Gesundheit

Heuer schon sechs TBC-Fälle

NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt scheint es zu einer leichten Zunahme bei der Zahl von Tuberkulose-Fällen zu kommen. Das sagte Gesundheitsamts-Chef Dr. Heinz Sperber kurz vor dem "Welt-Tuberkulosetag". Im letzten Jahr gab es acht Tbc-Erkrankungen; heuer sind es schon sechs.Im Jahre 2005 mussten sich 674 Neumarkter wegen der meldepflichtigen Krankheit untersuchen lassen.

Am 24. März 1882 teilte Robert Koch der Öffentlichkeit die Entdeckung des Erregers der Tuberkulose mit und erhielt für diese Entdeckung den Nobel-Preis. Daher wird am 24. März der Welt-Tuberkulosetag begangen, um auf die weltweite Situation und die Bedeutung dieser Infektionskrankheit aufmerksam zu machen.

Ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit Tuberkulose infiziert. Etwa acht bis neun Millionen Menschen erkranken jährlich neu an Tuberkulose. Etwa zwei Millionen Menschen sterben pro Jahr an dieser Erkrankung. Die Hauptursachen für die Tuberkulose sind Armut und schlechte medizinische Versorgung. Deshalb sind die hauptbetroffenen Länder in Afrika, in Südostasien und in Osteuropa.

In Deutschland nimmt die Zahl der Erkrankungen kontinuierlich ab. Im vergangenen Jahr gab es 6583 Neuerkrankungen, damit setzte sich der rückläufige Trend in Deutschland weiter fort.

"In Neumarkt hatten wir 2005 acht Neuerkrankungen", erklärte Gesundheitsamts-Chef Dr. Heinz Sperber. Um die Quelle der Infektion zu finden und um weitere Ansteckungen zu verhindern, mussten sich 674 Personen einer Kontrolluntersuchung unterziehen. Die Schwindsucht habe bei uns immer noch einen sozialen Makel, man spreche nicht gerne darüber. Die Krankheit sei jedoch bei frühzeitiger Erkennung gut mit Medikamenten zu behandeln.

Für das Jahr 2006 scheint es zu einer leichten Zunahme der Erkrankung zu kommen, sagte Sperber weiter. "Bereits im März 2006 hatten wir im Landkreis Neumarkt sechs Neuerkrankungen".
22.03.06

Gesundbrunnen im Klostergarten


Die Buben und Mädchen des Klosterkindergartens können sich an der gesunden Quelle laben, aus
der bald alle Neumarkter trinken dürfen. Hier mit Provinzoberin Schwester Maria Petra Beck, Lamms-
bräu-Chef Dr. Franz Ehrnsperger und Kloster-Verwaltungsleiter Gundekar Fürsich.
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. Eher ganz beiläufig gab es am Vortag zum "Tag des Wassers" am Mittwoch eine kleine Sensation zu vermelden: Im Garten des Klosters St. Josef entsteht ein Pavillon mit einer Zapfstelle für Heilwasser, aus der "ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils", wie es der Prophet Jesaja im 12. Kapitel verheißt.

"Wir Schwestern wollen alle Menschen an unseren Quellen teilhaben lassen", erklärte Schwester Marie Petra Beck, die Provinzoberin der Niederbronner Schwestern im Beisein von Dr. Franz Ehrnsperger, dessen Lammsbrauerei die amtlich anerkannte Mineralquelle seit geraumer Zeit als "Kloster St. Josef Tafelwasser" abfüllt und im Getränkehandel anbietet.

Während am Vorabend der "Lammsbräu Bock" das Getränk des Tages war - neumarktonline berichtete vom Anstich -, wandte sich am Morgen danach das "Klosterwasser" hauptsächlich an die kindliche Zielgruppe. Die Frage, warum wohl "Kloster St. Josef Tafelwasser" für Kinder sehr gut geeignet ist, ließ sich sehr rasch beantworten.

Das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung weist seit Jahren darauf hin, dass Kinder und Jugendliche - besonders die Mädchen - zu wenig trinken. Damit steigt schon bei Kindern das Risiko, Harnsteine, Krebs am Dickdarm oder an den Harnwegen zu bekommen. Um dem, und auch der Fettsucht vorzubeugen, empfiehlt das Institut folgende Trinkmengen pro Tag: Kleinkinder 1,3 Liter, Kindergartenalter 1,6 Liter, Grundschüler 1,8 Liter, ab dem 10. Lebensjahr 2,1 Liter, ab 13 etwa 2,4 Liter und ältere Jugendliche 2,8 Liter.

Allerdings: Nur wenn Wasser gut schmeckt, trinken es die Kinder auch gerne und auch in den erforderlichen Mengen. Kloster St. Josef Tafelwasser erfüllt diesen hohen Anspruch und schon drei 0,5-Liter-Flaschen reichen aus, um 60 Prozent des Tagesbedarfs an Calcium und Magnesium zu decken.

Und worauf Provinzoberin Schwester Marie Petra Beck besonders stolz ist: das Kloster-Wasser enthält weder Arsen, Blei, Cadmium, Nickel, Uran noch sonstige Umweltverschmutzungsparameter wie Pestizide, Lösungsmittel oder Ähnliches. Nicht ohne Grund bezeichnet die Ordensfrau den Gesundbrunnen als eine "Quelle des Heils" - und aus ihr sollen bald alle trinken können.
Erich Zwick

21.03.06

Landkreis "umzingelt"


Der Landkreis Neumarkt (Bildmitte) ist förmlich umzingelt von
Vogelgrippe-Funden (in der Karte mit roten Punkten dargestellt).
Karte: Umweltministerium
NEUMARKT. Der Vogelgrippevirus hat den Landkreis Neumarkt fast vollständig "umzingelt". Am Dienstag wurden weitere Fälle im Raum Erlangen bekannt.

Im Landkreis Neumarkt gibt es dagegen noch immer keinen Fall der Vogelgrippe. Bei vier Schwänen aus dem mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt (Stadt Höchstadt) wurde am Dienstag dagegen das H5N1-Virus vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) nachgewiesen. Jeweils zwei Tiere wurden am 14. und am 16.März am Herrenweiher im Ortsteil Sterpersdorf verendet bzw. sterbend aufgefunden.

Im schwäbischen Lindau am Bodensee wurde bei einer weiteren Wildente, die im Seehafen am 11.März verendet aufgefunden worden war, H5N1 bestätigt. Die Klassifizierung der 5 Proben, ob hoch- oder niedrig pathogen, steht noch aus. Insgesamt erhöht sich damit die Gesamtzahl an H5N1-infizierten Wildvögeln in Bayern auf 29.

An beiden Fundorten waren bereits zuvor H5N1-infizierte Wildvögel gefunden worden; die Schutzzonen werden dadurch nicht verändert. Durch die neuen Nachweise verlängern sich lediglich die Zeiträume der Maßnahmen.

Der Freistaat war darauf vorbereitet, denn bei der Dynamik des Geflügelpesterregers war es nur eine Frage der Zeit, bis der H5N1-Erreger auch in Bayern nachgewiesen wird, heißt es in einer Presse-Mitteilung des Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Jetzt gelte es konsequent alles zu tun, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Nach Bekanntwerden der ersten Infektion eines Säugetiers mit dem H5N1-Virus in Europa hat Bayern seine Vorsorgemaßnahmen verschärft: Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese in Sperrbezirken oder in Beobachtungsgebieten nicht frei umherlaufen. Hunde und Katzen können infizierte Vögel aufnehmen und mit dem toten Tier auch den Erreger verschleppen.

Der Bayerische Ministerrat hat bereits am 21.Februar ein Bündel von Vorsorgemaßnahmen gegen die Vogelgrippe beschlossen. Angesichts der dynamischen Entwicklung der Tierseuche stockt Bayern u.a. seine Vorräte an antiviralen Medikamenten auf, richtet Krisenstäbe zur Tierseuchenbekämpfung auf Ministeriums- und Regierungsebene ein und stockt die Schutzausrüstung an den Veterinärbehörden auf. Darüber hinaus gilt seit 17.Februar ein bundesweites Aufstallungsgebot.
21.03.06
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17. Jahrgang