Grüne

"Langen 48 Stimmen ?"

Wie wir der ganzseitigen Anzeige "Wir unterstützen Arnold Graf" entnehmen, kann der CSU-Kandidat schon mal 47 Stimmen sicher für sich verbuchen. Macht mit seiner eigenen 48. Ob das langt?

Außer natürlich, dass die Vorsitzenden diverser Vereine, die ja hier als solche auftreten (hat z.B. Herr Haubner keinen Beruf? Oder Herr Veit?), für alle ihre Mitglieder sprechen, denn so soll zumindest der Anschein erweckt werden. Dabei dachten wir bisher "SV" hieße Sportverein, nicht "Schwarzer Verein". Als Vorsitzender eines gemeinnützigen Vereins politische Empfehlungen zu geben oder im Namen (und mit dem Geld?) des Vereins sowie seiner Mitglieder politische Arbeit zu betreiben, wäre nämlich zutiefst satzungswidrig und müsste zwangläufig die Aberkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt nach sich ziehen. Sollten die betreffenden Damen und Herren des weiteren ohne Mitgliederversammlung und einen entsprechenden Beschluss gehandelt haben, hätten sie ihre Kompetenzen weit überschritten und insofern ihrem Verein schweren Schaden zugefügt. Das wäre, mit Verlaub, eine strafbare Handlung!

Dass die Höhenberger Hobby"künstler" gerade parallel zu dieser von ihnen mitgetragenen Anzeige ihre Ausstellung eröffnet haben, ist bestimmt purer Zufall. Aber ein Bild ist auch dann verkauft, wenn es im Keller des Rathauses eingelagert wird.

Auch die Geistlichkeit zeigt ihre Affinität zum Mittelalter, war es doch damals Usus, auch weltliche Politik maßgeblich zu beeinflussen.

Eine nette Mischung hat sich hier gefunden, um die Angst der CSU vor einer Wahlschlappe unfreiwillig zu offenbaren. Denn eines ist ganz sicher: Das reicht nicht. Die Zeiten, als die Menschen sich vom Pfarrer sagen ließen, was sie zu tun und lassen haben, sind vorbei. Dafür haben unsere Bürger, Gott sei Dank, längst genug Selbstvertrauen.

Und ein Vereinsvorsitzender, der im Namen seiner Mitglieder ohne diese zu fragen Wahlempfehlungen gibt, wird bei den nächsten Vorstandswahlen bestimmt keinen leichten Stand haben.
So wie die CSU mit ihrem Kandidaten!

Mit freundlichen Grüßen
21.11.05

Freundliche Scheidung

NEUMARKT. Jetzt liegt die Trennung auch schriftlich vor: Flitz-OB-Kandidat Gloßner ist nicht mehr Mitglied der Grünen.

Wie neumarktonline bereits mehrfach meldete, hatte Grünen-Stadtrat Johann Georg Gloßner den Austritt aus seiner Partei angeboten, nachdem er von der Freien Liste Zukunft (FLitZ) zum OB-Kandidaten gewählt wurde.

Jetzt liegt die durchaus höfliche und respektvolle Bestätigung des Landesverbandes neumarktonline auch schriftlich vor. Die Grünen schrieben an Gloßner:

Lieber Johann Glossner,
hiermit bestätigen wir Ihnen , dass Ihre Datensätze aus unserer Mitgliederdatei zum 1.11.2005 gelöscht wurden.
Wir bedanken uns für Ihre langjährige Unterstützung grüner Politik und
verbleiben mit freundlichen Grüßen

20.11.05

Gloßner bietet Austritt an !

NEUMARKT. Grünen-Stadtrat Johann Gloßner hat dem Landesvorstand angeboten, aus seiner Partei auszutreten.

Gloßner, der für die Grünen im Neumarkter Stadtrat sitzt aber für die Freie Liste Zukunft (FLitZ) als Oberbürgermeister-Kandidat antritt, will mit seinem Angebot Schaden von sich wie auch von den Grünen abwenden, der durch ein eventuelles Ausschlußverfahren entstehen könnte.

Rufe nach einem solchen Ausschlußverfahren wurden bisher in der Öffenlichtkeit nicht laut. Allerdings ist bekannt, daß es seit längerer Zeit zwischen vielen Grünen-Mitgliedern und ihrem früheren Ortsvorsitzenden Gloßner Spannungen gibt. Unter den Grünen gäbe es "einige Leute mit Profilneurosen", sagte Gloßner am Abend, als er von FLitZ zum OB-Kandidaten gewählt wurde.

Schon an diesem Abend hatte Johann Gloßner in einem kurzen Gespräch mit neumarktonline deutlich gemacht, daß sich seine Kandidatur nicht gegen seine Partei und schon gar nicht gegen deren OB-Kandidatin Sieglinde Harres richte. Seine (Noch-) Parteifreundin Harres und er seien "keine Gegner", sondern würden gemeinsam dafür kämpfen, "daß Neumarkt einen Oberbürgermeister erhält, der vor allem nicht von der CSU ist."
09.11.05

"Fragen erlaubt"

Zum Bericht "Teurer Abschied ?" vom 4.11.2005.

An die 13.000 EUR hat also die Verabschiedung von OB Karl gekostet. Da Unternehmen etwa 10.000 EUR dazu gegeben haben, bleiben "nur" 3000 EUR für die Stadt Neumarkt übrig, zuzüglich des nicht bezifferbaren Einsatzes städtischer Bediensteter.

Selbstverständlich sind wir der Meinung, dass ein Behördenleiter, und das ist der OB genaugenommen, nach 15 Jahren einen ordentlichen Abschied verdient, auch wenn das etwas kostet.

Zwei Fragen müssen aber erlaubt sein: Sind 13.000 EUR für die Verabschiedung einer Person angemessen, wenn man bedenkt, dass dies dem Jahresgehalt so manchen Arbeitnehmers entspricht und der Jahresrente eines Rentners mit überdurchschnittlicher Rente? Sind die "Sponsoren" die selben Unternehmen, die auch den exzessiven Wahlkampf für Herrn Karl mit finanziert haben sowie diverse Anzeigen in überregionalen Zeitungen zu seinen Gunsten bezahlt haben?

Letzteres ist ja, wie wir erfahren durften, alles andere als der Normalfall. Und sind das dann genau die Unternehmen, die sich wegen angeblich zu hoher Kosten nicht dazu in der Lage sehen, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, Arbeitsplätze zu erhalten und um jeden Preis versuchen, die Löhne nach unten zu drücken? Wir meinen, etwas mehr Maß und Ziel würde nicht schaden. Man kann nicht immer nur Wasser predigen, sich selbst aber Champagner einschenken.
08.11.05


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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang