Gesundheit

Häusliche Krankenpflege

NEUMARKT. Das Neumarkter Diakonische Werk führt ein Pflegeseminar für "Häusliche Krankenpflege" durch.

Mutter oder Vater, vielleicht die Nachbarin, sind alt geworden. Sie brauchen zunehmend Hilfe im Haushalt und beim Waschen und Anziehen. Hier greift die Diakonie-Sozialstation im Diakonie-Zentrum Neumarkt ein und bietet weitumfassende Hilfen mit einem zehn Abende umfassenden Seminar für pflegende Angehörige, immer Montags ab dem 4.September.

Im Zuge der Gesundheitsreform und der laufend steigenden Kosten wird es immer wichtiger selbst Angehörigen bei der Pflege helfen zu können. Die durch die Erkrankung und Pflege eines Familienmitgliedes oftmals schwere körperliche und seelische Belastung ist dabei nicht zu unterschätzen. Sowohl der Pflegebedürftige, als auch die Angehörigen stehen vor neuen Anforderungen und einer sich ständig veränderten Lebenssituation. Da die Pflege sehr lange dauern kann, die Kräfte der Pflegenden aber begrenzt sind, bietet die Pflegekasse zur Unterstützung Pflegepersonen und Angehörigen die Möglichkeit, an einem Pflegekurs teilzunehmen.

Das Team der Diakoniesozialstation (Pflegefachkräfte- Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und Gerontopsychiatrische Fachkräfte) bietet den Kursteilnehmern grundlegende Kenntnisse der häuslichen Pflege in Theorie und Praxis.

Schwerpunkte sind Krankenbeobachtung, Pflegehilfsmittel (in Zusammenarbeit mit einem Sanitätshaus), Ernährung im Alter, Pflege bei speziellen Krankheitsbildern (z.B. Demenzerkrankungen). Ziel des Seminares ist es, praktische Pflegeanleitungen zu geben, aber auch seelische Erleichterungen und Unterstützung aufzuzeigen. Dies soll dazu beitragen, dauerhaft gute Pflege zu gewährleisten und einer körperlichen wie seelischen Überbelastung vorzubeugen.

Der Kurs wird von Krankenschwester Brigitte Hofmann, Elfriede Zenglein von der Beratung für pflegende Angehörige) und Altenpflegerin Ursula Pantze durchgeführt. Bei regelmäßiger Teilnahme werden die Kursgebühren von 65 Euro von der Pflegekasse übernommen.

Seminarbeginn ist am Montag, 4.September, um 19.30 Uhr im Wintergarten des Diakonie-Zentrums im Martin-Schalling-Haus, Seelstraße 15 in Neumarkt. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 09181/4058-0 oder 09181/44 02 66.
25.07.06

Farbe ins Krankenzimmer


Am Mittwoch wurden die Kunstwerke im Neumarkter Klinikum überreicht.

NEUMARKT. "Der Alltag ist oft trist und grau, so lange wir keinen Pinsel nehmen und ihn bunt anmalen!" Nach diesem Motto haben sich Schüler der 3. und 5. Klasse der Theo-Betz-Schule Neumarkt unter Leitung von Cäcilia Stadler aufgemacht und viele bunte Kunstwerke angefertigt.

Sehr zur Freude des Klinikums Neumarkt. Auf der Station 3b sollen die Bilder direkt in den Krankenzimmern die Patienten erfreuen. Hintergrund dieser Aktion ist die "Basale Stimulation". Im Vordergrund steht hier die Anregung und Wahrnehmung der Sinne mit einfachsten Mitteln. Neben Bildern können dies auch Aromen und Düfte oder Entspannungsmusik sein. Das Konzept kommt sowohl bei den Patienten als auch beim Personal gut an, hieß es am Mittwoch im Klinikum.

Die jungen Künstler übergeben ihre gemalten Bilder an die Initiatorin, Krankenschwester Gudrun Schmidt von der Station 3b. Sie hatte für jeden eine kleine Anerkennung parat. Vorstand Peter Weymayr und der Leiter des Pflegedienstes, Werner Bierschneider, waren ebenfalls angetan von der Idee.
19.07.06

Platz für 45 Suchtpatienten

NEUMARKT. "Der Neubau des Krankenhauses III in Parsberg liegt weiter voll im Plan", berichtete der Geschäftsführer der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz GmbH, Kurt Häupl, bei der Krankenhausausschußsitzung des Bezirks. Nach der Einweihung Ende Oktober beziehen ab Anfang November 2006 die ersten von 45 Suchtpatienten die beiden neuen Stationen in Parsberg.

Der Krankenhausausschuss tagte im neuen Gebäude der Bezirkshauptverwaltung an der Regensburger Ludwig-Thoma-Straße, um sich aus erster Hand über den Jahresabschluss seiner Kliniken und Heime sowie über aktuelle Projekte zu informieren.

Häupl erläuterte die Jahresabschlüsse für die Kliniken und Heime. Demnach erwirtschafteten alle Einrichtungen zusammen einen Überschuss in Höhe von 1,14 Millionen Euro. "Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Bezirkskrankenhaus Wöllershof, das mit 857.000 Euro den höchsten Beitrag zum positiven Betriebsergebnis liefert", betonte Häupl. Dieses sehr gute Ergebnis war nicht vorauszusehen und ergibt sich aus gestiegenen Einnahmen vor allem in der Ambulanz und durch Einsparungen beim Personal.

Das Bezirkskrankenhaus Parsberg schloss mit 21.000 Euro ebenfalls positiv ab.

Im Bezirksklinikum Regensburg waren 484.000 Euro zu verbuchen. Mehrerlöse ergaben sich im wesentlichen durch gestiegene Patientenzahlen in der Forensik und geringere Personalkosten. Allerdings hat der Bezirk Oberpfalz auch für eine deutliche Entlastung bei den Pensions- und Investitionskosten gesorgt.

Bezirkstagspräsident Rupert Schmid und die Fraktionsvorsitzenden von CSU, Petra Dettenhöfer, und SPD, Norbert Hartl, freuten sich über die positiven Ergebnisse und bedankten sich bei Häupl und seinen Mitarbeitern für deren Einsatz. Schmid sagte die notwendigen Investitionsmittel 2007 für Wöllershof zu.

"Im Vergleich zu anderen Bezirkskrankenhäusern stehen unsere Einrichtungen sehr gut da", so Hartl. Allerdings seien die Kassen nicht bereit, gute Leistung entsprechend zu honorieren. "In einer europaweit einmaligen Einrichtung wie unserer Klinik für Neurologische Rehabilitation müssen wir Mindererlöse in Höhe von rund einer Million Euro hinnehmen", rechnete Hartl vor.

Die Mehrerlöse in der Forensik seien zwar erfreulich, aber die Budgetierung der Forensischen Kliniken in Bayern ab 2007 könnte Probleme bringen.

Für das Jahr 2006 erwartet Häupl ein positives Betriebsergebnis für die Kliniken und Heime des Bezirks. Ab 2007 stehen die Zeichen allerdings wieder auf Sturm. "Etwa 1,5 Millionen Euro weniger Einnahmen stehen neue Tarifabschlüsse und die Mehrwertsteuererhöhung gegenüber. Allein durch die neuen Tarife für das ärztliche Personal kommen etwa 1 bis 1,5 Millionen Euro Mehrausgaben auf uns zu", warnte Häupl.
19.07.06
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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang