neumarktonline Dokumentation

Neujahrsempfang der Stadt Neumarkt 2014

Von Oberbürgermeister Thomas Thumann

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Man kann sicherlich noch nicht vorhersagen, wie dieses Jahr 2014 verlaufen wird, denn es ist wie mit allem Zukünftigen, es liegt im Dunkeln und niemand kann es voraussehen.

Hier gilt wohl, was der französische Schriftsteller Victor Hugo einmal gesagt hat:
"Die Zukunft hat viele Namen.
Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare.
Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.
Für die Mutigen ist sie die Chance."

Ich wünsche Ihnen jedenfalls, dass Sie zu Letzteren gehören und das neue Jahr als Chance ansehen und es entsprechend gestalten.

Eines kann man über das Jahr 2014 aber jetzt schon sagen, es wird ein Jahr der Erinnerungen und Jubiläen.

Nicht nur das Rote Kreuz wird dann 150 Jahre alt werden, wir blicken auf 25 Jahre Mauerfall zurück und auch die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts werden dann im Fokus stehen:
Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg und vor 75 Jahren der 2. Weltkrieg.

Beide Kriege haben Europa und die Welt in einen zerstörerischen Strudel gerissen und nur Leid, Vernichtung und Unmenschlichkeit zurückgelassen.

Wir in Neumarkt haben uns gerade der Geschichte des 2. Weltkrieges in den letzten Jahren immer wieder gestellt, etwa in dem wir ein Buchprojekt zur Geschichte Neumarkts im Dritten Reich durchgeführt haben, in Ausstellungen die Geschehnisse dargestellt haben oder zum Beispiel auch durch die Widmung des Weges durch den Stadtpark als Ilse- Haas-Weg.

Engagierte Neumarkterinnen und Neumarkter, allen voran die Schulen haben sich dem Thema Nationalsozialismus, Krieg, Judenverfolgung und Vernichtung angenommen.

Und auch der Musical- und Theaterverein hat etwa 2011 mit dem Musical "Der letzte Brief" und im letzten Jahr mit dem Musical "Hitlerjunge Adolf" die Geschehnisse und die Schicksale der Menschen in künstlerischer Weise zusammengeführt. Ausstellungen und die Aufstellung einer Gedenktafel für die Bombenopfer im Heiligenwald gehörten mit dazu.

Herzlichen Dank den Mitgliedern des Musical- und Theatervereins, herzlichen Dank den Schülerinnen und Schülern und allen Neumarktern, die sich mit viel persönlichem Engagement diesen Geschehnissen gewidmet haben.

Herzlichen Dank sage ich an dieser Stelle aber auch allen anderen, die in unserer Stadt in Vereinen, Verbänden, Organisationen, bei den Hilfs- und Sicherheitsdiensten und auch privat großes Engagement zeigen und sich dabei ehrenamtlich für andere einsetzen.

Sie wirken so am Gemeinwohl mit und bereichern unser Land, unsere Heimat und unsere Stadt. Wir werden heute noch die Auszeichnung "Stille Helden" verleihen und damit wieder Mitbürgerinnen und Mitbürger würdigen, die sich freiwillig und ehrenamtlich für andere engagieren.

Wir tun dies stets stellvertretend für alle Ehrenamtlichen in unserer Stadt und wollen damit zeigen, wie dankbar wir für diesen unersetzbaren Dienst sind.

Wenn ein Jahr zu Ende gegangen ist, so fragt man sich schon, was davon als Erinnerung eigentlich erhalten bleibt:

Ist es für das Jahr 2013 der Rücktritt von Papst Benedikt und die Wahl von Franziskus zum neuen Papst?
Werden es die Landtags- oder Bundestagswahl sein,
die NSA-Spähaffäre,
die Hochwasserkatastrophe in Deutschland
oder die Flutkatastrophe auf den Philippinen?
Wird es der Krieg in Syrien sein oder sind es die Unruhen in Ägypten und anderen Bereichen im Nahen Osten?
Ich denke, hier wird jeder seine eigene Auswahl treffen und aus der Flut an Informationen das auswählen, was ihm bedeutsam erscheint.

Dabei gewinnt man jedenfalls den Eindruck, dass die Informationsflut aufgrund der modernen Techniken wie E-Mail, Twitter, Facebook, Smartphones, etc. immer schneller und in einer immer größer werdenden Fülle an die Menschen heran getragen wird.

Und dieser Umstand setzt den Menschen in einer Zeit, in der die Belastungen im Beruf und im Privaten ohnehin schon als immer größer empfunden werden, in eine stetig wachsende Hektik. Um so mehr ist es wichtig, immer wieder inne zu halten und sich des Augenblicks zu erfreuen. Genau das möchten wir heute mit dem städtischen Neujahrsempfang in seiner Gesamtheit erreichen.

Bei der Erstellung meiner heutigen Rede bin ich auf eine kleine Geschichte über das Geheimnis der Zufriedenheit gestoßen, die aus dem Zen-Buddhismus stammt:

Das Geheimnis der Zufriedenheit
Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zen-Meister.
"Meister", fragte einer von ihnen "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Ich wäre auch gerne so glücklich wie du."
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln:
"Wenn ich liege, dann liege ich.
Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf.
Wenn ich gehe, dann gehe ich
und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde.
Einer platzte heraus:
"Bitte, treibe keinen Spott mit uns.
Was du sagst, tun wir auch.
Wir schlafen, essen und gehen.
Aber wir sind nicht glücklich.
Was ist also dein Geheimnis?"

Es kam die gleiche Antwort:
"Wenn ich liege, dann liege ich.
Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf.
Wenn ich gehe, dann gehe ich
und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden betrachtend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu:
"Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst.
Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen.
Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht
und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet.
So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt.
Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."

Trotz aller Ablenkung in unserer modernen Welt wünsche ich Ihnen, dass Sie diesen Schnittpunkt immer wieder finden und dass dieser nicht messbare Augenblick des Glücks und der Zufriedenheit möglichst lange anhält.

Sie alle hier im Saal werden mir Recht geben, dass die Errungenschaften der modernen Informationstechnik sicherlich notwendig sind, aber von jedem Einzelnen mehr oder weniger als Segen oder auch als Fluch empfunden wird.

Nicht von ungefähr steht das diesjährige Wissenschaftsjahr unter dem Titel "Die digitale Gesellschaft" und bietet die Gelegenheit, über diese Entwicklung nachzudenken.

Möglicherweise sollte man der digitalen Welt zumindest etwas skeptisch gegenüberstehen und die sogenannte Computerisierung wenigstens in Teilen für bedenkenswert halten.

Lassen Sie mich an dieser Stelle eine Anekdote einfügen, die ihren Ausgang bei einer Computermesse in den USA genommen haben soll:

Dabei hatte Bill Gates die Computerindustrie mit der Autoindustrie verglichen und dazu gemeint: "Wenn General Motors mit der Technologie so mitgehalten hätte wie die Technik der Computerindustrie, dann würden wir heute alle 25-Dollar-Autos fahren und 1000-Meilen mit knapp 4 Litern Sprit bewältigen können."

General Motors blieb angeblich die Antwort nicht schuldig und schrieb bald darauf in einer Pressemitteilung:

Wenn wir eine Technologie wie Microsoft entwickelt hätten, dann würden wir heute alle Autos mit folgenden Eigenschaften fahren:
  1. Jedes Auto würde ohne erkennbaren Grund zweimal am Tag eine Panne haben.
  2. Jedes Mal, wenn die Linien auf der Straße neu eingezeichnet werden, müssten wir ein neues Auto kaufen.
  3. Gelegentlich würde das Auto ohne erkennbaren Grund auf der Autobahn einfach ausgehen und man müsste das akzeptieren, neu starten und könnte dann erst weiterfahren.
  4. Außerdem würde das Auto immer nur für eine Person zur Verfügung stehen, denn für jeden weiteren Mitfahrer müsste man einzelne Lizenzen dazu erwerben,
  5. Das Airbag-System würde vor jedem Auslösen bei einem Aufprall fragen: "Sind sie sicher?" und
  6. Nicht zuletzt müsste der Autofahrer bei jedem neuen Auto, das auf den Markt käme, das Fahren neu erlernen, weil keiner der Bedienhebel mehr so funktionieren würde wie in den alten Autos.
Ganz egal, ob diese Geschichte nun wahr ist oder eine Anekdote, sie bringt doch auch die Einschränkungen und Risiken der Computernutzung ein wenig zum Vorschein.

Es wird sicherlich eine spannende Beobachtung sein, wie sich Kommunikation, Zwischenmenschlichkeit und auch das politische Leben durch die neuen über Computer und Internet geschaffenen medialen Möglichkeiten wandeln - ob zum Besseren oder zum Schlechteren wird die Zukunft zeigen.

Ich persönlich halte es da gerne mit einer etwas pragmatischeren Lösung und nutze die modernen Medien, ohne dass ich deren Bedeutung zu hoch ansetze und indem ich auch die Inhalte kritisch hinterfrage.

Aber ob nun bei den klassischen oder neuen Medien sind mir Nachrichten mit positivem oder sachlichem Inhalt lieber als reißerische oder gar manipulative Inhalte, die an der Realität vorbeigehen. Für mich sind es daher eher die guten Nachrichten, die mich interessieren, wie etwa die, dass die glücklichsten Menschen Deutschlands in Niederbayern und in der Oberpfalz leben, wie eine Infratest DIMAP-Umfrage im Auftrag der ARD erbracht hat.

Und dazu passt auch folgende Aussage:
"In unserer schönen Stadt Neumarkt kann man gut leben!"
In vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern kann ich diesen Satz, den ich nur unterstreichen kann, oft hören.

Auch eine statistische Auswertung einer Befragung der Neubürgerinnen und Neubürger ergab den Hinweis, dass gerade die Lebensqualität in der Stadt Neumarkt als sehr positiv gesehen wird. Wir alle als Gesamtheit der Bürgerinnen und Bürger haben die Aufgabe, an der Lebensqualitätssteigerung unserer schönen Heimatstadt gemeinsam zu arbeiten und sie weiter zu entwickeln.

Die Stadt Neumarkt hat im letzten Jahr enorme Anstrengungen hierzu unternommen. Wir haben viel investiert, große Projekte auf den Weg gebracht und wir können auf eine hervorragende Bilanz verweisen.

Nur die größeren Ausgabeposten im Bereich des Verwaltungs- und Vermögenshaushalts erreichen 2013 bereits ein Volumen von 60 Millionen Euro und zeigen, was und wie viel im letzten Jahr von der Stadt abgewickelt und geleistet worden ist.

2013 war aber einmal mehr auch ein Jahr, in dem wir so hohe Einnahmen verzeichnen können, wie kaum vorher, seien es die Grundsteuern, der Anteil an der Einkommenssteuer oder die Gewerbesteuer – alles in allem eine Gesamtsumme an Einnahmen von weit über 50 Millionen Euro!

Alleine bei der Gewerbesteuer liegen unsere Einnahmen nach dem vorläufigen Ergebnis mit 28,6 Millionen Euro um fast 25 % über dem im Haushalt ursprünglich angesetzten Betrag.

An dieser Stelle möchte ich ganz herzlich allen Unternehmen, Firmen, Handwerkern, Händlern, allen Organisationen und Einrichtungen danken, die ihren Sitz in unserer Stadt haben und mit ihren tüchtigen, fleißigen und einsatzbereiten Mitarbeitern dafür sorgen, dass Neumarkt ein pulsierender und äußerst erfolgreicher Wirtschaftsstandort ist.

Herzlichen Dank Ihnen allen!

Für 2014 kann ich jetzt schon verkünden, dass wir unsere hervorragenden Rahmenbedingungen für die Firmen und die Bürger auch in diesem Jahr nicht verändern wollen und so weiterhin die sicher einmalige Situation vorweisen können, dass wir seit fast 40 Jahren die Hebesätze für die Gewerbesteuer und die Grundsteuer nicht mehr erhöht haben und damit unter den Großen Kreisstädten in Bayern mit den günstigsten Hebesätzen zudem an der Spitze liegen.

Erst heute konnten wir die gute Nachricht verkünden, dass wir 2014 den Strompreis doch nicht wie noch im Herbst befürchtet erhöhen müssen und den Gaspreis sogar senken können - dank guter Einkaufspolitik der Stadtwerke und gesunkener Marktpreise.

Wir lassen zudem alle anderen Gebühren und Beiträge 2014 unverändert und zeigen damit einmal mehr, dass wir darauf achten, unsere Bürgerinnen und Bürger nur in angemessener Weise zu belasten. Auch ein anderer Kennwert ist im Jahr 2013 gestiegen: die Einwohnerzahl Neumarkts.

Schon zum zweiten Mal hintereinander können wir nach Jahren der Stagnation oder des Rückgangs damit auf eine Zunahme der Bevölkerung verweisen, die im letzten Jahr um 122 Bürgerinnen und Bürger auf nunmehr 38.735 Hauptwohnsitze in Neumarkt zugenommen hat.

Alles in allem gehen wir also mit ausgezeichneten Voraussetzungen in das Jahr 2014 in Neumarkt. Wenn das Jahr 2013 schon ein sehr arbeitsreiches und intensives Jahr gewesen ist, so kann ich jetzt schon vorhersagen, dass das neue Jahr dem nicht nachstehen wird, für das wir im Frühjahr wohl einen in dieser Höhe noch nicht gekannten Haushalt in Neumarkt aufstellen werden.

Seit meinem Amtsantritt in Neumarkt Ende 2005 haben wir bei der Stadt und den Stadtwerken über 250 Millionen Euro an tatsächlichen Investitionsausgaben vorgenommen und nun wage ich mich in einer Vorhersage:

Es werden heuer sehr viele Millionen dazu kommen, mit denen wir unsere Stadt vorwärts bringen und weiterentwickeln wollen!

Denn da erwarten wir die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Transportleitung für die Versorgung mit Trinkwasser aus der Laber-Naab-Gruppe als zweites Standbein unserer Wasserversorgung.

Dann können wir den Abschluss dieses Großprojektes vermelden und den Schlusspunkt bei den jahrzehntelangen Bemühungen um eine gesicherte Trinkwasserversorgung für Neumarkt setzen.

Aber auch andere Projekte werden 2014 fertiggestellt werden, so etwa die Sanierung des Bürgerhauses und der Neubau von Räumen für das Standesamt und das Jugendbüro im Anschluss daran.

Auch den Bau einer Schlammentwässerungsanlage und den Einbau neuer Gasmotoren bei unserer Kläranlage werden wir heuer umsetzen, genauso wie den Neubau von Räumen für eine Kinderkrippe in Pölling.

Zusammen mit dem Landkreis und dem Klinikum errichten wir eine ganze Kindertagesstätte mit Kinderkrippe und Kindergarten im Bereich "Alte Landwirtschaft" und wir werden im Bereich Unteres Tor in den Tiefbau einsteigen und dafür alleine in diesem Jahr 8 Millionen Euro ins Werk setzen.

Hier freuen wir uns auch schon auf die Arbeiten der Firma Bögl zum Bau des Neuen Marktes. Bezogen auf das Gesamtareal werden in den nächsten Jahren Baumaßnahmen in einem so hohen Millionenbereich vonstatten gehen wie es sie in unserer Stadtgeschichte wohl noch kaum an einer einzigen Stelle Neumarkts gegeben hat.

Umsetzen werden wir auch das Turnerheim mit der Sanierung des Kopfbaus und dem Bau einer Zweifachturnhalle, wir werden bei der Theo-Betz-Schule die Vorfeldgestaltung durchführen und wir werden beginnen, die Grundschule Bräugasse zur Ganztagesschule umzugestalten.

Für die Entwicklung des Areals "Im Kloster" haben bereits die Abbrucharbeiten begonnen und die Bauarbeiten werden zügig vorangetrieben werden, so dass diese gelungene Konzeption einer idealen städtebaulichen Verknüpfung mit der Altstadt in den nächsten Jahren Zug um Zug wachsen kann, bis dann der Versammlungsraum, den wir als Stadt errichten, der Wohnungsbau und der Bau der evangelischen Kirche mit einem Gemeindezentrum abgeschlossen sein werden.

Der Wettbewerb zur Innenstadtgestaltung befindet sich in der Optimierungsphase und wir erwarten im Frühjahr die Entscheidung des Preisgerichts.

Und auch beim Architektenwettbewerb zum Ganzjahresbad sollen im Mai die Ergebnisse vorliegen und dann werden wir sehen, welche Ideen, Konzepte und Möglichkeiten uns die Büros für ein attraktives Bad aufzeigen können – für viele Neumarkter ist dies sicherlich ein wichtiges Thema.

Zuvor werden aber im März noch die Kommunalwahlen zu absolvieren sein und ich danke bereits heute an dieser Stelle allen, die sich im Laufe der letzten Jahre im Neumarkter Stadtrat engagiert haben – wohlgemerkt ehrenamtlich engagiert haben.

Herzlichen Dank für diesen Einsatz zugunsten der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger. Sie, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte haben dazu beigetragen, dass unsere Stadt nicht nur laut Slogan eine "Starke Stadt" ist, sondern dass sie eine "Wohlfühlstadt" mit besten Zukunftsvoraussetzungen ist.

Freuen dürfen wir uns 2014 wieder auf unsere beliebten Veranstaltungen, etwa die Reihe "Sommer im Park", das Frühlings-, Altstadt- und Volksfest, auf das Oldtimertreffen, den Stadtlauf, das Kinderbürgerfest, die Internationale Meistersinger Akademie und vieles mehr.

Es steht viel an, viel Arbeit liegt vor uns und wir gehen mit hervorragenden Voraussetzungen an diese heran.

Und ich meine schon, dass es in Neumarkt wenig Grund zum Klagen und zum Bekritteln geben würde, nicht selten wäre sogar Anlass, sich richtig zu freuen oder auch einmal ein wenig stolz zu sein.

Trotzdem hat man manchmal den gegenteiligen Eindruck und könnte fast meinen, um Neumarkt steht es schlecht, nichts passt so wie gewünscht und jeder findet etwas, das ja nun überhaupt nicht so funktionieren kann.

Der Spruch "In Neumarkt jammern wir auf höchstem Niveau" trifft die Sache manchmal schon sehr treffend und beschreibt, dass man wegen einem einzelnen Problem oder einem Hindernis das Ganze, das Positive und das Schöne nicht mehr sieht.

Deshalb hilft manchmal, den Blickwinkel zu verändern, um die Angelegenheit wieder in einem anderen Licht zu sehen.

Eine Weisheit aus China besagt:
"Jedes Ding hat drei Seiten:
Eine, die du siehst,
eine, die ich sehe und
eine, die wir beide nicht sehen."

Der Dalai-Lama hat einmal folgende Vorgehensweise vorgeschlagen, wenn man bei Problemen oder Hindernissen das Ganze aus den Augen verliert oder nicht weiterkommt:
Man soll sich in Gedanken von der Erde weg bewegen und wie ein langsam steigendes Raumschiff an Höhe gewinnen.
Mit jedem Meter Höhe werden die Probleme und Ereignisse kleiner und kleiner.
Und mit jedem Meter Höhe wird der Blick auf das Wesentliche immer klarer.

Begeben Sie sich nun mit unserem heutigen Referenten Prof. Dr. Walter, den ich nochmals sehr herzlich begrüße, auf eine solche Reise und erleben Sie einen neuen, einen anderen Blick auf die Erde, auf das Leben und auf die Schönheit dieses Planeten.

Prof. Walter wird dabei ganz sicherlich viel aus seiner eigenen Erfahrung im Weltall vermitteln können, schließlich war er zehn Tage lang an Bord der D2-Mission unterwegs und hat dort viele Experimente durchgeführt.

Prof. Walter hat schon viele Bücher und Artikel zum Thema Weltraum, Raumfahrt und zu seinen Erfahrungen herausgebracht.
Er schreibt regelmäßig Kolumnen und Artikel für Zeitschriften und moderiert auch Wissenschaftssendungen im Fernsehen.
Es erwarten Sie einzigartige Bilder von der Mission, an der Prof. Walter teilgenommen hat, Bilder mit einer eindrucksvollen und unbeschreiblichen Schönheit.

Jetzt wünsche ich Ihnen ein möglichst nachhaltiges und gemeinsames Abheben von der Erde in den Weltraum, viel Vergnügen beim folgenden Vortrag und der anschließenden Ehrung der "Stillen Helden" sowie im Anschluss dann im Foyer viele gute Gespräche!

Und für 2014 wünsche ich Ihnen allen, den Neumarkterinnen und Neumarktern, unseren Gästen und Freunden von ganzem Herzen Glück, Gesundheit und viel Erfolg!

Es handelt sich hier um das zur Verfügung gestellte Rede-Manuskript. Die tatsächlich gehaltene Rede kann davon geringfügig abweichen
16.Januar 2014

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ISSN 1614-2853
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