Kirchen

Aus für Jugendsekretariate !

NEUMARKT. Die Jugendsekretariate im Raum Neumarkt werden wegen "knapper Kassen" aufgelöst oder durch "Jugendstellen" ersetzt!

Bistumsleitung und Bischöflichem Jugendamt haben sich auf einen Strukturplan verständigt, der im September die Auflösung des Jugendsekretariats Lauterhofen vorsieht. Das Jugendsekretariat Velburg soll durch eine neue "Jugendstelle Schneemühle" ersetzt werden. Eine zweite Jugendstelle in der neugeschaffenen "Region Neumarkt" sei in der Stadt Neumarkt vorgesehen. Von hier aus soll auch die CAJ des ganzen Bistums betreut werden.

Neue Strukturen sollen in der Diözese Eichstätt auch in Zeiten knapper Kassen kirchliche Jugendarbeit auf diözesaner und regionaler Ebene gewährleisten, hieß es am Dienstag in einer Presse-Mitteilung aus Eichstätt. In Absprache zwischen Bistumsleitung und Bischöflichem Jugendamt wurde ein Strukturplan erarbeitet, der zum September 2006 umgesetzt werden soll.

Demnach wird für den Bereich der Jugendarbeit die Diözese in vier Regionen aufgeteilt: Nürnberg, Neumarkt, Ingolstadt und Weißenburg. Das Bischöfliche Jugendamt ist als Zentrale weiterhin in Eichstätt angesiedelt und fungiert als Vernetzungsstelle und Unterstützungssystem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Das neue Konzept wurde notwendig, weil die Diözese Eichstätt wegen Mindereinnahmen zu Sparmaßnahmen gezwungen ist, hieß es.

Die Neustrukturierung sei für alle Beteiligten keine leichte Entscheidung gewesen, hieß es von der Jugendamtsleitung mit Simone Hoffmann und Diözesanjugendpfarrer Martin Geistbeck. Sie biete aber auch Chancen, durch Zusammenarbeit und Vernetzung Synergieeffekte zwischen Verbands- und Dekanatsarbeit zu erzielen. Dabei setze die Diözese auch auf die Seelsorgeeinheiten als Anknüpfungspunkte lebendiger Jugendarbeit vor Ort. Die regionale Aufgliederung sei zudem nicht starr, sondern lasse alle Möglichkeiten der Kooperation zwischen Regionen, Verbänden und Gemeinden. Die neue Struktur ist nach den Worten von Jugendpfarrer Geistbeck kein „Notprogramm“, sondern ein aus der Realität entstandenes „Konzept mit Zukunftsperspektiven“.

Der neuen Struktur liegt die Entscheidung zugrunde, auch in Zukunft "in der Fläche präsent zu bleiben". Deshalb wird es in der Diözese weiterhin dezentrale Anlaufstellen für die Jugendarbeit geben – als "wichtige Servicestellen für die Gewinnung, Qualifizierung, Beratung und Begleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiter".

In jeder Region sind zwei "Jugendstellen" – bisher „Jugendsekretariate“ - vorgesehen: im Raum Neumarkt die Stadt Neumarkt und die Schneemühle bei Berching, weiterhin Nürnberg und Schwabach, Ingolstadt und Schelldorf, Herrieden und Weißenburg. Das Jugendsekretariat Lauterhofen werde aufgelöst und das Jugendsekretariat Velburg durch die Jugendstelle Schneemühle ersetzt.

In jeder Region arbeiten jeweils zwei Jugendreferenten mit einem Jugendseelsorger zusammen. Je nach Größe ihres Arbeitsgebietes sind die Jugendreferenten zugleich Ansprechpartner für einen Jugendverband oder haben einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in einem regionalen Jugendheim. Für jede Jugendstelle und zusätzlich die Verbandsarbeit sind zudem Verwaltungskräfte mit unterschiedlicher Stundenzahl vorgesehen.

In der Zentrale des Bischöflichen Jugendamtes Eichstätt arbeiten nach der Neuregelung der Diözesanjugendseelsorger, ein pädagogischer Referent für die Bereiche Bildung und BDKJ, ein theologischer Referent für die Bereiche Spiritualität und Ministranten, eine Fachkraft für geschäftsführende Aufgaben und zwei Verwaltungsangestellte.

Die Umsetzung des Konzepts erfordere keine Kündigungen, nachdem bereits in den letzten Jahren eine Reihe von Stellen im Jugendbereich nicht mehr besetzt oder gestrichen worden waren und Transfermöglichkeiten gegeben sind.

Für jeden Jugendverband ist einer der Jugendreferenten besonders beauftragt. Diese Ansprechpartner haben nach der Neuregelung nicht mehr zentral in Eichstätt ihren Sitz, sondern vor Ort in einer der Jugendstellen. So ist in Zukunft für die KJG der Jugendreferent in Nürnberg in besonderer Weise zuständig, für die CAJ der Jugendreferent in Neumarkt, für die DPSG der Jugendreferent in Ingolstadt. Ansprechpartner für die KSJ wird der Jugendreferent in Schelldorf, für die Kolping-Jugend der Jugendreferent in Herrieden und für die KLJB der Jugendreferent in Weißenburg.

In jeder Region befinden sich bereits Jugendhäuser oder Regionaljugendheime mit spezifischer Ausrichtung. Diese Zentren sollen als Kristallisationspunkte weiterhin genutzt und mit jeweils spezifischen Schwerpunkten weiterentwickelt werden. So gehört zur Region Nürnberg das Regionaljugendheim Thalmässing, in der Region Neumarkt sind das Jugendhaus Schneemühle und das Jugendhaus Habsberg die Zentren. Die Region Ingolstadt verfügt über das Regionaljugendheim Schelldorf und das Jugendhaus Schloss Pfünz. Zur Region Weißenburg gehört als Zentrum das Haus der KLJB in Fiegenstall.
07.02.06

Es wird gespart

NEUMARKT. (pde) - 82,2 Millionen Euro umfasst der Haushalt 2006 des Bistums Eichstätt, und damit knapp eine Million weniger als im Vorjahr.

Der Ansatz zeige, dass die Diözese mit ihren Sparmaßnahmen auf einem guten Weg ist, stellte Finanzdirektor Domkapitular Leodegar Karg bei der Verabschiedung des Etats durch den Diözesansteuerausschuss fest. Die Haushaltslage begünstige die Bestrebungen der Bistumsleitung, „notwendige strukturelle Änderungen und Sparmaßnahmen nicht im Hau-Ruck-Verfahren durchzuführen, sondern auf partnerschaftlich-kooperativem Weg“, so Diözesanadministrator Dompropst Johann Limbacher.

Wie Finanzdirektor Karg erläuterte, gehen 2006 erstmals gegenüber dem Vorjahr die Personalkosten leicht zurück. Die Sachkosten wurden bereits in den Jahren zuvor drastisch reduziert und auch der Investitionshaushalt sei im laufenden Etat nochmals zurückgefahren worden. Der eingeschlagene Weg gebe zu Optimismus Anlass: „Die Sparmaßnahmen greifen“, so Domkapitular Karg, und es zeichne sich ab, dass die Diözese zur Deckung ihres Etats in absehbarer Zeit nicht mehr auf Rücklagen zugreifen müsse. Um den Haushalt 2006 ausgeglichen zu gestalten, entnimmt die Diözese nochmals 2,5 Millionen Euro aus Rücklagen.

41,3 Prozent der Ausgaben sind für allgemeine und besondere Seelsorge bestimmt, 15,7 Prozent für Schule und Bildung, 13,3 Prozent für soziale Dienste. Die Einnahmen resultieren zu 74 Prozent aus der Kirchensteuer, wobei von einem leichten Rückgang um knapp ein Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgegangen wird.

Wie in den letzten Jahren liegt der Schwerpunkt der Ausgaben bei der Seelsorge: Rund 25 Millionen Euro gehen unmittelbar in die Pfarrseelsorge, knapp 8 Millionen Euro bewilligte der Diözesansteuerausschuss für Aufgaben der Jugend- und Erwachsenenseelsorge. Dazu gehören Erwachsenenbildung und berufsbezogene Seelsorge, die Arbeit der Verbände und Jugendsekretariate sowie der diözesanen Jugendhäuser und des Bistumshauses Schloss Hirschberg. Auch Bereiche wie Krankenseelsorge, Altenseelsorge und Notfallseelsorge sowie Exerzitienarbeit, Telefonseelsorge und das Netzwerk Leben erhalten finanzielle Förderung.

11 Millionen Euro sind für den Einzeletat Soziale Dienste bestimmt, aus dem caritative Einrichtungen und die Arbeit der Fachverbände - vor allem des Caritasverbandes, aber auch des Malteser Hilfsdienstes und des Sozialdienstes Katholischer Frauen - unterstützt werden. Zu den geförderten Angeboten gehören Beratungsdienste und Caritas-Kreisstellen, Hilfen für Kranke und Sterbende, Altenheime und Behinderteneinrichtungen. Rund 3,1 Millionen Euro an Zuschüssen gehen an die 192 Kindergärten und –horte im Bistum zur Unterstützung der laufenden Ausgaben sowie bei Bau- und Renovierungsmaßnahmen. 445.000 Euro stellt die Diözese für den „Solidaritätsfonds Arbeitslose“ zur Verfügung sowie weitere 440.000 Euro für Projekte in Afrika, Lateinamerika und Osteuropa.

Aus dem Einzelplan Schule und Bildung (12,9 Millionen Euro) werden unter anderem Aufwendungen für die fünf Schulen und die Fachakademie für Sozialpädagogik abgedeckt, die in Trägerschaft der Diözese Eichstätt sind. Neben Ausgaben für Schulpastoral und Fortbildung umfasst der Etat auch den Bereich Wissenschaft und Kunst.

Mit den knapp 14,3 Millionen Euro des Einzelplanes Diözesanleitung werden unter anderem die Priesterausbildung, die Dienstleistungen der Finanzabteilung und des Bauamtes, Öffentlichkeitsarbeit und die Arbeit der Laienräte sowie die gemeinsam mit dem Erzbistum Bamberg getragenen Einrichtungen der Stadtkirche Nürnberg finanziert.

Weiter reduziert wurde der Investitionshaushalt des Bistums und umfasst nunmehr knapp 11 Millionen Euro. 798.000 Euro stehen als Zuschüsse für Baumaßnahmen an pfarrlichen Gebäuden zur Verfügung. Mit insgesamt 4,7 Millionen werden Renovierungsmaßnahmen in den Gemeinden gefördert. Mit 606.000 Euro unterstützt die Diözese den Anbau und die Sanierung des Caritas-Altenheims in Weißenburg (Gesamtkosten 4,4 Millionen). Für den Kauf und die Renovierung des Franziskanerklosters Ingolstadt ist im Haushalt eine Million Euro vorgesehen.

Dem Diözesansteuerausschuss, der gemäß Satzung über den Haushalt der Diözese beschließt, gehören der Diözesanadministrator, der Finanzdirektor, drei gewählte geistliche und neun gewählte weltliche Vertreter sowie zwei weitere vom Bischof ernannte Mitglieder an.
04.02.06

"Habe den Mut"

NEUMARKT. (pde) - Einen Besinnungstag für Pfarrsekretärinnen und -sekretäre bietet das Referat Frauenseelsorge in Kooperation mit dem Berufsverband der Pfarrsekretärinnen und -sekretäre im Bistum Eichstätt am 18. Februar in Plankstetten an.

Die Veranstaltung in der Benediktinerabtei Plankstetten hat das Motto: „Habe den Mut, hinter deine Maske zu schauen!“. Sie beginnt um 10 Uhr und endet gegen 16 Uhr. Die Leitung haben Pfarrer Pius Schmidt, Schwester Brigitte Müller OSF und Barbara Bagorski, Referentin für Frauenseelsorge in der Diözese Eichstätt.

Anmeldung und Informationen beim Referat Frauenseelsorge, Luitpoldstr. 2, 85072 Eichstätt, Telefon (08421) 50-619, Fax (08421) 50-628, E-Mail: frauen@bistum-eichstaett.de.
31.01.06

In die "Goldene Stadt"

NEUMARKT. (pde) – Eine Bildungsreise nach Prag plant der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) der Diözese Eichstätt.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten der „Goldenen Stadt“ stehen auf dem Programm der Fahrt vom 2. bis 5. Mai. Die Abreise am 2. Mai erfolgt mit dem Bus von verschiedenen Stationen aus, darunter auch Neumarkt. In Prag werden unter anderem die Prager Burg, der Veitsdom, die Nikolauskirche und die Altstadt mit dem Wenzelsplatz besichtigt. Die Reiseleitung hat Diözesanvorsitzende Rita Niedermayer.

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Geschäftsstelle des KDFB, Telefon (08421) 50-673, 50-674, Fax (08421) 9897988, E-Mail: geschaeftsstelle@frauenbund-eichstaett.de.
24.01.06


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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang