Kirchen

Geht Mixa nach Augsburg ?


Papst Benedikt XVI. (links, noch als Kardinal Ratzinger) soll den
Eichstätter Bischof Walter Mixa (rechts) zum neuen Bischof von
Augsburg berufen.
NEUMARKT. Die Diözese Eichstätt und damit der größte Teil des Landkreises Neumarkt soll einen neuen Bischof erhalten!

Die Augsburger Allgemeine will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß der 64jährige Bischof von Eichstätt Walter Mixa neuer Oberhirte in Augsburg werden soll. "Mit der Ernennung ist in den nächsten Tagen zu rechnen", schreibt das Blatt.

Ein Sprecher der Diözese Eichstätt wollte die Nachricht weder bestätigen noch dementieren. Dafür sei allein Rom zuständig. Die Augsburger Allgemeine ist sich ihrer Sache aber offenbar sehr sicher: "Aus politischen wie kirchlichen Kreisen erhielt unsere Zeitung mehrfach die Bestätigung, dass die Ernennung des neuen Augsburger Bischofs unmittelbar bevorstehe und dass dieser der Eichstätter Amtsinhaber sein werde."

Bischof Mixa ist erst am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden, nachdem er sich bei einem Sturz in seiner Wohnung (wir berichteten) eine Gehirnerschütterung geholt und die Nase gebrochen hatte.

Der Landkreis Neumarkt gehört mit den Dekanaten Neumarkt, Velburg und Berching und damit zum größten Teil zur Diözese Eichstätt. Der südliche Landkreis zählt zum Bistum Regensburg.

Link zum Thema: Augsburger Allgemeine
13.07.05

Blinder Diakon im TV

NEUMARKT. (pde) Ein Porträt über den blinden Diakon Rainer Herteis aus Neumarkt sendet das TV-Magazin „Immer wieder sonntags“ der Katholischen und Evangelischen Kirche in Bayern am Sonntag.

Der Beitrag schildert, aus welcher Motivation Herteis die Ausbildung zum Priester seit 1999 absolviert und woher er die Kraft schöpft, sein Handikap zu überwinden. Neben Szenen aus dem Weihegottesdienst in der Eichstätter Schutzengelkirche werden Alltagssituationen gezeigt, in denen Rainer Herteis mit Hilfe der Technik seine Sehbehinderung kompensiert. Die Kamera begleitete ihn auch bei seiner ersten Taufe, die er in seiner Heimatpfarrei Neumarkt-Woffenbach feiern konnte.

Die Sendung ist auf verschiedenen Lokalprogrammen zu folgenden Zeiten zu empfangen: 17.30 Uhr INTV (der Infokanal Ingolstadt), 18.30 und 21.30 Uhr FF (Franken TV).
13.07.05

Mit Rucksack und Bibel

NEUMARKT. (pde) – „Mit Rucksack und Bibel unterwegs“, unter diesem Motto bietet der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) eine dreitägige Veranstaltung an.

Vom 31. August bis 2. September stehen Tagestouren auf dem Programm, Ausgangspunkt ist das Kloster St. Josef in Neumarkt. Die Teilnehmerinnen wandern singend und betend durch die Natur und setzen sich meditierend mit dem Lukas-Evangelium auseinander.

Die Leitung hat KDFB-Diözesanvorsitzende Rita Niedermayer, Referent ist Konrad Herrmann, Geistlicher Beirat des KDFB. Die Zahl der Teilnehmerinnen ist auf 25 begrenzt.

Anmeldungen bei der Geschäftsstelle des KDFB, Tel. (08421) 50-673, 50-674, Fax (08421) 9897988, E-Mail: .
12.07.05

Reliquien aufgelegt


Alterzbischof Braun bei seiner Predigt, im Vordergrund die Willi-
baldsreliquien
NEUMARKT. (pde) – Den Glauben neu zu entdecken gerade in einer Situation, in der die „goldenen Zeiten“ für die Kirche vorbei zu sein scheinen, dazu hat Alterzbischof Karl Braun beim Willibaldsfest in Eichstätt aufgerufen.

Der „Gegenwind des Neuheidentums“ fordere heraus, sich von „Schönwetterchristen“ zu „wetterfesten Gläubigen“ zu wandeln, sagte der emeritierte Bamberger Erzbischof und frühere Bischof von Eichstätt bei dem Festgottesdienst am Sonntag im Dom. Braun vertrat den Eichstätter Bischof Walter Mixa, der nach einem Sturz von der Treppe noch im Krankenhaus liegt (wir berichteten).

Die Kirche im so genannten „christlichen Abendland“ scheine in einer schwierigen Lage: Seelsorger seien enttäuscht, weil die Erträge ihres Wirkens immer dürftiger werden; Eltern seien besorgt, weil die Glaubenserziehung ihrer Kinder scheinbar wenig fruchtet; Kinder und Jugendliche seien traurig über die Gottes- und Kirchenferne ihrer Eltern. Die Kirche selbst bewege sich nach Meinung vieler Christen nur langsam oder überhaupt nicht.

Auch der Eichstätter Diözesanpatron St. Willibald stand vor einer vergleichbar problematischen Situation, als er als Glaubensbote im 8. Jahrhundert in das Gebiet der späteren Diözese Eichstätt kam. Dabei seien ihm drei Verhaltensweisen überlebensnotwendig geworden: der persönliche Glaube, das gemeinschaftliche Miteinander und das Schauen aufs Kreuz.

Die entscheidende Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Kirche laute: „Glaubt ihr, dann bleibt ihr!“ Für einen lebendigen Glauben brauche es das Gebet, betonte der Erzbischof: „Alle Visionen und Planungen bleiben tot, wenn ich sprachlos im Glauben geworden bin oder höchstens noch über Gott spreche, aber nicht mehr mit ihm“. Das Beispiel Willibalds zeige auch, dass jeder Christ auf das Miteinander der Gläubigen angewiesen sei: „Wir sind keine Ich-AG, sondern eine bewusst gelebte Gemeinschaft“. So könne der Glaube erfahrbar werden - nicht als Last, sondern als „Möglichkeit gelingenden Lebens“.

Die Zugehörigkeit zur Kirche müsse man heute mit einem Preis bezahlen, der „Mut zum Kreuz“ heiße. Doch gerade im Siegeszeichen des Kreuzes gründe die Hoffnung auf einen neuen Frühling der Kirche, so Erzbischof Braun. Darum bräuchten Christen nicht als „Panikprediger“ aufzutreten, sondern seien Hoffnungsträger und „Zeugen einer begründeten Zuversicht“.

Zum Gottesdienst im Dom begrüßte der frühere Eichstätter Bischof besonders auch Gruppen von Fußwallfahrern aus Buchenhüll, Dollnstein, Möckenlohe, Preith und Walting. Nach dem Gottesdienst ließen sich nach altem Brauch viele Gläubige die Willibaldsreliquien auflegen.
10.07.05


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16. Jahrgang