.

Nicht nur, dass wir jährlich mehrere 100.000 Euro in die Instandhaltung, Sanierung und Pflege der Spielplätze investieren, wir haben mit der Sanierung des Spielplatzes an der Wolfsteinstraße und dem Neubau des Spielplatzes Pölling Bühl II wunderschön gestaltete und sehr attraktive Spielanlagen erhalten.

Dies alles belegt, dass wir ein großes Augenmerk auf Kinder und Familien legen.

In dem Zusammenhang möchte ich daher auch erwähnen, dass wir jährlich rund 2 Millionen Euro für unsere Kindergärten aufwenden, für Sachleistungen, Investitionen und Personalzuschüsse.

Und der Baukostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro pro Kind beim Erwerb eines städtischen Grundstücks in bestimmten Baugebieten sowie der Betreuungszuschuss für Familien mit zwei und mehr Kindern in einer Einrichtung der Stadt sind weitere Instrumente zur Förderung unserer Familien, die gerne und gut angenommen werden.

Als Ergänzung möchte ich nur anfügen, dass wir im Rahmen des Baukostenzuschusses immerhin bisher bereits 55 Kinder aus 31 Familien gefördert haben, und einen Gesamtbetrag von 550.000 Euro dafür ausgereicht haben.

Eltern von Neugeborenen erhalten bei uns bereits seit 2005 ein Willkommenspaket, eine Maßnahme die wie der Baukostenzuschuss für Kinder oder der Betreuungszuschuss von zahlreichen anderen Kommunen auch im Landkreis übernommen worden ist; eine Tatsache, die uns freut, weil sie bestätigt, dass wir in Neumarkt einmal mehr Vorreiter waren und Ideen umgesetzt haben, die gut sind.

Markante Verbesserungen wurden auch im Bereich der Jurahallen und des Festplatzes ausgeführt. Neben den neuen Toilettenanlagen haben wir dort zum Beispiel Stauraumkanal ist ein gutes Stichwort. Denn Abwasserentsorgung und Kanalisation sind ständige Themen für uns als Stadt.

Alleine in diesem Jahr haben wir dafür rund 3,7 Millionen Euro investiert, etwa für Inlinersanierungen an zahlreichen Stellen der Stadt, für die Anbindung Abtsdorfer Straße / Dammstraße, für Stauraumkanäle in verschiedenen Bereichen der Stadt und viele andere Maßnahmen.

Gerade diese Stauraumkanäle sind Investitionen, die wir im Hinblick auf einen verbesserten Hochwasserschutz unternommen haben und die als Vorsorge dienen.

Im Straßenbau haben wir heuer einiges ins Werk gesetzt, zum Beispiel Am Friedhof Regensburger Straße haben wir in mehreren Bauabschnitten neue Wirtschaftsgebäude, die Neugestaltung der Eingangsbereiche an der Ingolstädter- und Schweningerstraße herbeigeführt sowie eine neue Urnenwand und behindertengerechte Sanitäranlagen eingerichtet.

Dies hat das Erscheinungsbild des Friedhofs doch massiv verbessert und gerade diesen sensiblen Ort aufgewertet.

Unsere Investitionen in diesem Jahr von rund 20 Millionen Euro in Baumaßnahmen sind Ausgaben, die unseren Bürgerinnen und Bürgern und unserer Stadt zugute kommen.

Daneben sind es auch Investitionen, die für Aufträge in der Bauwirtschaft, besonders auch in unserer heimischen Bauwirtschaft sorgen.

Daher ist es sicherlich gut, dass wir als Stadt seit vielen Jahren mit einer weit aus dem Durchschnitt herausragenden Investitionsquote von 50 Prozent immer kraftvoll investieren und so für Beschäftigung sorgen, Beschäftigung, die auch für die Arbeitsplätze gerade in unserer Region wichtig sind.

In dem Zusammenhang ist es sicherlich interessant, dass wir in der Bauverwaltung und im Bausenat 184 Baugenehmigungen erteilt haben, die eine Bausumme von rund 72 Millionen Euro nach sich ziehen können; auch dies wirkt zum Nutzen der Bauwirtschaft.

Dies, meine sehr geehrten Damen und Herren, wird auch im nächsten und in den nächsten Jahren das Kennzeichen der Neumarkter Stadtpolitik sein.

Wir wollen kraftvoll, mit Augenmaß und vorausschauend für unsere Bürger investieren, und so gerade in Zeiten der Finanzmarktkrise und möglicher Auswirkungen auf die Wirtschaft für eine gesicherte Auftragslage von Seiten der öffentlichen Hand sorgen.

Dies wollen wir auch im Jahr 2009 beibehalten und für unsere Stadt und zum Wohl unserer Bürger investieren.

Unseren Investitionswillen haben wir mit dem vor wenigen Tagen vorbesprochenen Haushalt deutlich ausgedrückt und eine Investitionssumme von rund 48 Millionen Euro eingestellt.

2008, meine sehr geehrten Damen und Herren, war auch ein Jahr der Freude und des Stolzes.

Denn wir als Stadt Neumarkt haben als bisher einzige Stadt in Deutschland zum 2. Mal die Auszeichnung der UNESCO als Stadt der Weltdekade erhalten. Dies ist eine eindrucksvolle und einmalige Bestätigung für unsere Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit.

Hier, meine sehr geehrten Damen und Herren, spielt Neumarkt nicht nur in der Bezirks- oder Landesliga.
Hier, meine sehr geehrten Damen und Herren, spielen wir damit in der Bundesliga!

Denn erst neun Städte in Deutschland haben diese Auszeichnung überhaupt erhalten, und wir als Stadt Neumarkt sind die einzige in Deutschland, die diesen Titel zum zweiten Mal erhalten hat.

Vieles haben wir auf dem Sektor Nachhaltigkeit bereits angedacht, eingeleitet und umgesetzt.

Wir haben zum Beispiel das Thema nachhaltiges Beschaffungswesen in der Stadtverwaltung etabliert,
wir sind dem Klimabündnis beigetreten,
sie als Stadträte haben einen Beschluss "gegen ausbeuterische Kinderarbeit" gefasst,
wir sind am bayerischen Modellprojekt "Nachhaltige Bürgerkommune" beteiligt und gehören dem Qualitätszirkel zum kommunalen Klimaschutz an.

Klimawandel und der Umgang mit dem Klimawandel sind für mich ganz zentrale Themen für unsere zukünftige kommunalpolitische Arbeit. Ich habe mich daher gefreut, dass wir im Mai in Neumarkt das Klimaforum gründen konnten.

Dabei haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Gründungserklärung unterzeichnet, in der auch konkrete Reduktionsziele zum CO2 beinhaltet sind.

Denn eines ist klar:
Den Klimawandel haben wir bereits und laut Ansicht vieler Wissenschaftler ist diese Entwicklung nicht mehr umkehrbar.

Dies bedeutet für die Zukunft, dass wir auf zwei Feldern tätig werden müssen. Zum einen müssen wir alles daran setzen, auch vor Ort in den Kommunen, dass der Klimawandel nicht durch falsches Verhalten noch dramatischer fortgesetzt wird.

Zum anderen aber müssen wir Strategien und Maßnahmen entwickeln, wie wir mit dem bereits vorhandenen und nicht mehr reversiblen Klimawandel vor Ort hier bei uns in Neumarkt umgehen können und wollen. In dem Zusammenhang haben wir 2008 erstmals die Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz zusammen mit der Neumarkter Lammsbräu organisiert.

Hochrangige Referenten waren hierbei in Neumarkt und haben zum Klimaschutz in Kommunen und Unternehmen referiert.

Deutlich wurde dabei auch, dass es für den Umgang mit dem Klimawandel keine Lösungen von der Stange gibt, sondern dass jeweils individuell für die Gemeinden abgestimmt eigene Umgangsweisen und Maßnahmen zum Tragen kommen können und sollen.

In dem Zusammenhang Nachhaltigkeit ist auch angedacht, ein bayerisches Koordinationsnetzwerk Klimawandel mit Sitz in Neumarkt zu installieren, ein Vorhaben, das wenn es gelingt, den Standort Neumarkt noch einmal deutlich aufwerten wird.

Das 100-Dächer-Solarprogramm ist als weitere Maßnahme in Vorbereitung und ich hoffe, dass wir dies Anfang 2009 umsetzen können.

Ebenfalls in Auftrag gegeben haben wir einen Energienutzungsplan und einen Klimaschutzfahrplan.

Zwei Firmen haben wir dazu beauftragt, sowohl den Ist-Zustand festzustellen, als auch konkrete Maßnahmen vorzustellen, wo und welche Verbesserungen und Entwicklungen hier in der Stadt möglich sind.

Und zuletzt haben wir mit der Unterzeichnung des von der Europäischen Kommission initiierten Konvents der Bürgermeister unterstrichen, dass wir die Klimaschutzziele auf lokaler Ebene umsetzen wollen.

Alle diese Beispiele belegen auch, dass es insgesamt in unserer Stadt darum gehen wird, wie wir uns künftig aufstellen und positionieren.

Nachhaltigkeit und die vielen Bestrebungen sowie die vielen Investitionen zugunsten der Stadt und ihrer Bürger sind auch Anstrengungen, gemeinsame Anstrengungen von uns allen, um Neumarkt im Wettbewerb der Kommunen attraktiv und vielleicht sogar noch attraktiver zu machen.

Ein herausragendes Kennzeichen unseres wirtschaftsfreundlichen Handelns waren und sind die äußerst günstigen Hebesätze bei den Grund- und bei der Gewerbesteuer, wo wir eine Spitzenstellung unter den Großen Kreisstädten einnehmen.

Ich erinnere nur daran:
Wir haben diese seit 33 bzw. 32 Jahren nicht mehr erhöht
und:
Sie befinden sich auf einem sensationell niedrigen Niveau.

Bei der Grundsteuer A nehmen wir hier den 3. und bei der Grundsteuer B mit dem niedrigsten Satz den ersten Rang unter den 28 Großen Kreisstädten in Bayern ein.

Bei der Gewerbesteuer lagen wir bisher zusammen mit vier anderen Großen Kreisstädten an der Spitze.
Hier haben wir vor wenigen Tagen für das nächste Jahr beschlossen, den Satz sogar noch um weitere 5 Prozentpunkte zu senken. Damit liegen wir nun alleine an der Spitze unter den Großen Kreisstädten in Bayern.

Dies ist ein weithin sichtbares Signal von uns an die Unternehmen, an Handel, Handwerk und Dienstleistung, dass wir ein guter Partner unserer Wirtschaft sind und wir haben dies immer wieder unter Beweis gestellt.

Unsere ständigen Kontakte, die Bemühungen bei Ansiedlungen, Umsiedlungen und Erweiterungen sind weitere Mosaiksteine unseres wirtschaftlichen Handelns.

Auch unsere große Investitionsbereitschaft ist ein Markenzeichen Neumarkter Wirtschaftspolitik.

Als Oberbürgermeister habe ich immer wieder den Kontakt zur IHK gesucht, zur Werbegemeinschaft, dem Tourismusverband und anderen im Wirtschaftssektor Tätigen.

Wir haben Firmen besucht und uns so manches Problem vor Ort angesehen. Eine gesunde Wirtschaft und eine hohe Beschäftigungsquote sind ganz elementare Grundlagen für eine gute Stadtpolitik, sie sind auch elementar und wichtig für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt.

Daher haben wir uns sehr gefreut, dass in diesem Jahr die Arbeitslosenquote gerade in Neumarkt einen deutlichen Tiefststand erreicht hat und umgekehrt gesehen, dass damit so viele Menschen in Beschäftigung waren, wie lange nicht mehr.

Ich hoffe daher sehr, dass die Finanzmarktkrise hier nicht zu sehr durchschlägt.

Ich hoffe auch, dass unsere Wirtschaft gerade auch die heimische Wirtschaft, hier Stabilitätsmechanismen entwickelt, die eine mögliche Zeit der Rezession überbrücken und mit innovativer Kraft in eine neue Aufschwungphase führen können.

Wir als Stadt wollen hier unseren Teil zu einem gesunden Gedeihen beitragen, die Senkung der Gewerbesteuer ist nur eine von vielen Maßnahmen. In diesen Zusammenhang gehört auch das Stadtmarketing, das wir als Stadt mit dem Auftrag an die Firma GMA in die Wege geleitet haben.

Vor wenigen Wochen haben wir sie in einer Klausurtagung über erste Ergebnisse aus dem vorbereitenden Stadtmarketingprozess informiert.

Ich bin mir sicher, dass wir hier noch vieles zu bewerkstelligen haben und dass wir diese Aufgabe mutig und konstruktiv angehen sollten.

Dieser sehr kompakte vorbereitende Prozess ist auf einem guten Weg und auch die Rückmeldungen von allen Seiten, von IHK, Handwerk, Einzelhandel und Werbegemeinschaft sind doch ermutigend.

Wir wollen im nächsten Jahr dazu die entsprechenden Strukturen installieren und ein Konzept präsentieren.

Hierbei ist für mich – wie bei allen Projekten unserer Stadt – klar:
Nur gemeinsam und nur in einer umfassenden Mitwirkung aller Beteiligten im ideellen und materiellen Sinne können solche zukunftsorientierte Aufgaben angepackt und umgesetzt werden.

Denn wir wollen, dass Neumarkt weiterhin ein attraktiver Wohn-, Wirtschaft-, Einkaufs- und Lebensstandort ist, und wir als Stadt werden weiterhin alles dafür tun.

Wir werden dies auch im übernächsten Jahr eindrucksvoll beim Stadtjubiläum demonstrieren.

Wie sie wissen, wird unsere Stadt dann 850 Jahre begehen und das Jahr 2009 steht daher bereits ganz im Zeichen der Vorbereitungen dieses Stadtjubiläums. Hier wie auch sonst gilt:

Wir als Stadt können nur einen Teil herstellen, erstellen oder bereitstellen. Vieles, was unser Neumarkt auszeichnet, geschieht aber durch eine Vielzahl von Menschen in Neumarkt, die sich engagieren, das Stadtgeschehen mitgestalten und mittragen.

Es sind die Ehrenamtlichen, die mit Einsatz und Kreativität unsere Stadt auf wunderbare Weise bereichern.

Ob in Kultur oder Sport, den Vereinen, Verbänden und Organisationen, es sind immer viele Menschen zugange, die sich nicht in ihrem Nest zuhause einspinnen und nur auf sich schauen.

Es sind Menschen, die für andere da sind, die für das Gemeinwohl Verantwortung übernehmen und die damit bewundernswertes bürgerschaftliches Engagement an den Tag legen.

Dieses besondere Kennzeichen unserer Stadt ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass wir in einer liebens- und lebenswerten Kommune leben.

Wir besitzen viele dieser einsatzwilligen und couragiert Bürger.

In den Ehrungen haben wir vorhin einige davon ausgezeichnet und sie stehen stellvertretend für einen tausendfachen Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt.

Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle in meinem und ganz sicherlich auch in ihrem Namen ganz herzlich Danke sagen für das große und unersetzliche ehrenamtliche Engagement in Neumarkt.

In diesen Dank möchte ich aber auch sie, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat und sie, sehr geehrte Bürgermeisterkollegen einschließen. Draußen wird nicht ersichtlich, was und wie viel sie mit ihrem Einsatz für die Stadt leisten.

Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, wohlgemerkt ehrenamtlich Politik für diese Stadt zu betreiben.

Und sie absolvieren dabei ein großes Pensum, wenn sie sich vor Augen führen, dass dabei alleine pro Jahr 60 Sitzungen zusammenkommen, die jeweiligen Fraktionssitzungen und sonstigen Arbeitskreise und ähnliches noch nicht einmal gezählt.

Viele von ihnen engagieren sich auch in einem bestimmten Aufgabenbereich als Referenten, dies bedeutet auch weitere und zusätzliche Belastung.

Ich danke ihnen, meine Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat ganz herzlich dafür, dass sie diese Aufgabe als Stadträte von Neumarkt übernommen haben und auf diese Weise engagiert an der Zukunft Neumarkts mitwirken.

Ganz herzlich möchte ich dir, liebe Bürgermeisterin Ruth Dorner und dir lieber Bürgermeister Franz Düring danken.

Ihr seid mir gute Partner an der Seite und weit mehr als nur Stellvertreter. Ich darf an dieser Stelle sagen, dass wir eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeiten pflegen und ich bin zuversichtlich, dass dies auch in Zukunft so sein wird – Herzlichen Dank dafür.

Wir haben in diesem Jahr deutlich Bewegung in den jahrelangen Stillstand am Unteren Tor gebracht und mit der Aufhebung des so genannten "Krause- Vertrages" die Handlungsfähigkeit der Stadt wieder hergestellt.

Dies konnten wir durch einige wichtige Bemühungen in den letzten drei Jahren erreichen.

Zum einen konnten wir durch gute Verhandlungen mit Herrn Krause eine Ergänzung des Erbbaurechtsvertrages herbeiführen, in der Rücktrittsrechte und Fristen festgeschrieben sind.

Und wir haben mit zahlreichen Vorarbeiten wie der Altlastenentsorgung, der Kanalumlegung, dem Bauleitplanverfahren und der Erteilung der umfangreichen Baugenehmigung die Voraussetzung dafür geschaffen, dass Fristen gegriffen und Rücktrittsmöglichkeiten eintreten konnten.

Mit dem Beschluss des Stadtrates wegen fehlender Bankbürgschaft das Rücktrittsrecht auszuüben, sind wir in unser Gespräch mit Herrn Krause gegangen und haben dabei einen Aufhebungsvertrag erreicht, der keinerlei finanzielle Forderungen Krauses gegenüber der Stadt beinhaltet.

Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, war und ist für mich die stadtpolitisch größte und wichtigste positive Entwicklung dieses Jahres und alle Beteiligten werden ermessen können, wie aufwändig und langwierig dieser Erfolg erkämpft worden ist.

Dies, wie auch unsere Bemühungen um das Hackschnitzelheizkraftwerk, zeigen deutlich, dass wir im Hinblick auf Großprojekte heute nicht in Wochen, Monaten oder ein oder zwei Jahren denken können.

Solche Großprojekte sind inzwischen mit den vielfältigsten Fallstricken und Problemen behaftet, von der EU-Ausschreibungspflicht bis hin zu der vielschichtigen inhaltlichen Problematik und den vielen auseinander strebenden Einzelinteressen.

Es gilt daher, dass wir im Hinblick auf Großprojekte auch ein anderes Augenmerk bekommen und uns eine andere Sichtweise aneignen.

Was vor 20 oder 30 Jahren vielleicht in mehreren Jahren umsetzbar war, kann heute durchaus längeren Atem brauchen.

Um aber diesen längeren Atem zu haben, müssen wir auch positiv und geduldig an die Projekte herangehen, wir müssen sie gemeinsam voranbringen und gemeinsam tragen.

Um es aber noch einmal zu betonen:

In Neumarkt ist 2008 viel geschehen, wie mein kleiner Streifzug hoffentlich verdeutlicht hat.

20 Millionen Euro in einem Jahr für Hoch- und Tiefbaumaßnahmen auszugeben, ist wahrlich ein deutliches Zeichen für eine hohe Investitionstätigkeit in unserer Stadt!

In dem Zusammenhang appelliere ich auch an sie alle, dass wir vielleicht auch ein Stück wieder wegkommen von dieser Haltung, überall nur die Probleme und Hürden zu erkennen,
oder uns mit dem Blick auf zwei oder drei langwierige Großprojekte den positiven Blick auf die vielen tatsächlichen Veränderungen in unserer Stadt zu verstellen,
für Veränderungen, die gerade bei den Bürgerinnen und Bürgern aber oft wesentlich mehr zur Geltung kommen und für sie wesentlich mehr Bedeutung besitzen.

Ein sicherer Überweg über eine Straße,
Kanäle, die nicht mehr bei starkem Regen überquellen oder
eine gründlich sanierte und erneuerte Schule sind oftmals für unsere Neumarkterinnen und Neumarkter ausschlaggebender, als dies so manches Großprojekt ist.

Gleichzeitig dürfen wir diese Großprojekte aber auch nicht außer acht lassen, denn sie sind es auch, mit denen wir uns nach außen hin positionieren. Vieles, meine sehr geehrten Damen und Herren liegt hinter uns.

Vieles, sehr geehrte Gäste, wartet 2009 auf uns.

Ich bin mir aber sicher, dass wir - die Bürgermeister, der Stadtrat und die Stadtverwaltung - auch im nächsten Jahr unsere Arbeit so erfolgreich wie gewohnt und mit viel Tatkraft angehen werden.

Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Blick auf die großen und kleinen Themen Entscheidungen treffen und umsetzen, bei denen wir das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger als oberste Richtschnur ansehen.

Ich für meine Person kann das Jahr 2008 als erfolgreiches Jahr für Neumarkt verbuchen und konstatiere, dass erheblich investiert und sehr viel umgesetzt worden ist.

Neumarkt ist gut vorangekommen.

Und ich weiß, dass ich auch im Jahr 2009 mit großer Hingabe und mit viel Einsatz dafür sorgen werde, damit unsere Stadt ihren überaus positiven Weg weitergehen kann.

Dabei bin ich mir sehr wohl bewusst, dass die vor uns liegenden großen und kleinen Aufgaben nur in einer guten Zusammenarbeit von uns allen angegangen und gelöst werden können.

Darauf baue ich für das Jahr 2009.

Wenn wir in wenigen Tagen die Weihnachtsfeiertage begehen, so wünsche ich für sie alle, dass sie von der Politik und dem Alltag Abstand nehmen und die schönen Stunden genießen können.

Ich hoffe, dass sie mit ihren Familien besinnliche Momente und auch erholsame Tage verbringen werden und das Weihnachtsfest für sie nicht nur irgendein Fest ist,
sondern dass es ein Fest wird, dessen besonderer Charakter und ganz spezielle Atmosphäre sie bereichert.

Ich wünsche ihnen nun,
sehr geehrte Bürgermeisterkollegen,
sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,
sehr geehrte Gäste,
liebe Neumarkterinnen und Neumarkter
ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest
sowie Gesundheit, Erfolg und viel Glück im Jahr 2009!
17.Dezember 2008

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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang