Grüne

Daxenberger in Neumarkt



Sepp Daxenberger und Sieglinde Harres.
NEUMARKT. Unter dem Motto "Grüne können es auch!" stellt sich der Landesvorsitzende Sepp Daxenberger am Mittwoch um 19 Uhr im Konferenzraum des Johanneszentrums in einer Diskussionsrunde den Fragen der Bürger.

Sepp Daxenberger ist Landesvorsitzender der bayerischen Grünen und seit 1996 Bürgermeister der Gemeinde Waging am See. Er war auch schon Mitglied des bayerischen Landtags, des Bezirkstags von Oberbayern und ist derzeit Mitglied des Kreistags von Traunstein.

Der erste "grüne" hauptamtliche Bürgermeister ist gelernter Landwirt und Schmied. Die Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen, Sieglinde Harres, wird gemeinsam mit Sepp Daxenberger für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.
29.11.05

"Langen 48 Stimmen ?"

Wie wir der ganzseitigen Anzeige "Wir unterstützen Arnold Graf" entnehmen, kann der CSU-Kandidat schon mal 47 Stimmen sicher für sich verbuchen. Macht mit seiner eigenen 48. Ob das langt?

Außer natürlich, dass die Vorsitzenden diverser Vereine, die ja hier als solche auftreten (hat z.B. Herr Haubner keinen Beruf? Oder Herr Veit?), für alle ihre Mitglieder sprechen, denn so soll zumindest der Anschein erweckt werden. Dabei dachten wir bisher "SV" hieße Sportverein, nicht "Schwarzer Verein". Als Vorsitzender eines gemeinnützigen Vereins politische Empfehlungen zu geben oder im Namen (und mit dem Geld?) des Vereins sowie seiner Mitglieder politische Arbeit zu betreiben, wäre nämlich zutiefst satzungswidrig und müsste zwangläufig die Aberkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt nach sich ziehen. Sollten die betreffenden Damen und Herren des weiteren ohne Mitgliederversammlung und einen entsprechenden Beschluss gehandelt haben, hätten sie ihre Kompetenzen weit überschritten und insofern ihrem Verein schweren Schaden zugefügt. Das wäre, mit Verlaub, eine strafbare Handlung!

Dass die Höhenberger Hobby"künstler" gerade parallel zu dieser von ihnen mitgetragenen Anzeige ihre Ausstellung eröffnet haben, ist bestimmt purer Zufall. Aber ein Bild ist auch dann verkauft, wenn es im Keller des Rathauses eingelagert wird.

Auch die Geistlichkeit zeigt ihre Affinität zum Mittelalter, war es doch damals Usus, auch weltliche Politik maßgeblich zu beeinflussen.

Eine nette Mischung hat sich hier gefunden, um die Angst der CSU vor einer Wahlschlappe unfreiwillig zu offenbaren. Denn eines ist ganz sicher: Das reicht nicht. Die Zeiten, als die Menschen sich vom Pfarrer sagen ließen, was sie zu tun und lassen haben, sind vorbei. Dafür haben unsere Bürger, Gott sei Dank, längst genug Selbstvertrauen.

Und ein Vereinsvorsitzender, der im Namen seiner Mitglieder ohne diese zu fragen Wahlempfehlungen gibt, wird bei den nächsten Vorstandswahlen bestimmt keinen leichten Stand haben.
So wie die CSU mit ihrem Kandidaten!

Mit freundlichen Grüßen
21.11.05

Freundliche Scheidung

NEUMARKT. Jetzt liegt die Trennung auch schriftlich vor: Flitz-OB-Kandidat Gloßner ist nicht mehr Mitglied der Grünen.

Wie neumarktonline bereits mehrfach meldete, hatte Grünen-Stadtrat Johann Georg Gloßner den Austritt aus seiner Partei angeboten, nachdem er von der Freien Liste Zukunft (FLitZ) zum OB-Kandidaten gewählt wurde.

Jetzt liegt die durchaus höfliche und respektvolle Bestätigung des Landesverbandes neumarktonline auch schriftlich vor. Die Grünen schrieben an Gloßner:

Lieber Johann Glossner,
hiermit bestätigen wir Ihnen , dass Ihre Datensätze aus unserer Mitgliederdatei zum 1.11.2005 gelöscht wurden.
Wir bedanken uns für Ihre langjährige Unterstützung grüner Politik und
verbleiben mit freundlichen Grüßen

20.11.05

Gloßner bietet Austritt an !

NEUMARKT. Grünen-Stadtrat Johann Gloßner hat dem Landesvorstand angeboten, aus seiner Partei auszutreten.

Gloßner, der für die Grünen im Neumarkter Stadtrat sitzt aber für die Freie Liste Zukunft (FLitZ) als Oberbürgermeister-Kandidat antritt, will mit seinem Angebot Schaden von sich wie auch von den Grünen abwenden, der durch ein eventuelles Ausschlußverfahren entstehen könnte.

Rufe nach einem solchen Ausschlußverfahren wurden bisher in der Öffenlichtkeit nicht laut. Allerdings ist bekannt, daß es seit längerer Zeit zwischen vielen Grünen-Mitgliedern und ihrem früheren Ortsvorsitzenden Gloßner Spannungen gibt. Unter den Grünen gäbe es "einige Leute mit Profilneurosen", sagte Gloßner am Abend, als er von FLitZ zum OB-Kandidaten gewählt wurde.

Schon an diesem Abend hatte Johann Gloßner in einem kurzen Gespräch mit neumarktonline deutlich gemacht, daß sich seine Kandidatur nicht gegen seine Partei und schon gar nicht gegen deren OB-Kandidatin Sieglinde Harres richte. Seine (Noch-) Parteifreundin Harres und er seien "keine Gegner", sondern würden gemeinsam dafür kämpfen, "daß Neumarkt einen Oberbürgermeister erhält, der vor allem nicht von der CSU ist."
09.11.05


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17. Jahrgang