Gesundheit

Krisenstab eingerichtet

NEUMARKT. Die Regierung der Oberpfalz hat einen Vogelgrippe-Krisenstab eingerichtet - rein vorsorglich.

Wie Regierungsvizepräsident Johann Peißl am Dienstag erklärte, habe man "gottseidank noch keinen Vogelgrippe-Fall in der Oberpfalz". Man wolle und müsse jedoch "für den Tag X" vorbereitet sein.

Die Leitung des Krisenstabes hat Abteilungsdirektor Jürgen Schörnig inne. Dem Krisenstab gehören Veterinäre, Humanmediziner, Juristen und der Leiter des Sachgebiets "Sicherheit und Ordnung" an.

Auch im Neumarkter Landratsamt hat es schon Besprechungen zum Thema Vogelgrippe gegeben, ebstätigte die Behörde. Allerdings wurde noch nicht offiziell ein Krisenstab gebildet. Dies wäre aber im "Fall der Fälle" innerhalb kürzester Zeit möglich.

Inzwischen sind auch in Bayern die ersten Fälle von Vogelgrippe aufgetaucht.

Das Friedrich-Löffler-Institut hat am Dienstag das bayerische Verbraucherschutzministerium in Kenntnis gesetzt, dass das Geflügelpest-Virus H5N1 bei zwei Wildvögeln in Oberbayern nachgewiesen wurde.

Wie Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf bestätigte, wurde das Virus bei einem Höckerschwan in der Gemeinde Schwabstadl (Landkreis Landsberg am Lech) und bei einer Stockente in der Gemeinde Sachsenkam (Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen) festgestellt.
28.02.06

Wieder Gesundheitstag


Sie stellen das Programm des 2. Neumarkter Therapie- und Naturheiltages vor: Ursula Pantze, Rita Weber, 2. Bürgermeister Erich Bärtl, Landrat Albert Löhner und Claudia Beck (von links).
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. Was vor einem Jahr eher ein Versuchsballon war, scheint sich zur Erfolgsgeschichte zu entwickeln: der Neumarkter Therapie- und Gesundheitstag, der am 12. März in der zweiten Auflage über die Bühne geht. War im Jahre 2005 das Bürgerhaus der schöne, aber für den Andrang beengte Rahmen, so findet diesmal die Veranstaltung im Vortragssaal und im Foyer des Landratsamtes ein großzügiges Umfeld.

Darüber freuen sich neben dem Gastgeber, Landrat Albert Löhner, die Initatorin Claudia Beck, ihre Beirätinnen Rita Weber und Ursula Pantze sowie Oberbürgermeister Thomas Thumann, der den Besuchern schon mal "gesundheitsfördernde Eindrücke" wünscht.

An diesen wird es 12. März zwischen 10 und 18 Uhr nicht mangeln, weil dreimal so viel Themen in Vorträgen und an den Ständen behandelt werden wie im vergangenen Jahr. Bürgermeister Erich Bärtl betonte bei der Vorstellung des Programms am Mittwoch im Landratsamt ebenso wie der Kreischef, dass sich Neumarkt als "attraktive Gesundheitsregion" etabliert habe. "Der Gesundheitsbereich im umfassenden Sinn ist der Wachstumsmarkt der Zukunft. Daran wollen wir partizipieren und davon soll unsere Region profitieren. Ein breites Angebot an hervorragenden Dienstleistungen im Gesundheitsbereich, vom Klinikum angefangen über die niedergelassenen Ärzte bis hin zur Naturheilkunde soll dafür die Grundlage bieten", so Landrat Albert Löhner.

Die Zahl derer, die auf Naturheilkunde schwören, geht ständig nach oben. Das bewies erst in der vergangenen Woche die "BioFach", die Weltleitmesse für Bioprodukte, auf der die Neumarkter Lammsbräu ihr alkoholfreies Öko-Weizen als Weltneuheit vorstellte - neumarktonline berichtete ausführlich darüber. In diese Kategorie des gesünderen Lebens lässt sich auch die Naturheilkunde einordnen, die von der Schulmedizin längst nicht mehr als "Konkurrenz", sondern immer mehr als Partner anerkannt wird.

Ein Blick auf das Veranstaltungsprogramm zeigt, dass für jeden Besucher ein Thema dabei ist, das sein gesteigertes Interesse finden wird. Den Reigen der Vorträge eröffnet um 10 Uhr Paar- und Familientherapeutin Claudia Beck, die Partnerschaftsprobleme behandelt. Heilpraktikerin Rita Kiefl-Linhard zeigt die heilende Kraft der Bachblüten auf (11 Uhr), und Heilpraktikerin Ursula Pantze bringt um 12 Uhr die natürlichen Therapieformen "Heilsteine - Pflanzen - Klänge" zusammen.

Der "Heilkraft im Atem" ist um 13 Uhr Atemlehrer Stefan Klatt auf der Spur, und um 14 Uhr "zerpflückt" die Technikerin für Ernährung und Hauswirtschaft, Rita Weber, die Naturmaterialien in den Kissen unter dem Gesichtspunkt: "Kennenlernen - Anwenden - Wohlfühlen".

Wohltuend - wer es kennt, wird es bestätigen - ist die Kraft und Energie, die aus dem Fernen Osten kommt. Heilpraktiker Klaus Wagner gibt eine Einführung in Tai Chi und Qi Gong (14.35 Uhr). Daran schließt sich ein artverwandtes Thema an, das Dr. med. Eberhard "Ebo" Rau behandelt: "Aktivierung der Selbstheilungskräfte". Um 16 Uhr gibt Physiotherapeutin ChristianeWalter-Kopp ihre "Erfahrungen mit der Cranio-Sacralen-Therapie bei Schwindel, Kopf- und Rückenschmerzen" weiter und um 17 Uhr setzt Heilpraktikerin Meike Brinkmann-Frisch den Schlußpunkt. "Gesund und ausgeglichen mit klassischer Homöopathie" ist ihr Thema.

Wer nicht den ganzen Tag auf dem Gesundheits-Trip bleiben will, kann mit den Referenten an den Info-Ständen ein individuelles Gespräch führen. "Körper, Geist und Seele natürlich heilen", lautet der Untertitel des 2. Therapie- und Naturheiltages". Damit aber dieser eine Tag noch lange nachwirkt, haben die Veranstalter ein 20-seitiges sehr ansprechendes Informationsheft herausgebracht, in dem neben der Vortragsreihe auch die Info-Stände angekündigt werden. Dort findet der Leser auch die "Steckbriefe" der Therapeuten und deren Fachgebiete. Das kleine "Brevier" liegt in den Neumarkter Apotheken, beim Landratsamt, bei der Stadtverwaltung und bei den Kreditinstituten auf.
Erich Zwick

22.02.06

"Heilkräfte der Natur"


Die Trocknungsanlage der Bionorica AG.
Foto:obs/ Bionorica AG
NEUMARKT. Die Neumarkter Bionorica verzeichnete 2005 das erfolgreichste Jahr ihrer Firmengeschichte.

Trotz der seit 2004 gesetzlich geltenden Selbstzahlung für apothekenpflichtige Naturarzneien stiegen bei dem im Absatz national führenden Hersteller aus Neumarkt die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 27,7 Prozent auf insgesamt 79,1 Millionen Euro.

Die vor allem durch das Atemwegs-Präparat "Sinupret" bekannte Bionorica AG vertreibt insgesamt 14 pflanzliche Arzneien über fast alle bundesdeutschen Apotheken. Im letzten Jahr steigerte der Hersteller, der erneut 15 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investierte, seinen Marktanteil im sogenannten Phytomarkt in Deutschland auf 7 Prozent (Vorjahr 6,5 Prozent). In den Produktgruppen finden sich Medikamente im Bereich Atemwegserkrankungen, Gynäkologika, Schmerzen, Durchblutung und das Medikament Tonsilgon für die Stärkung des Immunsystems.

Prof. Dr. Michael Popp, Vorstand Bionorica AG: " Es findet ein Umdenken statt, trotz fehlender Erstattung der Krankenkassen". Die intensive Forschung in der "Schatzkammer der Natur" lohne sich. Immer mehr Patienten, Ärzte und Apotheker vertrauten den Heilkräften der Natur, und damit Medikamenten, die "im Gegensatz zu chemisch-synthetischen Arzneien nebenwirkungsarm sind".

Bionorica hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren international zu expandieren. Vor allem im osteuropäischen Pharma-Markt, speziell in Russland, plant der oberpfälzische Arzneimittelhersteller weiteres Wachstum. Derzeit beliefert das deutsche Unternehmen rund 70 Prozent der russischen Apotheken mit sechs Präparaten. Außerordentliche Umsatzsteigerungen erzielten im letzten Jahr auch hier Erkältungsprodukte, wie Sinupret, und gynäkologische Arzneien gegen Wechseljahresbeschwerden, wie Klimadynon.

Mit gezielten Kampagnen im In- und Ausland will Bionorica weiterhin Ärzte, Apotheker und Patienten für Heilpflanzen-Präparate sensibilisieren. Für die in 2006 und den Folgejahren erwarteten Absatzsteigerungen will das Unternehmen seine Mitarbeiterzahl deutlich aufstocken. Derzeit beschäftigt Bionorica 550 Mitarbeiter.
20.02.06
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