MdL Albert Füracker

Keine Überraschungen


Vor der konstituierenden Sitzung wurden die neuen Kreisräte feierlich vereidigt.


Die neue Landkreisspitze: Rudi Bayerl, Albert Füracker, Carolin
Braun, Landrat Albert Löhner und Willi Gailler (v.l.).
NEUMARKT. Bei den Wahlen zu den Stellvertretern von Landrat Albert Löhner gab es am Donnerstag im Kreistag keine Überraschungen.

Wie im Vorfeld abgesprochen reklamierte die CSU zwei der vier Posten für sich und half gleichzeitig der SPD, den dritten Stellvertreter zu stellen. Die vierte Position blieb für die UPW.

Erster Stellvertreter bleibt Willibald Gailler - weitere Stellvertreter sind die beiden Kreisvorsitzenden von CSU und SPD, Albert Füracker und Carolin Braun - die sich übrigens auch im Landtagswahlkampf als Direktkandiaten gegenüberstehen - sowie Rudi Bayerl von der UPW.

Landrat Löhner gab in der Sitzung einen kurzen Ausblick auf die beginnende Kreistagsperiode 2008 bis 2014 und nannte dabei als wichtigste Aufgaben die Weiterentwicklung des Klinikums, die Schulentwicklungsplanung, die Neustrukturierung des ALG II, die Kinder- und Jugendhilfeplanung, den Ausbau von Kreisstraßen, Radwegen und des ÖPNV, die Mitwirkung in der Metropolregion Nürnberg, das Studienzentrum Gesundheitsökonomie und die "Modellregion im Umweltcluster".

Ziel sei eine ganzheitliche Zukunftssicherung und "Gestaltung für die Region mit eigenem Profil", sagte Löhner. Dazu müßte das Konzept der Regional- und Landkreisentwicklung in den nächsten Sitzungen weiterentwickelt und optimiert und alle Fördermöglichkeiten "von EU über Bund bis hin zum Land" genutzt werden.

Er bat alle Kreisräte um "Mitarbeit ohne Parteipolitik". Insgesamt könne der Landkreis "mit Optimismus und Tatkraft in die Zukunft gehen".

Folgende 18 neue Kreisräte wurden von Landrat Löhner vereidigt: So sieht die Verteilung der Ausschüsse aus:

Kreisausschuß

Rechnungsprüfungsausschuß

Jugendhilfeausschuß

Wirtschafts- Landwirtschafts- und Umweltausschuß

Gesellschaft-, Kultur- und Sportausschuß

Krankenhausausschuß

Verbandsräte für Zweckverband Sparkasse

Vertreter Bayerischer Landkreistag

Verbandsräte Zweckverband Müllverwertung Schwandorf

Vertreter Regionaler Planungsverband

Interessensvertreter im Planungsverband Industrieregion Mittelfranken

Vertreter in der Vollversammlung des Kreisjugendrings

Ansprechpartner für den Kreisfeuerwehrverband

Vertreter beim Zweckverband Tierkörperbeseitigung in Scheuermühle

Vertreter Zweckverband Großraum Nürnberg (ZVGN)

Forum sozialer Landkreis


08.05.08

Neue Landrats-Stellvertreter

+++ Eilt! +++

NEUMARKT. Willibald Gailler, Albert Füracker, Carolin Braun und Rudi Bayerl sind neue stellvertretende Landräte.

Das beschloß der Neumarkter Kreistag in seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstag. Bei der Sitzung wurden außerdem die verschiedenen Ausschüsse des Kreistages besetzt.

Ausführlicher Bericht folgt.
08.05.08

Füracker ist Direkt-Kandidat


CSU-Kreisvorsitzender und Direktkandidat Albert Füracker.
Foto:Archiv
NEUMARKT. Albert Füracker soll den Landkreis Neumarkt in München vertreten. Mit 98,4 Prozent der Delegiertenstimmen wurde der CSU-Kreisvorsitzende am Freitagabend bei der Kreisvertreterversammlung als Direkt-Kandidat der CSU gewählt.

Füracker wertete das überragende Ergebnis - nur drei Gegenstimmen bei nahezu 200 Delegierten - auch als Bestätigung seiner Arbeit. Als Wahl-Ziel im Herbst 2008 gab er in einem Gespräch mit neumarktonline unmittelbar nach seiner Nominierung "50 plus X" an, und korrigierte sich dann schmunzelnd: "vielleicht auch 50 plus XXL".

Die Ergebnisse der CSU bei der Landtagswahl im Jahr 1983 seien im Land und auch im Landkreis Neumarkt wohl "nie wieder" zu erreichen, gab sich der frischgebackene Direktkandidat realistisch: damals hatte die CSU in Bayern über 60 Prozent der Stimmen erreicht. Die CSU im Kreis Neumarkt schaffte atemberaubende 68,5 Prozent und auch Direktkandidat Hans Spitzner fuhr mit 67,8 Prozent deutlich mehr als zwei Drittel der Stimmen ein.

In seiner "Vorstellungsrede" - dabei gab es wohl keinen Delegierten, der ihn nicht kannte - machte Füracker vor der Wahl klar, "wofür ich stehe".

Er glaube, daß er als praktizierender Landwirt den ländlichen Raum in München gut vertreten könne. Und als Vater von vier Kindern seien ihm auch bildungspolitische Fragen nicht völlig fremd. Auch im Raum Neumarkt und in der Oberpfalz gäbe es "viele arme Leute", weshalb eine gute Sozialpolitik unabdingbar sei. Um die aber verwirklichen zu können, sei wiederum eine funktionierende Wirtschaftspolitik vonnöten.

Füracker war bereits im Juli einstimmig vom CSU-Kreisvorstand als Direkt-Kandidat empfohlen worden. Schon im März hatte Staatssekretär Hans Spitzner angedeutet, daß er zugunsten Fürackers auf "sein" Direkt-Mandat verzichten würde (wir berichteten).

Spitzner sprach bei der Versammlung am Freitagabend in seiner Eigenschaft als Bezirksvorsitzender (übrigens mit beim Waldlauf gebrochenen Fingern) Grußworte und bestätigte dabei Berichte, daß er durchaus auf einen Platz im Kabinett verzichten könnte (wir berichteten). Ob er und MdL Herbert Fischer im nächsten Jahr auf der Landesliste antreten werden, blieb auch am Freitag offen. Man werde nun zuerst einmal die Ergebnisse der Kommunalwahlen abwarten, hieß es.

Während CSU-Listenplätze schon einmal zu Zitterpartien werden können, ist eine Nominierung zum CSU-Direktkandidaten in einem Wahlkreis wie Neumarkt mit einer hunderprozentig sicheren Fahrkarte nach München gleichzusetzen. Füracker muß sich also ganz ernsthaft darauf vorbereiten, seiner Landwirtschaft weitgehend den Rücken zu kehren.

"Ich habe die Viehhaltung schon in den letzten Jahren laufend zurückgefahren", sagte Füracker zu neumarktonline. Der Betrieb laufe halt auf einem niedrigen Niveau weiter. Und vielleicht werde er ja in fünf Jahren nicht mehr wiedergewählt - "abhängig werde ich mich von der Politik nicht machen!"
12.10.07


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17. Jahrgang