Landwirtschaft

Agrarausschuss lehnte ab

NEUMARKT. "Ein Erfolg für uns im Agrarausschuss!" sagte der agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Albert Deß, nach einer Abstimmung über die Ablehnung des Delegierten Rechtsaktes der Kommission zum Greening.

Die Kommission hab vorgeschlagen, dass der Pflanzenschutz beim Eiweißanbau auf Vorrangflächen künftig verboten werden soll. Damit werde nicht nur eine nachhaltige heimische gentechnikfreie Eiweißproduktion im Einklang mit der EU-Eiweißstrategie gefährdet. Das Verbot würde auch dazu führen, dass Europa noch stärker von der Einfuhr von Eiweißerzeugnissen aus Brasilien oder anderen Exportländern abhängig sein wird, sagte Deß. Dieser Import sei mit einer hohen Umweltbelastung verbunden, denn für den Transport von etwa 300.000 Hektar Futtermittel von Mato Grosso nach Rotterdam werden ungefähr 45 Millionen Liter Diesel oder Schweröl benötigt.


Innerhalb der EU werden derzeit auf den ökologischen Vorrangflächen etwa 300.000 Hektar stickstoffbindende Pflanzen wie Leguminosen oder Hülsenfrüchte angebaut. "Damit ist man auf einem guten Weg, eigenes gentechnikfreies Eiweißfutter herzustellen. Angesichts des Hungers in der Welt kann es sich Europa nicht leisten, fruchtbare Böden stillzulegen und auf einen Anbau gänzlich zu verzichten. Auch die ökologischen Vorteile von Eiweißpflanzen in Bezug auf den Bodenschutz und die Stickstoffbindung sind unbestreitbar", so der CSU-Agrarpolitiker Albert Deß.

Umweltschutz seo notwendig, er müsse aber auch global stattfinden und insgesamt betrachtet werden. Es lönne nicht in unserem Interesse sein, die Eigenproduktion von gentechnikfreiem Futter in Europa zu unterbinden und andererseits eine Umweltbelastung zu fördern, die mit dem Transport von Futtermitteln aus Drittstaaten verbunden ist, so Deß. Dabei gehe es nicht nur um den Einsatz von Diesel oder Schweröl beim Transport, sondern auch um das Abholzen von Regenwäldern, damit dort vermehrt Soja angebaut werden kann.

Albert Deß will weiterhin mit Kommissar Phil Hogan über die strittigen Pläne der Kommission beim Anbau von Leguminosen auf Vorrangflächen verhandeln. Die Abstimmung im Plenum ist für Mitte Juni geplant.
31.05.17

„Nachverhandelung nötig“

NEUMARKT. „Der Vorschlag zur Halbzeitbewertung der GAP-Reform von Kommissar Phil Hogan enthält einige Vereinfachungen. Im Kern muss aber noch nachverhandelt werden, um vor allem beim Thema Dauergrünland eine praktikable Lösung zu erreichen“, sagte MdEP Albert Deß in seiner Eigenschaft als agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.


Die Definition des Dauergrünlands seien durch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes verschärft worden. "Es ist uns gelungen, zu diesem Thema einen konstruktiven Vorschlag zu machen“, so Albert Deß. Deshalb habe er einen Änderungsantrag eingebracht, wonach das Grünland, das als Ackerland gepachtet wurde, vor Rückgabe auch wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden kann. Außerdem sei es wichtig, dass einzelne Gewichtungsfaktoren beim Kurzumtrieb erhöht und im Basisrecht verankert werden.

Ebenso müsse auch die ursprüngliche Regelung fürs Ackerrandstreifenprogramm auf ihre Praktikabilität hin überprüft werden. Um die langfristig angelegten Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums nicht zu gefährden, hat Albert Deß vorgeschlagen, dass diese Programme bis zu einer Neuregelung in der nächsten Legislaturperiode gültig sind.
17.03.17

Stallpflicht aufgehoben

NEUMARKT. Hühner dürfen wieder an die frische Luft: am Donnerstag teilte das Neumarkter Landratsamt mit, daß die Stallpflicht aufgehoben ist.

Im November 2016 wurde in Bayern die landesweite Stallpflicht und das landesweite Verbot von Märkten und Ausstellungen für Geflügel veranlasst. Die seither nachgewiesenen Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln waren in den letzten Wochen stark rückläufig, hieß es. Auch beim Hausgeflügel wurden in den letzten Wochen keine weiteren Fälle nachgewiesen.


Deshalb werden die Schutzmaßnahmen jetzt gelockert. Die verfügten Aufstallungsverpflichtungen sowie das Verbot von Märkten, Ausstellungen und Veranstaltungen ähnlicher Art sind daher ab sofort aufgehoben, teilte die Behörde mit.

Die angeordneten Biosicherheitsmaßnahmen müssen aber bis 20. Mai weiterhin eingehalten wrden.
16.03.17

Stallpflicht verlängert

NEUMARKT. Das Landratsamt wies daraufhin, dass für Geflügel nach wie vor die Stallpflicht gilt.

Die sogenannte Allgemeinverfügung vom November letzten Jahres wird bis zum 20.Mai verlängert. Bis dahin dürfen die Tiere auf keinen Fall im Freien gehalten werden dürfen, hieß es.


Gerade der Fall von Geflügelpest im Landkreis Regensburg zeige, dass derzeit eine hohe Gefahr bei der Haltung im Freien bestehe, weil das Nahrungsgebot für Wildvögel aufgrund des Winters sehr niedrig ist.

Außerdem sind alle Märkte für Geflügel und Tauben untersagt.
17.02.17


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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang