Gesundheit

Vorsicht mit Abführmitteln

NEUMARKT. Wer an einem „schwachen Herzen“ (Herzinsuffizienz) leidet und dagegen Digitalis (auch Herzglykoside genannt) einnimmt, sollte mit Abführmitteln vorsichtig sein, heißt es von den Apothekern des Landkreises.

Einige Abführmittel aus der Apotheke können die Wirkung dieser Herzmedikamente verstärken und zu bedrohlichen Wechselwirkungen führen.

Herzglykoside sind Naturstoffe aus der Heilpflanze Fingerhut (Digitalis). Sie stärken die Herzleistung und werden vom Arzt oft bei nachlassender Herzfunktion oder „Altersherz“ verschrieben.

Ihre Menge wird für jeden Patienten individuell festgelegt, um Nebenwirkungen wie Schwindel oder Farbensehen zu vermeiden. Am Herzen setzen sie dort an, wo eigentlich das Kalium hingehört. Eine veränderte Kaliummenge im Blut verändert auch die Wirkung des Digitalis. Für eine gleichbleibende, genau kontrollierte Wirkung ist daher ein gleichbleibender Kaliumhaushalt nötig.

Gefährlich wird es, wenn gleichzeitig Abführmittel eingenommen werden. Einige Abführmittel können zu Kaliumverlusten führen, besonders bei langfristiger Anwendung.

Pflanzliche Abführmittel sind dabei nicht harmloser als synthetische. So können auch abführend wirkende Heilpflanzen wie Faulbaum, Sennesblättern oder Aloe zu einem Kaliumverlust führen und die Wirkung des Digitalis steigern. Bei anderen Abführmittel wie Lein- oder Flohsamen hingegen drohen keine Wechselwirkungen.

Generell gilt: Wer dauerhaft Medikamente einnimmt, sollte sich beim Kauf von rezeptfreien Medikamenten vom Apotheker individuell beraten lassen.
05.12.05

Hausmittel Wickel

NEUMARKT. Bei Erkältungen sind Wickel um Hals, Brust oder Waden wertvolle Hausmittel, raten die Apotheker des Landkreises Neumarkt.

Allerdings gibt es Unterschiede, was wann hilft. Besonders bei Kindern sollte man sich zuerst professionellen Rat in der Apotheke holen, denn nicht immer reichen Hausmittel aus.

Halswickel wirken gegen Entzündungen, einen verschleimten Hals oder geschwollene Lymphknoten. Zuerst wird ein Leinentuch in kaltes Wasser getaucht, ausgewrungen und um den Hals gelegt. Darüber ein trockenes Leinentuch wickeln, mit einem Wolltuch abschließen. Der Wickel bleibt etwa eine Stunde liegen und kann bis zu sechsmal täglich angewendet werden. Aber Vorsicht: Nur bei einer chronischen Entzündung ist Wärme ratsam.

Brustwickel helfen gegen Husten. Bei krampfartigem Husten wird ein Leintuch in warmes, sonst in kaltes Wasser getaucht, ausgewrungen und um die Brust geschlagen. Der Wickel sollte von den Achselhöhlen bis zu den Rippenbögen reichen, aber nicht zu streng gewickelt werden. Über das feuchte Leinentuch kommt ein trockenes, abgeschlossen wird mit einem Wolltuch. Nach etwa 90 Minuten, wenn der Schweiß ausbricht, wird der Wickel entfernt. Anschließend tut eine weitere Stunde Ruhe im Bett gut. Brustwickel können ein- bis zweimal täglich angewendet werden.

Wadenwickel senken Fieber. In kaltes Wasser getauchte Handtücher um die Unterschenkel wickeln und mit einem trockenen Handtuch abschließen. Kein Wolltuch zum Abschluss, das würde zu stark wärmen. Die Tücher bleiben auf der Haut, bis sie sich erwärmt hat.

Zwiebelwickel helfen bei Hals- und Ohrenschmerzen. Gemüsezwiebeln werden klein gehackt und ohne Öl in einer Pfanne leicht erwärmt. Das handwarme Gemüse wird in ein Tuch geschlagen und um den Hals oder die Ohren gewickelt. Anschließend mit einem Schal fixieren.

Link zum Thema: www.aponet.de
23.11.05

Teilnehmer an Studie gesucht

NEUMARKT. Das Klinikum Neumarkt sucht Teilnehmer an einer großen wissenschaftlichen Studie über Prostatavergrößerung.

Von einer Prostatavergrößerung ist nahezu jeder ältere Mann in Deutschland betroffen. Beschwerden wie verzögertes Wasserlassen, plötzlicher starken Harndrang oder Nachtröpfeln können die lästigen Folgen sein.

Die Urologische Klinik am Neumarkter Klinikum nimmt jetzt an einer großen wissenschaftlichen Studie teil, in der untersucht wird, ob ein in Deutschland noch nicht zugelassenes Medikament eine Besserung bewirkt.

Zu diesem Zweck ist das Klinikum auf der Suche nach betroffenen Männern im Alter zwischen 50 und 60 Jahren, die an dieser Studie teilnehmen wollen. Die studiengebundenen Leistungen sind kosten- und zuzahlungsfrei.

Interessierte können sich an die Urologische Klinik im Klinikum unter der Telefonnummer 09181/420-2902 wenden. Ansprechpartner ist Oberarzt Olaf Ledwig.
16.11.05
Anfang ... 318 - 319 - [320] - 321

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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang