Kirchen

Mit Rucksack und Bibel

NEUMARKT. (pde) – „Mit Rucksack und Bibel unterwegs“, unter diesem Motto bietet der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) eine dreitägige Veranstaltung an.

Vom 31. August bis 2. September stehen Tagestouren auf dem Programm, Ausgangspunkt ist das Kloster St. Josef in Neumarkt. Die Teilnehmerinnen wandern singend und betend durch die Natur und setzen sich meditierend mit dem Lukas-Evangelium auseinander.

Die Leitung hat KDFB-Diözesanvorsitzende Rita Niedermayer, Referent ist Konrad Herrmann, Geistlicher Beirat des KDFB. Die Zahl der Teilnehmerinnen ist auf 25 begrenzt.

Anmeldungen bei der Geschäftsstelle des KDFB, Tel. (08421) 50-673, 50-674, Fax (08421) 9897988, E-Mail: .
12.07.05

Reliquien aufgelegt


Alterzbischof Braun bei seiner Predigt, im Vordergrund die Willi-
baldsreliquien
NEUMARKT. (pde) – Den Glauben neu zu entdecken gerade in einer Situation, in der die „goldenen Zeiten“ für die Kirche vorbei zu sein scheinen, dazu hat Alterzbischof Karl Braun beim Willibaldsfest in Eichstätt aufgerufen.

Der „Gegenwind des Neuheidentums“ fordere heraus, sich von „Schönwetterchristen“ zu „wetterfesten Gläubigen“ zu wandeln, sagte der emeritierte Bamberger Erzbischof und frühere Bischof von Eichstätt bei dem Festgottesdienst am Sonntag im Dom. Braun vertrat den Eichstätter Bischof Walter Mixa, der nach einem Sturz von der Treppe noch im Krankenhaus liegt (wir berichteten).

Die Kirche im so genannten „christlichen Abendland“ scheine in einer schwierigen Lage: Seelsorger seien enttäuscht, weil die Erträge ihres Wirkens immer dürftiger werden; Eltern seien besorgt, weil die Glaubenserziehung ihrer Kinder scheinbar wenig fruchtet; Kinder und Jugendliche seien traurig über die Gottes- und Kirchenferne ihrer Eltern. Die Kirche selbst bewege sich nach Meinung vieler Christen nur langsam oder überhaupt nicht.

Auch der Eichstätter Diözesanpatron St. Willibald stand vor einer vergleichbar problematischen Situation, als er als Glaubensbote im 8. Jahrhundert in das Gebiet der späteren Diözese Eichstätt kam. Dabei seien ihm drei Verhaltensweisen überlebensnotwendig geworden: der persönliche Glaube, das gemeinschaftliche Miteinander und das Schauen aufs Kreuz.

Die entscheidende Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Kirche laute: „Glaubt ihr, dann bleibt ihr!“ Für einen lebendigen Glauben brauche es das Gebet, betonte der Erzbischof: „Alle Visionen und Planungen bleiben tot, wenn ich sprachlos im Glauben geworden bin oder höchstens noch über Gott spreche, aber nicht mehr mit ihm“. Das Beispiel Willibalds zeige auch, dass jeder Christ auf das Miteinander der Gläubigen angewiesen sei: „Wir sind keine Ich-AG, sondern eine bewusst gelebte Gemeinschaft“. So könne der Glaube erfahrbar werden - nicht als Last, sondern als „Möglichkeit gelingenden Lebens“.

Die Zugehörigkeit zur Kirche müsse man heute mit einem Preis bezahlen, der „Mut zum Kreuz“ heiße. Doch gerade im Siegeszeichen des Kreuzes gründe die Hoffnung auf einen neuen Frühling der Kirche, so Erzbischof Braun. Darum bräuchten Christen nicht als „Panikprediger“ aufzutreten, sondern seien Hoffnungsträger und „Zeugen einer begründeten Zuversicht“.

Zum Gottesdienst im Dom begrüßte der frühere Eichstätter Bischof besonders auch Gruppen von Fußwallfahrern aus Buchenhüll, Dollnstein, Möckenlohe, Preith und Walting. Nach dem Gottesdienst ließen sich nach altem Brauch viele Gläubige die Willibaldsreliquien auflegen.
10.07.05

Hirtenwort vom Krankenbett

NEUMARKT. (pde) Bischof Mixa hat sich nach seinem Unfall (wir berichteten) vom Krankenhaus aus mit einem Hirtenwort zum Willibaldsfest geäußert.

Sich für den Schutz des Lebens und für den Wert von Ehe und Familie einzusetzen sind nach Auffassung des Eichstätter Bischofs Walter Mixa zentrale Aufgaben für die Christen heute. Dabei sollten sie jede Art von Feigheit ablegen und mit gesundem Selbstbewusstsein auftreten, betont der Bischof in einem Hirtenwort zum Willibaldsfest. Das Rundschreiben wurde zum Gedenktag des Diözesanpatrons und ersten Eichstätter Bischofs St. Willibald in den Gemeinden des Bistums verlesen.

Als „unbegreiflich“ bezeichnet es Bischof Mixa in seinem Hirtenwort, dass sich Bundeskanzler Gerhard Schröder für die „embryonale Stammzellforschung“ ausgesprochen hat. Der Verweis des Bundeskanzlers auf mögliche Chancen embryonaler Stammzellforschung dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass dabei unverfügbare Grundwerte auf dem Spiel stehen, die eine Abwägung nicht zulassen: „Menschenwürde und Lebensrecht kommen jedem Embryo vom Zeitpunkt der Befruchtung an zu.“ Die embryonale Stammzellforschung sei mit der Tötung eines eigenständigen menschlichen Lebens gleichzusetzen. Die Vernichtung eines Embryo zu Forschungszwecken widerspreche dem biblischen Menschenbild, das den Menschen von seinem Anfang bis zu seinem Ende schützt und jede Instrumentalisierung, jedes „Verbrauchen“ und damit die Tötung des menschlichen Lebens ausschließt.

In seinem Hirtenwort würdigt der Bischof die Einstellung der Frauen und Männer, die in der ehelichen Lebensgemeinschaft in Liebe und Zuverlässigkeit zueinander stehen und „ganz einfach für ihre Kinder da sind“. Diese die Gesellschaft tragende und kleinste, aber auch wichtigste Lebenszelle in jedem Staat werde in ihrer Bedeutung heute in einer unverantwortlichen Weise vernachlässigt. Es sei eine „unglaubliche Täuschung“, andere Formen des Zusammenlebens auf eine Ebene mit der ehelichen Lebensgemeinschaft zu stellen. Geradezu unerträglich sei es deshalb, wenn in Politik und Gesellschaft führende Persönlichkeiten die eheliche Lebensgemeinschaft, die eine Familie begründet, untergeordnet behandeln und dadurch ins „Abseits“ schieben. „Die Folge einer derartigen Denk- und Handlungsweise zeigt sich nicht auch zuletzt darin, dass die Verantwortung für die Zukunft unseres Landes und unserer Heimat nicht mehr gesehen wird.“

Zugleich bittet Bischof Mixa die Gläubigen, junge Christen mit ihren persönlichen Lebensentscheidungen nicht allein zu lassen. Junge Menschen dürften nicht orientierungslos bleiben oder gar „fremd bestimmt“ werden, vor allem durch oftmals sehr negative und falsche Darstellung von Lebensentwürfen in den Medien.
10.07.05

Weniger Spenden

NEUMARKT. (pde) Einen leichten Rückgang an Spenden verzeichnet der Caritasverband für die Diözese Eichstätt bei seiner diesjährigen Haus- und Straßensammlung im Frühjahr.

Insgesamt wurden knapp 480.000 Euro gesammelt. Das waren etwa 16.000 Euro und damit 3,3 Prozent weniger als bei der Frühjahrssammlung im vergangenen Jahr. Caritasdirektor Willibald Harrer führt dies darauf zurück, dass in den Wochen zuvor viele Bürger kräftig für die Opfer des Seebebens in Südostasien gespendet hatten.

In den letzten Wochen und Monaten hat der Caritasverband fast 1000 Spendenbescheinigungen für die Seebebenopferhilfe versandt. Die Caritas wies aber ausdrücklich darauf hin, dass bei dieser Spendenaktion aufgrund eines Erlasses der Oberfinanzdirektion München auch der entsprechende Kontoauszug oder Einzahlungsbeleg als Vorlage beim Finanzamt ausreicht, unabhängig von der Spendenhöhe.

Wer dennoch eine Spendenquittung benötigt, könne sich bei der Caritas unter Tel. (08421) 50-917 oder per E-Mail: isabell.binder@caritas-eichstaett.de melden.
06.07.05


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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang